Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
783
Einzelbild herunterladen

whacſin

ts J denſaln eine n tödllc Aulle, alt ene extactus ete

5 preußiſchen

aanntlich nich zu mußten ſich zurie nden Feinde wa ehatte das litzeu Szur Deckung ein ct zu beſteze ie Escadrons di ttwas zurüche

legiment ſein e⸗ Chef, Genen ebefohlen hatt Major Plate Keiner. 70 erwiderte Phete nd zu ihnen ſa heraus und raut

ſchmauchte ſon eKugelſaat ſie en von dem

Najor Platen ri Stelle.

Die Fat das Mgiment t

durch welchen d

ndgemein gewotde ) dann du

den lez. J an und ſch

rr Maj or, waro.

uns im Vernt,

dle es uns an 60

ugen Sie ſich flt

wuth t vegzutein es die Arrieregu

ie Franz oſen ſte urüchehen. E⸗ laxer noch inn

m Re Wim nente! h 4 h en A

Vierte Folge.

Migsrellen.

Man erinnert ſich, daß die bekannte Dubarry, unklug zenug, aus England nach Frankreich zurückgekehrt und ſo⸗ zleich arretirt worden war. Bald nachher fand ſich ein ir⸗ kändiſcher Geiſtlicher bei ihr einIchswerde Sie retten, Madame, nur bedarf es einer Summe Geldes, womit uran den Stockmeiſter beſtechen und die übrigen Koſten be⸗ ſtreiten kann! Die Dubarry fragte ihn, ob er wohl zwei Perſonen zugleich zu retten im Stande ſei. Er verneinte es,

denn ſein Plan laſſe nur die Flucht einer einzigen zu

Nun gut ſagte die Dubarryſo retten Sie mir lieber die Dücheſſe von Motemart, deren Leben mich mehr

als das meinige intereſſirt. Sie iſt zu Calais verſteckt,

tilen Sie dahin ſo ſchnell es möglich iſt. Hier haben Sie eine Aaweiſung auf einen Banquier. Sie können verſichert ſein, daß er Sie honoriren wird! Vergebens ſuchte ber Geiſtliche Madame Dubarry eines andern zu bereden,

ſand ſie unerſchütterlich. So empfing er denn das Geld, eilte nach Calais, ſuchte die Dücheſſe auf, verſchaffte ihr einen gemeinen Weiberanzug, und machte ſich mit ihr zu Fuße auf den Weg. Ward er angehalten, ſo hieß es:Ich bin ein braver geſchworner Prieſter, und das iſt hier mein Eheweib! Auf dieſe Art kam er mitten durch die Armee hindurch, erreichte Oſtende, und ſchiffte ſich mit ſeiner Begleiterin nach England ein. Was die arme Dubarry anlangt, ſo ward ſie

lald nachher, wie die Uebrigen, guillotinirt.

Kleine Kritiken.

Deutſcher Volkskalender von Cornelius. Hamburg, Robert Kittler.

Es gehört dieſer Kalender zu denjenigen, welche neben dem praktiſchen Gebrauch zu einer allgemeinen Unterhal⸗ zungslectüre hergerichtet, alſo deshalb nicht an eine beſtimmte Feit gebunden ſind.

Außer verſchiedenen Kleinigkeiten finden ſich darin von Dr. Cröger Aufſätze über den Sternhimmel und über Bardewiks Blüthe und Untergang. Alle Artikel ſind auf uurzweilige Belehrung berechnet, und die zahlreichen Illuſtra⸗ ionen gehören theils einem ernſten, theils einem humoriſti⸗ ſchen Genre an. O. B.

Das Wahrzeichen von Tübingen. Von Max Eifert. Tübingen, Oſiander'ſche Buchhandlung.

Schon in dritter Auflage liegt dieſe Erzählung aus dem 15. Jahrhundert vor. Sie gründet ſich auf das Wahr⸗ ſeichen eines Geräderten an der Tübinger Stiftskirche, wii hhes noch heute zu ſehen iſt.

Der Verfaſſer geht in ſeiner Darſtellung, die manchen Lefer ſpannen wird, auf den Geiſt und die Specialgeſchichte der Vergangenheit ein. Der Vortrag iſt leicht und fließend.

