Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
825
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Folge. 825

Der Abbé aber hielt ſich die Hände vor die für ein gegen alle Gefahr ſchirmendes Schild, und

Ohren, um nichts zu hören.

Nun wohlan, ſo laſſen Sie mich wenigſtens ein Letztere, welcher mit mehreren anderen Vätern eifrig

Bil let an den Herzog ſchreiben, meine Couſine wird die Güte haben es zu beſorgen. Ich wünſche ihm zu ſagen, Unwürdigkeit, Herr Abbé, ich fange an Sie zu haſſen.

Des Abbé's Augen aber waren auf die Uhr ge⸗ richtet. Im nächſten Augenblick wurde der junge Marquis von den ſtarken Armen des Dieners aufge⸗ hoben, und ehe er noch wußte, wie ihm geſchah, wurde der Schlag hinter ihm zugeworfen, und er hörte den Lakay dem Kutſcher zurufen:

Zu den Jeſuiten!

Kaum hatte die Equipage den Hof verlaſſen, als eine andere hereinrollte, und der Abbé, welcher den Gram ſeines Zöglings zu zerſtreuen wünſchte, rief leiſe ſeinen Arm berührend:Sehen Sie da, der Her⸗ zog von Coigny!

De Boufflers ſchnellte bei dieſen Worten vom Sitze empor, und würde ſicher aus dem Wagen ge⸗ ſpprungen ſein, wenn ihn der Abbé nicht davon zurück⸗ gehalten hätte.

Bald nachher fuhr der Wagen bei dem Jeſuiten⸗ collegium vor. Als der junge Mann durch das düſtere Portal eintrat, fühlte er ſein Herz ſchmerzlich getroffen. Er fühlte es tief, daß er auf dieſer Schwelle jedes Privilegium, welches Rang und Glücksgüter gewähren, ſelbſt die glänzende Hoffnung ſeiner Zukunft zurück laſſen mußte, um wieder der einfache Gefährte von dreihundert allen Claſſen der Geſellſchaft angehörenden Mitſchüler zu werden.

Die Uhr auf dem Collegienthurm ſchlug eben zwei, und in demſelben Augenblick rief eine tiefe Stimme durch die weite altersgraue Halle:

Herr von Boufflers, Sie kommen fünf volle Stunden zu ſpät. Der Superior erwartet Sie.

Bei dieſer ernſten Begrüßung vergaß der Jüng⸗ ling ſeinen Aerger über den Hofmeiſter, vergaß den Herzog und ſelbſt ſeine reizende Couſine, indem er ſich nur nach dem Beiſtande ſeines Hofmeiſters umſah. Dieſer ehrwürdige Herr hatte ſich jedoch, entweder weil er einen ſtrengen Vorwurf über ſeine eigene Nachläſſigkeit zu erwarten, oder zu befürchten hatte, Zeugniß wegen einer von ſeinem Zögling vorgebrach⸗ ten Unwahrheit ablegen zu müſſen, vorſichtig zurück⸗ gezogen, und der junge de Boufflers ſah ſich demnach verlaſſen von jedem ihm jetzt ſo nöthigen Beiſtande.

Doch nur einen Augenblick währte dieſe Unruhe; denn als er ſich der Ereigniſſe des vorhergehenden Tages wieder deutlich erinnerte, hielt er die von Ludwig XIV. ihm erwieſene außerordentliche Gnade

daß meine allererſten Ferien o, welche

mit feſtem Schritt trat er vor den Prior hin. Der⸗ mit Schreiben beſchäftigt war, ſchien anfänglich nicht die mindeſte Kenntniß von dem Herannahen des Jünglings zu nehmen. Einige für de Boufflers ſehr peinliche Minuten waren auf dieſe Weiſe vergangen,

als der Prior, ohne die Augen aufzuſchlagen, eudlich

beganu:

Ah, Herr de Boufflers! nun, der Herr Marquis wird mir ohne Zweifel eine genügende Antwort geben können, weshalb derſelbe nicht zur rechten Zeit mit ſeinen übrigen Mitſchülern im Collegium erſchienen iſt.

Heinrich, welcher einen Ausbruch von Zorn er⸗

wartet hatte, fühlte ſich nicht wenig wegen einer auf dieſe ſo ruhig und beſtimmt geſtellte Frage zu gebende Autwort in Verlegenheit. Irgend einem anderen Manne würde er vielleicht erwidert haben, daß er der Herr ſeiner Handlungen ſei, vielleicht auch, daß er ein Duell mit einem Stabsofficier vorgehabt und den übrigen Theil des Morgens in Geſellſchaft einer ſchönen Frau hingebracht, und endlich, daß er Gene⸗ al-Gouverneur von Flandern geworden, der ſeines Gleichen nur in einem Marſchall von Frankreich er⸗ kenne, die gehen und kommen konnten, wenn es ihnen beliebte. Wie konnte er aber dergleichen einem ehr⸗ würdigen Vater ſagen, der Duelle und Zuſammen⸗ künfte mit ſchönen Frauen als Todſünden docirte! In dieſem Dilemma vermochte de Boufflers nur einige unverſtändliche Worte ohne allen Sinn hervor⸗ zuſtottern.

Ich höre nichts, ſagte der Pater mit eiſiger Kälte,ſoll ich meine Frage wiederholen?

Boufflers, der jetzt das Beſchämende ſeiner Lage einzuſehen anfing, erwiderte etwas dreiſter:

Ehrwürdiger Vater, ich weiß, daß ich Unrecht habe, da ich aber außer Stande bin, Ihre Frage, ohne mich einer Unwahrheit ſchuldig zu machen, zu beant⸗ worten, ſo bitte ich, daß Sie mein Stillſchweigen nachſichtig entſchuldigen wollen.

Jetzt haftete der Prior mit einem eigenthüm⸗ lichen Blick auf dem Jünglinge, dann rührte er eine kleine Glocke, welche vor ihm auf dem Tiſche ſtand, und ein Bruder erſchien auf der Schwelle der Saalthür.

Iſt dieſes Ihre letzte Antwort? fragte er.

Der Jüngling verneigte ſich ſtatt jeder anderen Antwort. 1

Berückſichtigen Sie es wohl! ſagte der Prior, Sie haben noch fünf Minuten Bedenkzeit.

Zu gleicher Zeit deutete er mit dem Finger

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