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des immer zu erhalten und, wenn er gewichen und durch Uebercultur, durch Weichlichkeit, durch charakter⸗ ſchwachen Kosmopolitismus verblaßt iſt, nach Kräften wieder zu erwecken ſuchen.
Dieſer ehrenhafte Sinn der Mütter bildet die eigentliche Kraft, den wahren Patriotismus jedes Volkes, denn er geht als ein heiliges Erbtheil der Erziehung auf die Söhne über und macht das Vater⸗ land unantaſtbar gegen jede fremde Gewalt. Wäre dieſer Zauberbann, dieſe Feſtung, die über den gan⸗ zen heimathlichen Boden erbaut ſein ſollte, nicht ge— brochen geweſen, Napoleon würde niemals als Ero⸗ berer in unſeren Gauen gehauſt haben, kein theueres Stück Erde hätte je können davon abgeriſſen werden.
Möchte doch der jetzt mehr und mehr erwachende
Zeitung.
für die auf Einheit gegründete Selbſtſtändigkeit Deutſchlands auch mit Begeiſterung von den Frauen erfaßt und in den geiſtigen Herzensgrund der Familie eingepflanzt werden als ein fruchttragendes Samen⸗
ſein, wenn ſie zugleich charakterſtark, nur dann ge⸗ winnbringend, wenn ſie zugleich aufopfernd iſt. Und nie und nimmer ohne die Kraft der Mütter erblüht ein hoffnungsvolles Geſchlecht.—
ten, durch einige Beiſpiele ſehr ausgezeichneten Nonnen⸗ klöſtern beſprochen und die Zeit der fränkiſchen, ſächſte ſchen und höoͤhenſtaufiſchen Kaiſer, der großen Ottonen. und Friedriche betrachtet hat, giebt er im Anhang, noch einige Beiſpiele altdeutſcher Frauenbriefe unde Frauendichtungen. Sie verſetzen in jene Zeit, wo⸗
Sinn für die Zuſammengehörigkeit, für das Geſammt⸗ wohl, für die auf Menſchenrecht beruhende Verfaſſung,
der Glaube der einzige Hebel des Geiſtes war.
Ieeuuilleton.
Ein Gelehrter auf dem Schlachtfelde.
Der franzöſiſche Befreiungskrieg, an den wir uns ſeit einiger Zeit patriotiſcher als ſonſt zurückerinnern, ſucht eigentlich noch ſeinen Specialgeſchichtsſchreiber, der auch auf die ein⸗ zelnen Epiſoden gehörigen Nachdruck legt. Es fehlt nicht an intereſſanten Momenten derſelben. Einen ſolchen finden wir auch in der Schlacht bei Großgörſchen.
Profeſſor Steffens, welcher ſich alle Mühe gegeben hatte, am Tage der Schlacht in's Hauptquartier zu gelangen, erzählt uns in ſeinen„Erlebniſſen“ Folgendes:„Der Tag fing an zu dämmern, ich glaubte in weiter Entfernung Trup⸗ pen zu ſehen; unkundig wie ich war, wußte ich nicht, ob es Feinde oder unſre Truppen wären, aber ich
lange Front bildete.
dieſe in ihrem Fortſchreiten zu hemmen.
geliehen, wieder abverlangt worden, und
Secunden lang vergebens verſuchte, das Th zu entfernen.
Scharnhorſt.
ritt gerade auf
ſie zu und erreichte ein großes Feld, welches ſich allmählich erhob. Hier entdeckte ich preußiſche Infanterie, die eine Wie es zuging, weiß ich durchaus nicht, aber plötzlich ſtand mein Pferd vor der Front und drohte Ein anſehnlicher Officier, dem der ſeltſam berittene Mann wohl auffallen mußte(ſein Pferd war ihm von Scharnhorſt, der es ihm ſo mußte er ſich mit einem elenden Ackergaul begnügen), trat drohend auf Attaque erhielt ich von Gneiſenau einen Auftrag an Genern mich zu und rief mir entgegen:„Was Teufel haben Sie hier zu thun?“ Man hatte mir in Altenburg den General York gezeigt, und voll Schrecken erkannte ich ihn; nur dunkel erin⸗ mir wie verwirrt und wie mit einem nere ich mich, wie ich in der höchſten Verzweiflung einige ier von der Front nenfieber befallen. Ich fand indeſſen Wittgenſtein, richtet als ich zurückritt, das Detache⸗ ng⸗
Nur dumpf klang das Schelten des Generals noch nicht an deu
mir in die Ohren; wie ich fortkam, weiß ich noch nicht. Nach langem Herumreiten und Nachfragen fand ich endlich „Halten Sie ſich an mich,“ ſagte dieſer, und Lieutenant Greulich, einer ſeiner Adjutanten, hatte die Güte,
mir das Pferd eines ſeiner Packknechte zu überlaſſen. 68 ging gegen Mittag. Die Schlacht fing an, Kanonendonnir ließ ſich allenthalben hören, aber den Feind konnte ich nir⸗
gends entdecken. Der Feind ſtand vor den Häuſern diß Dorfes Großgörſchen, Cavallerieattaque von unſerer Seilte fand ſtatt, und ich
V Dem Prinzen Wilhelm ward ſein Pferd unter dem Leibe er⸗ ſchoſſen. Der Angriff ward zurückgeſchlagen. Wie ich in
die Attaque hinein⸗ und wieder herauskam, wußte ich nicht,
Zweierlei iſt mir aber im Gedächtniß geblieben. Das Eine
war der Eindruck, den das Kartätſchenfeuer des Feindes auf
mich machte. Es war mir, als kämen die Kugeln von allen
Seiten in dichten Maſſen, als müßten wir Alle getroffen ſein,
als wäre ich in ſtarkem Regen gegangen, ohne naß zu werden.
Ich kann indeſſen nicht ſagen, daß ich mich von Furcht übel⸗
wältigt fand; das Ganze ſchien mir mehr ſeltſam abſondel⸗
Das Zweite, was mir auffiel, war der
Der ſchöne, jungt
lich als ſchrecklich. damals 30 jährige Prinz Wilhelm. Mann, der gewandte
mit dem angeſtammten Muthe des königlichen Hauſes, ruſſg um ſich blickend, im Kugelregen ritt, iſt mir als eine höchſt Nach del
angenehme Erſcheinung unvergeßlich geblieben.
Wittgenſtein. Ich ritt fort, ich ſah um mich, ich wußte nicht
wo ich Wittgenſtein finden ſollte. fühlte ein dunkles Erbeben, ich war offenbar von dem Kano
meinen Auftrag aus und traf, ment meiner eigenen Freiwilligen, die
Kampfe theilgenommen, aber den Befehl Augenblick erwarteten. Ich erzählte mit der unter Umſtänden ſo natürlichen Lebendigkeit,
um Angriff jede 6 ſolche
korn für eine nahe Zukunft. Sie wird nur dann ſchön
Nachdem der Verfaſſer das Treiben in den gebilden
war auf einmal mitten im Kugelregen.
Reiter auf einem ſchönen Pferde, den eer
Alles um mich her ſchien Schleier bedeckt. Idh
was ich erlebt hatten
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