O. B.

Ausgewählte Luſtſpiele von Auguſt Kotzebue.

eipzig, Eduard Kummer. 1863.

Um den vielen Liebhabertheatern, und ſagen wir auch den Abonnenten der Leihbibliotheken, in wohlfeiler und eleganter Arsſtattung Manches von den unverwüſtlich wirkſamen Ko⸗ n dien Kotzebue's darzubieten, iſt dieſe Edition eine paſſende Erſcheinung. Die Auswahl, welche auf ſieben Bühnenſtücke ſelallen iſt, wird den Meiſten willkommen ſein und umfaßt

4

783³

ſo ziemlich die weſentlichen Elemente des Humors und der individuellen Art und Weiſe des Dichters.

Die Mängel Kotzebue's ſind bekannt wie ſein Talent. Neuere Luſtſpieldichter aber könnten die Kürze und Natür⸗ lichkeit ſeines Dialogs wahrlich nicht genug ſtudiren.

O. B.

Ein Schwanenlied der Romantik. bert Hamerling, Prag, Verlag von Kober.

Von Ro⸗

Ihr ſagt:Mag ſchwinden der Künſte, der Dichtung ſpie⸗ lende Luſt, Aufſtehn zu neuem Leben die Völker ſelbſtbewußt;

Der Staaten Macht und Ordnung, der Stämme Kräf⸗ tigung,

Iſt aller Ziele höchſtes und macht die Menſchheit wieder jung!

aber ſag' Euch: Herrlich ſind Einheit, Größe, Macht Den Völkern; doch vergebens entfal 8 ſie ihre Pracht, Wenn Ihr den Götterfünten nicht in der Seele hegt, Wenn inneren Verderbens Keim ſi in den Herzen regt.

Wollt Ihr Euch noch betrachten ſolch Muſterbild der Zeit? Am Strand der Seine blühet ſeine Herrlichkeit.

Da lebt ein Volk, das einig und ſtark und ruhmberauſcht, Und deſſen Liebenspulſen die halbe Welt in Spannung lauſcht.

Wie muß der Menſchheit Blume gedeih'n zu hohem Ruhm

In ſolchem Lande! Wär' es nicht alles Schönen Heiligthum?

Und doch da klingt die Parole: Gold und Genuß!

Und nach des Lebens Früchten greift wild die Gier des Tantalus.

Ein hohes Ziel nur giebt es, das iſt die Million! Und wer es kühn errungen, als neuer Salomon

Ruft er: Die Welt iſt eitel und Alles iſt ein Traum Außer Phrynenbuſen und ziſchendem Champagnerſchaum!

Im goldgeſchmückten Prunkſaal ſchlägt ihr Pfauenrad

Blitzäugig die ſchimmernde Hoffahrt; die Dirne geht in Staat.

Keine Mutter giebt es; in Prunkgemächern ſchwül

Und üppig bläht die Schande ſich buhleriſch auf ſammt'nem Pfühl.

Um ſchimmernde Juwelen verſchreibt das ſchönſte Weib

Einem grauen Buhlen freudig ihren Leib,

Und ihre Seele der Hölle. Die Frechheit blickt mit Spott

In's Angeſicht der Tugend, bis dies vor Scham wird blu⸗ tigroth.

Ich habe das ganze Gedicht, welches einen geſchloſſenen Abſchnitt des Epos bildet, hierher geſetzt, um durch dieſes Belſpiel mit einem Male die Mängel und Vorzüge des Wer⸗ kes klar zu machen.

Man wird gleich ſehen, wenn man ſich die Fadheit der üblichen modernen Lyrik vor die Seele ruft, daß es ſich hier um eine beachtenswerthe Ausnahme handelt, indem nicht nur eine ideale Tendenz, ſondern auch, was viel ſeltener und ſchwerer zu haben iſt, wirkliche Gedanken in dieſem mit voller Wärme geſchaffenen Product heraustreten.

In demſelben Grade nun, wie hier Ideen und frucht⸗ bare, auf Erkenntniß beruhende Grundanſchauungen walten, vermißt man mit Vergnügen die äußerliche Spielerei mit ſchmachtenden lyriſchen Stimmungen und mit einer wohlfei⸗