Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
747
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Vierte Folge.

staaten in Schutzherrſchaft, Annexion oder Eroberung. die Mittel, welche man allmählich ſyſtematiſch für nieſes Reſultat aufwendet, werden mit den Phraſen Segen der Aufklärung,Theilhaftigmachung am heil des Chriſtenthums und was der ſchönen Worte ſehr ſind, ſalbungsvoll begleitet. Die Miſſionäre ſud leider nicht ſo oft die Pioniere der wahren Bil⸗ wung als die Vorläufer der Unterjochung.

Beſonders arbeitet man jetzt mit großem Eifer wran, ſich das Innere Afrika's zu einer Erwerbs⸗ ſuelle für Europa zu eröffnen. Das Land iſt freilich ſoch groß genug, daß ſich der galliſche Hahn und der lritiſche Löwe aus dem Wege gehen können. Auch indere Regierungen ſpenden pecuniäre Mittel dar, und kon dieſen kann man wirklich ſagen, daß es ziemlich eine Opfer für die Wiſſenſchaft ſind, denn dieſe Staaten werden materiell nicht viel Ausbeute davon inben, da ſich der vortreffliche Nameeuropäiſche hroßmacht bei einer praktiſchen Hopfen⸗ und Malz⸗ lobe gewöhnlich als ein leerer Schall erweiſt.

Dr. Eduard Schauenburg hat ſich in dem vor⸗ legenden Lieferungswerke die für das große Publicum öchſt intereſſante Aufgabe vorgeſteckt, die wichtigſten äntdeckungsreiſen beſchreibend darzuſtellen, wobei er gewöhnlich die Autoren ſelbſt ſprechen läßt oder aus üſren Werken den lebendigſten Extract auszieht.

Unter den älteren Reiſenden in Afrika ſind ei⸗ nige von größtem Gewicht. Der chevalereske, aber swas outrirte, in der Jägervirtuoſität ſehr aufgehende Sranzoſe Le Vaillant dürfte allen Leſern bekannt ſein; viel weniger der einfache Sparrmann, der vom Cap⸗ laud nach Norden vordrang und deſſen anſprechende, ſiſelnde Reiſeſchilderung die Leſer hier finden. Schon der berühmte Georg Forſter freute ſich über die unge⸗ dminkte Sprache und Wahrheitsliebe jenes Mannes, der nachher ſehr bald in den Hintergrund gedrängt vurde.

Ueber manche Erſcheinungen aus dem Natur⸗ feſche, beſonders der Thierwelt, bringt Sparrmann Beobachtungen und Nachrichten, die viel wahrſchein⸗ iher klingen, als die meiſten andern über den glei⸗ hin Gegenſtand. Sie ſind nämlich ohne theatraliſchen Bibehör und ohne die Schönmalerei der Uebertrei⸗ ſing. Viel dürften ſeine Worte wohl zur richtigen Stenntniß des Löwencharakters beitragen, der uns helte, da die Löwen ſeltner werden, immer npch eben do lebhaft und romantiſch intereſſirt, als er ſchon die lien Römer anſprach.

Der Löwe iſt, ſo verſichert Sparrmann, im Duchſchnitt ungemein feig, und es fehlt ihm in Ver⸗ ichung mit ſeiner Stärke wirklich an Muth; dies teinte ich aus einer Menge glaubwürdiger Erzäh⸗

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lungen und aus dem, was ich ſelbſt geſehen habe, beweiſen. Bisweilen zeigt er zwar eine außerordent⸗ liche Unerſchrockenheit, wozu ihn aber gewöhnlich nur der Hunger aufſtachelt. Da dieſes Thier außerdem gewohnt iſt, ſeinem Raube aufzulauern, ſo tödtet er ihn gewöhnlich ohne Schwierigkeit und zeigt dabei vielmehr Hinterliſt und Grauſamkeit als Großmuth. Weil er gewöhnlich nicht viel Widerſtand anzutreffen pflegt, iſt es kein Wunder, daß, wenn er dergleichen findet, er zuweilen ſo ſehr den Muth verliert, daß er ſich ſogar von Weibern oder Kindern durch Stock⸗ ſchläge von ſeiner Beute hinwegtreiben läßt. Ein glaubwürdiger Landmann, Johann Kock beim Seekuh⸗ fluſſe, erzählte mir, er habe bei einem Spaziergange auf ſeinem Felde unvermuthet einen Löwen angetrof⸗ fen. Als ein geſchickter Schütze habe er es ſich mit ſeinem zur Hand befindlichen Gewehr zugetraut, ihn ſogleich todtzuſchießen; er habe alſo Feuer gegeben. Zum Unglück aber ſei ihm nicht eingefallen, daß der Schuß alt und naß geworden, daher das Gewehr ſpät abgebrannt, und die Kugel neben dem Löwen in die Erde gefahren ſei. Hierüber habe er ſich ſo erſchrocken, daß er ſofort die Flucht genommen; da er aber bald außer Athem gekommen, und der Löwe ihn auf dem Fuße verfolgt, ſei er auf einen kleinen Steinhaufen geſprungen, und daſelbſt mit ganz hoch aufgehobenem Büchſenſchafte ſtill geſtanden, um ſich ſo gut als möglich zu vertheidigen. Ob dieſe Stellung und dies Benehmen es geweſen ſei, wodurch der Löwe muthlos geworden, wagte er nicht zu beſtimmen; er war aber doch ebenfalls ſtehen geblieben und hatte ſich, was noch ſonderbarer iſt, in einer Entfernung von einigen zwanzig Schritten vom Steinhaufen ruhig niedergelegt. Der Schütze hatte es inzwiſchen nicht wagen können von der Stelle zu gehen, zumal er auf der Flucht das Pulverhorn verloren. Endlich, aber erſt nach einer guten halben Stunde, war der Löwe aufgeſtanden und anfangs nur Schritt für Schritt und ganz leiſe gegangen, gleich als wenn er ſich hätte wegſtehlen wollen; wie er aber weiter geweſen, habe er angefangen aus allen Kräften zu laufen.

Am Tage und auf ebenem Felde können 12 16 Hunde einen Löwen recht leicht umbringen. Es iſt nicht nöthig, daß die Hunde ſehr groß und beſonders abgerichtet ſind; die Jagd läßt ſich mit gewöhnlichen Hofhunden in's Werk ſetzen. Wenn dieſe nämlich dem Löwen ziemlich nahe ſind, hält ihn ſein Stolz ab zu entfliehen, er ſetzt ſich alſo nieder. Alsdann laufen die Hunde um ihn herum und ſtürzen mit einem Male auf ihn los und ſind dann vermöge ihrer vereinigten Stärke im Stande, das Raubthier allmäh⸗ lich zu zerreißen, denn ſelten bekommt der Löwe Friſt,