Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
829
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aber deren Auskramen ihm mißfallen hätte; übrigens ſind und bleiben davon die bedeutendſten Acte, die Freunden erwieſenen Dienſte, irgend einem geheimen Mißgeſchicke gewährte Unterſtützung, unbekannt. Ich beſchränke mich zu ſagen, daß, wenn ſich ſein per⸗ ſönliches Vermögen, das am Tage ſeines Eintritts in die Geſchäfte zwei Millionen betrug, nach zehn Jahren um 300,000 Franken vermindert fand, dieſe Thatſache nicht ſeiner Verwaltung, ſondern ſeinen Ausgaben zuzuſchreiben iſt. Ich erörtere dieſen Punkt nicht weiter, denn ſeine Erwähnung iſt hinreichend. Aber die ausgedehnte Uebung einer fortgeſetzten Wohl⸗

thätigkeit verſöhnte ſich oft mit dem Geiſte der Spar⸗

ſamkeit, und man kann ſagen, daß Camillo von Ca⸗ vour zu jeder Zeit jene angeborne Vorliebe für Frei⸗ gebigkeit zeigte, welche ſich in tauſend Einzelnheiten des Lebens kund giebt und die die Klugen als Schwäche und die Knauſerigen als Laſter betrachten. Während meiner Reiſe mit ihm, ſeit der faſt zwanzig Jahre verfloſſen ſind, erinnere ich mich, daß er nicht weniger als einen Louisd'or in den Hut des Poſtillons warf, der ſein Trinkgeld forderte, und bald nachher hob mehr als ein an der Straße ſitzender Bettler aus dem Staube eine Münze auf, deren Metall ihm bis dahin

Feuilleton.

Der größte Kannibalismus.

Auſtralien theilt die Unbekanntſchaft ſeines Innern noch mit Afrika. Merkwürdig aber iſt, was wir bis jetzt von der uns dort bekannt gewordnen Bevölkerung wiſſen. Es giebt Licht über die ſonderbarſten Zuſtände, in denen ſich der Charakter wilder Stämme zeigen kann. Die nachfolgende Schilder⸗ ung aus der Zeitſchrift für Länder⸗und Völkerkunde wird ein intereſſantes Nachtſtück deſſen entrollen, was innerhalb der menſchlichen Natur möglich iſt und tief unter den beſſeren Regungen des Thierreichs ſteht.

Wer die Eingeborenen Neuhollands näher beobachtet hat, wird nicht daran zweifeln, daß ſie in Bezug auf Intelli⸗ genz eine ungemein niedrige Stufe einnehmen. Der Sinn der Perfectibilität mangelt ihnen ganz und gar, und ſie können nichts Anderes werden, als was ſie einmal ſind; von der Fähigkeit, ſich zu entwickeln und auf eine höhere Stufe zu gelangen, kann gar keine Rede ſein. Noch heute ſind ſie ge⸗ nau ſo wie damals, als die erſten Europäer ihr Land be⸗ traten.

Es iſt nicht richtig, wenn man ſagt, daß die Auſtralier mißgeſtaltet ſeien. Marcct erklärt ausdrücklich, daß die, welche er beobachten konnte, ſehr wohlgeſtaltet waren; ſie hatten einen ſchlanken, zartgebaute nd breite Schul⸗ tern, und allerdings etwas längere ls wir Europäer,

Vierte Folge.

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unbekannt geblieben war. Nie war von ſeiner Seite die Rechnung eines Lieferanten Gegenſtand einer Er⸗ örterung; er gehörte zu jenen Leuten, welche nicht feilſchen, ſondern bezahlen. In Paris präſentirte ihm 1 der Beſitzer eines Hotels, wo er achtundvierzig Stun: den gewohnt hatte, ohne ein einziges Mal dort zu Mittag zu eſſen, eine Rechnung von zwölfhundert 3 Franken.Denken Sie ſich, ſagte er mir lachend, daß mein Secretair ſie durchaus nicht bezahlen wollte; 4 ich hatte große Mühe, ihn zur Vernunft zu bringen; er begriff nicht, daß beſtohlen zu werden, ohne ein Wort zu ſagen, einen Theil meiner Politik bilde.

Es war nicht, daß Cavour dem Reichthum wenig Bedeutung beigemeſſen hätte, in dem er im Gegen theil einen ſehr uützlichen Agenten ſah; er war durch ſeine landwirthſchaftlichen Unternehmungen größten⸗ theils der Schöpfer ſeines eigenen Vermögens geweſen, aber er beſaß für das Geld nicht jene Achtung, welche das Studium der Nationalökonomie in ihm zu ent⸗ wickeln nicht verfehlt hätte, wenn ſie nicht mit ſeiner Neigung zum Whiſt mit einem Einſatz von fünfund⸗ zwanzig Louisd'or und ſelbſt mehr unvereinbar ge⸗ weſen wäre; manchmal waren es auch, es iſt wahr, zwanzig Sous und weniger.

aber das kommt ihnen beim Klettern auf die Bäume ſehr zu ſtatten. Auch iſt es, wie wir ſpäter ſehen werden, gar nicht gut, wenn einer recht dick und hübſch fett iſt. Die Frauen ſind im Allgemeinen nicht übel gewachſen und ha⸗ ben feſteres Fleiſch als die afrikaniſchen Negerinnen; unſer⸗ Gewährsmann ſah Auſtralierinnen mit ſo ſchön geformten Beinen und Armen, daß jede Europäerin ſie darum wohl hätte beneiden können. Die Beobachtung hat keine Schwie⸗ rigkeiten, da beide Geſchlechter faſt immer ganz unbekleidet gehen. Die Haut iſt nicht ganz ſo ſchwarz wie beim Neger, die Lippen ſind weniger wulſtig, das Haar iſt nicht ſo kurz und auch weniger gekräuſelt.

Die Auſtralier haben gar keine Vorſtellung von Ver⸗ beſſerung oder Fortſchritt; ſie denken nicht daran ſich zu be⸗ kleiden, ſich beſſere Wohnungen oder geſundere und kräftigere Nahrung zu verſchaffen, und fühlen nicht einmal das Be⸗ dürfniß nach dergleichen. Durch Kälte und Regen leiden ſie ſehr, und doch gehen ſie nackt; ſie leiden faſt immer an Unverdaulichkeit und genießen doch nur rohes, hartes und ungeſundes Fleiſch. Den Rheumatismus werden ſie nicht los, ſchlafen aber trotzdem auf der feuchten Erde, ohne andere Bedeckung als ein Stück Baumrinde oder Blätter,

Und doch ſehen ſie es täglich vor Augen, wie die Europäerg ie ni elbſt das Streben zu 8* *

leben; aber das kümmer