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durch ihre vortrefflichen Eigenſchaften die Geſundheit wiedergegeben hat.
Wollen Sie die Reſultate des Halbwiſſens noch erhöhen, ſo wenden Sie ſich mit Ihrem Examen dem Schäflein zu. Jeder der Gefragten trägt ein warmes von deſſen Pelzwerk ſauber geſponnenes Kleidungsſtück am Körper, und der Sohn von manchem Gutsbeſitzer iſt ſich ſogar bewußt, daß ſein Herr Vater durch die Wolle von ſo und ſo viel tauſend Stück wohlhabend und auf dem Breslauer Markt ein angeſehener Mann geworden iſt, ja er hat auch von deſſen altem Schäfer manches Lehrreiche über die beſten Handgriffe bei der Schafſchur und Sympathiemittel gegen die Drehkrank⸗ heit behalten; wo die Schafe aber herſtammen, ob ſie mit den Ziegen verwandt ſind, wie ſie ſich in den verſchiedenen Erdtheilen arten, ob und wo man ſie ſchon im Alterthum gepflegt hat, wie lange ſie unſern deutſchen Urvätern bekannt ſind, wie ihre Geſtalt ſich durch das Klima verändert,— von allen dieſen Thatſachen wird man wenig Kenntniſſe wahrnehmen, und doch ſind gerade dieſe Fragen die wirklich intereſ⸗ ſanten. Gleich dürftig würden die Antworten in Be⸗ zug auf Rind, Pferd, Hund oder Katze ausfallen, und wendet man ſich gar zu dem Federviehhof, ſo giebt dieſer mit ſeinen verſchiedenen Geſchlechtern den dunkel⸗ ſten Vermuthungen Raum.
Jetzt machen Sie aber einen kühnen Sprung und gehen Sie auf den Löwen, die Hyäne, den Vogel Strauß oder meinetwegen auch auf die ſurinam'ſche Kröte über. Sie werden die Zungen gelöſt finden. Jeder weiß Vieles und Mancher Alles darüber. Es ſtellen ſich ordentliche Biographien heraus, und man iſt mit den Charakteren ſolcher Beſtien mitten im Wüſtenſande ſo bewandert, wie in der Stube mit den Launen des eigenen Affenpinſchers.
Man muß es geſtehen, die gebildete Geſellſchaft weiß oft wenig von dem, was ihr nahe liegt, und ſehr viel von dem, was ſie direcr nichts angeht.
Erfreulich iſt es, daß zu den Abhülfen dieſes Uebelſtandes auch die Richtung gehört, welche Brehm in ſeinem illuſtrirten Thierleben bei vorkommenden Gelegenheiten einſchlägt.
So dankenswerth die Nachrichten unterhaltenden Erzählungen von auswärtigen Thier⸗
racen ſind, ſo verdienen doch die über die einheimi⸗ ſchen mit demſelben Intereſſe geleſen zu werden. Ja, die ſpannende und auf das realiſtiſche Factum ausgehende Darſtellung iſt der Art, daß ſie den Bei⸗
fall aller Kenner und Laien finden muß.
Die letzten Hefte des ſchönen Werkes gehen ſehr jeden Geſchmack entſprechend ſein, umfangreich auf unſere Hausfreunde, Hund und ihn von einer Süßigkeit gefunden,
Katze, ein.
Zeitung.
Was die Frage über die eigentliche Urrace der Hunde anbelangt, ſo erſehen die Leſer, daß dieſe nicht einmal annäherungsweiſe zu löſen iſt. Man hat mehrere wilde Hundearten beobachtet, die man nicht verwilderte nennen kann. Doch keiner will als Ur⸗ ahn unſeres an Arten ſo verſchiedenen Hundes paſſen. Ebenſowenig der Wolf, Schakal oder Fuchs. Hier bleibt alſo ein unerklärlicher, über die Geſchichte hin⸗ ausgehender Hintergrund, der ſich bei anderen Thieren nicht vorfindet. Im Uebrigen bieten Brehm's Hefte
und höchſt
jetzt das ganze Katzengeſchlecht dar, und die phantaſti
ſchen, graziöſen Geſtalten der Tiger, Leoparden, Pan⸗ V ther, Luchſe ziehen, geſtützt durch treffliche Abbildungen, an uns vorüber.
Noch mehr mit den uns naheliegenden Thieren, nämlich ausdrücklich nur mit dieſen, beſchäftigt ſich ein anderes Werk, welches hier genannt zu werden verdient. Es iſt„Die Natur im Dienſte des Men⸗ ſchen“, von Friedrich Körner. In dem neuen Bande werden Sie recht lebendige Schilderungen über Pferd, Eſel, Rennthier, Kameel, Rind u. ſ. w. finden.
Auch das überaus ſchmackhafte und deswegen für den Menſchen ſo angenehme Thier, welches Moſes für zu ſchwer verdaulich hielt, und der Kanarienvogel, dieſes zum Hausfreund gewordene zierliche Geſchöpf, deſſen gegenwärtige Gattung eigentlich keine Natur⸗ heimath mehr hat, da ſie ein Product der Kunſt iſt — liefern eine intereſſante Skizze. Daneben nimmt ſich auch das Lebensbild der Gans und Ente recht gut aus, und die Biene und Seidenraupe dürften vielleicht durch ihre Beſchreibung manchen Liebhabet zur Zucht anregen. Seitdem die Menſchen es immen mehr gelernt haben, den Fleiß der Biene bis zu höchſten Proſa nachzuahmen und die Haſt der In⸗ duſtrie mit einem wirklich giftigen Egoismus zu trei⸗
ben, iſt die Cultur dieſes Thieres ſelbſt in vielen e
Gegenden vernachläſſigt. Es gehört nänlich Zeit zu dieſer Pflege, und unſer Landmann, Gärtner und V Vorſtadtbewohner haben keine Zeit mehr. Ich glaube die wilden Bienen transatlantiſcher Länder liefern uns das meiſte Wachs für die großen Feſtbeleuchtungen der katholiſchen Kirchen, die ihren dunkelſten Heiligen
oft die meiſten Lichter centnerweiſe aufſtecken.
Intereſſant iſt es, zu erfahren, daß die Provin Attika in Griechenland jährlich immer noch 300,000 Pfund Honig ausführt. Schon bei den alten Griechen war bekanntlich der Honig vom Berge Hymettos 1 Er iſt es noch, jedoch dürfte er nicht für ich wenigſtens hake die etwas ſtecherd In den orientaliſchen Serails lieilt
rühmt.
Widerliches hat.
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