Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
793
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Theile plötzlich das Gefecht eingeſtellt und ſtehen ſich, mit Gewehr beim Fuß, friedlich gegenüber.

Das Räthſel wird ſich gleich löſen, rief Nettel⸗ lbeck, auf einen entfernten Punkt zeigend,denn wenn ſich nicht irre, naht dort ein Parlamentair, der noch won einer andern Perſon begleitet iſt.

Er will uns wahrſcheinlich zur Uebergabe auf fordern, ſagte Gneiſenau,aber da hätte er ſich den Gang erſparen können, denn die Antwort, welche ich ihm zu ertheilen gedenke, wird ihm wahrſcheinlich nicht ſehr erbaulich klingen.

Wenigſtens wird es ſicherlich kein Becomplimen⸗ tiren und Händedrücken geben, wie dies im März bei Herrn von Loucadou der Fall war, als es den Fran⸗ zoſen einfiel, ebenfalls einen ſolchen Parlamentair in einer mit vier Pferden beſpannten Kutſche und in Begleitung von Nobelgardiſten und Trompetern zu uns zu ſenden.

Nein, Jener dort geht ganz beſcheiden zu Fuß, ſagte heiter Gneiſenau, und das Perſpectiv wieder an's Auge ſetzend rief er plötzlich:

Aber was iſt denn das, meine Herren?.. Ge⸗ ſchehen Wunder oder täuſchen mich meine Augen?. Ei, ſo nehmen Sie doch einmal das Glas, Nettelbeck, und ſagen Sie mir, ob ich recht ſehe.

Sie haben Recht, ſagte Nettelbeck, nachdem er einen Augenblick ſcharf ausgeblickt hatte,der Beglei⸗

ter der Franzoſen iſt ein preußiſcher Officier, und ich glaube ſogar den Lieutnant von Holleben zu erkennen,

pelcher erſt vor einigen Wochen mit einer Abthei⸗

lung Kriegsgefangener zur See nach Memel gegan⸗ gen iſt.

Er winkt mit einem Taſchentuch, rief einer der anweſenden Officiere;er ſcheint uns alſo wahr⸗ ſcheinlich gute Nachrichten zu bringen.

Wir werden das Geheimniß bald erfahren, ſagte Gneiſenau, dem preußiſchen Officier erwartungs⸗ voll entgegen tretend, welcher, ſeine Begleiter weit hinter ſich laſſend, die Baſtion mehr hinauf flog als ging. Was bringen Sie uns? rief ihm Gneiſenau ſchon von Weitem entgegen.

Friede! Colberg iſt gerettet! tönte es aus dem Munde des Befragten, und im nächſten Augen⸗ blick ſtand er athemlos in dem kleinen Kreiſe.

Friede! Colberg iſt gerettet! wiederholten ſämmtliche Anweſende, und Freudenthränen traten in iyre Augen, und im nächſten Augenblick lagen ſie ſich

woll Rührung in den Armen. (Schluß folgt.)

Publicum, beſonders das deutſche,

landes zu Hauſe.

Folge. 793

Literariſche Briefe von Otto Banck.

Illuſtrirtes Thierleben Hildburghauſen, Meyer's Inſtitut. Die Natur im Dienſte des Menſchen. Von Friedrich Körner. Leipzig, bei Bernhard Schlicke. 1864.

Der gefällige, für alle Laien fruchtbare Anbau der Naturwiſſenſchaften verbreitet ſich immer mehr und mehr, und wenn Sie denſelben verfolgen, ſo werden Sie wahrnehmen, daß er ſich weſentlich dem Entfernten, Unbekannten, der populären Urbarmachung von der wiſſenſchaftlichen Erkenntniß fremder Erd⸗ theile und Länder zuwendet.

Dieſer Verlauf iſt natürlich, denn für den Men⸗ ſchengeiſt hatte und hat immer das Weitabliegende einen beſonderen Reiz. Die Phantaſie webt darüber ihre Zauber hin, die um ſo romantiſcher werden und wirken, ſobald der Gegenſtand ein noch nicht völlig erklärter iſt. Als ein ſolcher ſteht er den heimiſchen Dingen ziemlich pittoresk gegenüber.

Aber es iſt unrecht, wenn dieſe darüber vernach⸗ läſſigt werden. Nur wer ſie mit gleichgültigem Blicke betrachtet, dem erſcheinen ſie unbedeutend, monoton und langweilig. Wenn einer unſerer Antipoden zu uns kommt und mit geiſtigem Intereſſe ausgerüſtet iſt, ſieht er ſie mit ganz anderen Augen an. Er hat einen unbefangenen Sinn, und dieſen ſollten alle Ge⸗ bildeten auch für das Alltägliche, das ſogenannte Ge⸗ wöhnliche behalten.

Immer muß man daher erfreut ſein, wenn lite⸗ rariſche Erſcheinungen auftauchen, die im Reiche der Natur das Einheimiſche aus der Dämmerung hervor⸗ ziehen.

Es klingt ſonderbar, doch man darf mit Recht ſagen: aus der Dämmerung, denn nicht ſelten iſt das beſſer in manchen Theilen Amerikas, als in manchen des eigenen Vater⸗ Die Pädagogen und Schriftſteller

von Brehm.

haben dieſe verkehrte Unterrichtsmethode eingeſchlagen.

Man mache ſich zur Probe das Vergnügen und frage Perſonen aus gebildeten Kreiſen, gleichviel, ob ſie dem männlichen Geſchlechte oder der jungen Damen⸗ welt angehören, nach der Naturgeſchichte der Ziegen, und man wird über die dürftigen Antworten erſtaunen müſſen. Allen iſt dieſes Thier ſo ungemein bekannt,

daß keiner etwas Ordentliches darüber zu ſagen weiß. Höchſtens wird der Oekonom den Werth, die Fütte⸗

rung und die Lebensweiſe dieſes nützlichen Geſchöpfes

kennen, von dem er ſchon als kleiner Bube geſtoßen oder

als Reitpferd getragen worden iſt, und deſſen Milch viel⸗

leicht irgend einem kranken Mitglied ſeiner Familie

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