e Abthei d führte— „Perſonen ſich ihnen d anter fanden daſten von h ſuchten ſch die zunächſte t, welcher ne n. Dragoner! gerechnet— löbniß abgel mit dem Fal und ſich entwe zuſchlagen, in der Hand k günſtig ge Narſch fortgeſ ungt, und jen aäherten, un denn hier hof eiteres Ziel
Werdau ger eite Ebeue ii thatten,„eig wir noch age bekäuen, ſei heiner bedi⸗
dagegen,“
6 Tone,„ob ziccht vorhon
end,„wenn n es wenigf
Vierte Folge.
ſhrie Werdau;„Strolche, welche auf eigene Fauſt Krieg führen und hier Beute wittern!“
„Vorwärts alſo!“ rief Rothenſee, ſeinen Säbel ſehend, während ſeine Gefährten ein Gleiches thaten.
„Die Sache fängt an verwickelt zu werden,“ ugte einer der Dragoner,„ſehen Sie nur einmal, herr Lieutenant, auch da auf der linken Seite lüͤhrt'’s ſich.“
„Meiner Treu, Sie haben Recht,“ fiel Rothenſee iim,„auch da links kommt eine Kutſche angerollt, nelche gleichfalls von einigen franzöſiſchen Reitern derfolgt wird.“
„Nun,“ rief Werdau,„ſo bleibt uns nichts ande⸗ ſes übrig, als unſere Streitkräfte zu theilen. Drei ſegen ſechs und zwei gegen vier, das, denke ich, wird ben ausreichen, um mit den Herren Franzoſen fertig u werden.“
Mit dieſen Worten warf der junge Mann ſein Pferd ichts herum und ſprengte, von zwei Dragonern ge⸗ ilgt, mit verhängten Zügeln nach der Spitze des baldes, wo das Fuhrwerk hielt, aus deſſen Innerem ſeben der Angſtruf einer weiblichen Stimme ſein Ihr erreichte.
Graf Rothenſee dagegen wendete ſich links und ffog mit ſeinem Begleiter der Karoſſe entgegen, die elig fortrollte, während zu ſeiner nht geringen Ver⸗ minderung plötzlich ein Herr aus derſelben ſprang, de ſo ſchnell, wie ihn ſeine Füße tragen konnten, den 4 querfeldein nahm.
Als ſich die ſechs Freibeuter rechts ſo plötzlich uggegriffen ſahen, ließen ſie von ihrem Raube ab und anchten Miene ſich zu vertheidigen.
Ein halbes Dutzend Schüſſe fielen, die aber bei r Eile, mit welcher ſie abgefeuert wurden, ihr Ziel ver⸗ ſallten. Deſto ſchneller ſaßen aber den Räubern die preu⸗ ſichen Klingen im Nacken, welche diesmal wie Flam⸗
an über ihnen zuckten und jeden bei Jena und
1b verfehlten Hieb hier nachzuholen bemüht en. n
Nach einem Kampfe von wenigen Minuten war 6 Gefecht entſchieden; die Franzoſen hatten ſich riden Wald zurückgezogen und zwei ihrer Cameraden 1 Todte auf dem Kampfplatze gelaſſen.
„Jetzt wollen wir doch ſehen, wen wir eigentlich
efrit haben,“ ſagte Werdau, vom Pferde ſpringend
4 d ſich dem Wagen, welcher mit einem einfachen
d 6 Snck Leinwand überzogen war, nähernd.
Mit dieſen Worten ſchlug er das Verdeck zurück,
in 1 „ſiß aber ſofort einen Ruf der Ueberraſchung aus
arh ſtammelte:„Hedwig!.. Sie hier, Hedwig!.. Um
Himmelswillen, ſo antworten Sie doch, Mademoi⸗
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ſelle!.. Gerechter Gott, ich glaube ſie ſtirbt, wenn ſie nicht ſchon todt iſt!“
Die tiefe Bewegung, mit welcher der junge Mann dieſe Worte ausſtieß, und die Angſt, welche ſich auf ſeinem Geſicht ausdrückte, bewieſen zur Genüge, daß das Bild des jungen Mädchens, ſeitdem er Berlin verlaſſen, in ſeinem Herzen nicht erloſchen war und daß ſeine Gedanken mehr als einmal nach der Char⸗ lottenſtraße in die Wohnung des Kanzleiraths zurück⸗ gekehrt ſein mußten.
Hedwig lag mit geſchloſſenen Augen, ohne ein Lebenszeichen von ſich zu geben, in dem Fuhrwerk, wäh⸗ rend ein alter Mann neben ihr ſaß, der ſtarr vor Schrecken ſie mit hülfloſen Blicken betrachtete, gleich⸗ zeitig aber auch ein Bündel Papiere krampfhaft an ſich drückte.
Als unſer Bekannter jetzt, von dem eben beſtan— denen Kampfe noch aufgeregt, ſeinen Kopf zum Wagen hineinſteckte, ſtammelte der Greis:
„Meine Herren, ich führe keinen Krieg mit Ihrem
Kaiſer... Ich bin der Kanzleirath Gotthelf, Beam⸗ ter des Königs und in Dienſtgeſchäften auf Reiſen. Das Reglement beſagt...“
Der Kanzleirath wollte in ſeiner Rede fortfahren, an deren Wirkung er gar nicht zweifelte, ſeitdem er ſich als Beamter zu erkennen gegeben und den ver⸗ meinten Feinden das Reglement unter das Geſicht gehalten hatte, als er durch die Stimme des jungen Mannes aus der Täuſchung, in welche ihn Angſt und Schreck verſetzt hatten, geriſſen wurde.
„Das Reglement und die Heiligkeit des Beam⸗ tenthums ſcheinen gegenwärtig etwas ſtark gelitten zu haben,“ ſagte unſer Bekannter, indem er ſich eines mitleidigen Achſelzuckens nicht erwehren konnte,„aber hier handelt es ſich gegenwärtig auch um ganz andere Dinge, und es ſcheint mir jetzt wichtiger für Ihre Toch⸗ ter zu ſorgen, als auf die Rettung des Actenſtückes, welches Sie da in Ihren Armen halten, Bedacht zu nehmen.“
„Es ſind Rechnungsbelege,“ entgegnete der alte Mann,„und ohne ſie kann der Etat für's künftige Jahr nicht feſtgeſtellt werden... Aber träume oder wache ich?.. Sie hier, Werdau?.. O mein Gott, die letzten Wochen haben Alles über den aufen ge⸗ worfen, und manchmal iſt es mir, als wenn ich meinen Kopf verloren hätte“— Der Karzleirath faßte hier⸗ bei unwillkürlich nach ſeinem Zopfe, während unſer⸗ Bekannter, nur mit Hedwig beſchäftigt, dieſe jetzt in ſeinen Armen aufrichtete und ihr beſorgt in das bleiche Geſicht blickte.*
Ihre Augen waren noch immer geſchloſſen, aber
bereits färbten ſich ihre Wangen wieder mit einem
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