Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
795
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Den Leſerinnen wird die Geſchichte der Seiden⸗ raupe und der Seide ſehr feſſelnd ſein. Die Frauen haben ſich ſelbſt bei dieſer Cultur betheiligt. Es iſt mnerkwürdig, wie dieſe Induſtrie in die Staatengeſchichte eingreift. Eine chineſiſche Prinzeſſin führte dieſelbe 419 n. Chr. in Chokan ein, eine andere Um dieſelbe Zeit kam ſie nach Sogdiana, Baktriana und Iran, und endlich aus Indien unter Kaiſer Juſtinian nach Byzanz. In Griechenland kleideten ſüch die Vornehmen in Seide, ſchwer zu erhalten, weil die Kaiſer lange und häufige Kriege mit den Perſern führten, deren Karawanen alſo ausblieben. Da wollte Juſtinian vom rothen Meere aus Schiffe nach Indien ſchicken, um von dort Seide zu holen und dieſen Artikel alſo ganz in die Hände der Griechen zu bringen, doch zwei Mönche, welche Perſien und Indien als Miſſionare durchwan⸗ dert hatten, erſparten ihm dieſe Mühe, indem ſie ihm die Seidenzucht erklärten und ihn aufforderten, ſie in ſeinem Lande einzuführen. Zugleich legten ſie ihm Eier des Schmetterlings vor und wollten ſie aus⸗ kriechen laſſen. Obſchon ihr Verſuch mißlang, be⸗

V lohnte ſie der Kaiſer doch reichlich, und veranlaßte um Eier

ſie, noch einmal nach Nordchina zu reiſen, zu holen und deren Behandlung genauer zu erforſchen. Obgleich es in China bei Todesſtrafe verboten war, Seidenraupeneier aus dem Lande zu führen, ſo brach⸗ ten die Mönche deren doch viele in ihren ausgehöhl⸗ ten Pilgerſtäben zurück(552), und die Zucht derſelben gelang. Frauen übernahmen das Geſchäft der Sei⸗ denzucht, welche namentlich auf der Halbinſel Morea ſo ſehr in Aufnahme kam, daß ſie von den Maul⸗ beerbäumen den Namen erhalten haben ſoll. Korinth, Athen, Theben und Byzanz(Conſtantinopel) legten Seidenmanufacturen an und verſorgten ganz Europa mit Seidenkleidern, namentlich mit den ſeidnen, gold⸗ durchwirkten Prieſter⸗ und Fürſtengewändern. Doch hatten Araber in Spanien und Portugal(780) auch die Seidenzucht eingeführt, Saracenen(827) auf Si⸗ cilien Seidenban und Seidenmannfacturen angelegt. Seide und Gewürze waren im Mittelalter, beſonders ſeit den Kreuzzügen, die Hauptgegenſtände des Han⸗ dels, durch mächtig aufblühten. bru und Maulbeerbaum nach Amerika, wo ſie in Mexico bald heimiſch wurden, und von da nach den

ſüdlichen Staaten Nordamerikas und nach Weſtindien

men; Franzoſen führten ſie auf Mauritius und in Agier ein.

doch war dieſer Stoff

welchen Italiens Seeſtädte reich und Später brachten Spanier Seiden⸗

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pflanzen, dorthin vom Nil aus einen Canal ziehen,

in Tibet.

Unteritalien

um dort die Seideninduſtrie

3000 Schöpfmühlen bauen, in denen 6000 Ochſen den Pflanzen Waſſer ſchöpfen mußten, und Aegypten erntet bereits jetzt über 50,000 Pfund Seide.

Am wichtigſten wurde aber der Seidenbau für Italien und Frankreich, deren Wohlſtand zum Theil mit auf ihm beruht. Denn in Spanien ſank dieſer Erwerbszweig, als der König Philipp III. die fleißigen Moriscos als bekehrte Nachkommen der Mauren ver⸗ trieb(1609), ſo, daß heute nur noch in einer Provinz Seide producirt wird. Anders dachte der nor⸗ manniſche Roger II., König von Sicilien, welcher (1147) die Eroberung Moreas benutzte, um aus Korinth, Theben und Athen Seidenzüchter und Sei⸗ denweber mit nach Palermo und Neapel fortzuführen, zu verbeſſern. Von hier aus hat ſie ſich nach und nach über Italien verbreitet; am meiſten aber iſt ſie in Piemont und Mailand aus⸗ gebildet; in jenem Lande gewinnt man die beſte Seide, Oberitalien überhaupt über 4 Mill. Pfund, 2 ½ Mill. Pfund. In Frankreich legte Ludwig XI. zu Tours die erſte Seidenfabrik an, wo hin er italieniſche und griechiſche Arbeiter holte. Als Franz I. Mailand beſetzt hielt, veranlaßte er durch viele Vorrechte Arbeiter aus Oberitalien nach Frankreich einzuwandern und dort die Seideninduſtrie einzuführen. Lyon ward Hauptſitz dieſer Thätigkeit, denn es hatte 200 Webſtühle. Andere Könige ſorg⸗ ten für Anpflanzung des Maulbeerbaumes, Heinrich IV. ließ in den Tuileriengarten 20,000 Stück pflanzen, machte das Orangeriehaus zum Seidenraupenhauſe, ſchenkte jedem, der 12 Jahre hindurch mit Erfolg Seidenmanufactur trieb, den Adelstitel und ließ zur Zeit der Seidenernte ſogar um Schutz der Seiden⸗ raupen beten. Als aber Ludwig XIV. das Edict von Nantes aufhob und eine halbe Million Proteſtan⸗ ten auswanderten, ſank die Seideninduſtrie, denn der Süden Frankreichs war beſonders ſtark proteſtantiſch. In Lyon blieben von 12,000 Webſtühlen nur noch 4000 im Gange, und nach England allein wanderten 50,000 Seidenweber, die aber auch in Holland, in der Schweiz und in Deutſchland Aufnahme fanden, da ſie franzöſiſche Induſtrie nach jenen Ländern brach⸗ ten. So ſchadet blinder Fanatismus ſich ſelbſt am meiſten. Nach und nach hob ſich in Frankreich der Seidenbau wieder, denn vor der Revolution wurden bereits 15,000 Ctr. Seide im Werthe von 40 Mill Livres gewonnen, im Jahre 1830 nicht mehr in 6, ſondern in 71 Departements Seidenzucht getrieben, um Paris 200,000 Maulbeerbäume gepflanzt, und

Mehemed Ali ließ(1820) in Aegypten dieſe Induſtrie nach wiſſenſchaftlichen Grundſätzen ge⸗ ne Million Maulbeerbäume im Thal Wadi⸗Tumtot trieben.

Man holte aus China und Cochinchina