Vierte Folge. 729
an„Und hoffentlich reichen wir uns nun auch als und u ſteunde die Hände,“ ergänzte ſein Gefährte, ihm die an dera ſechte entgegenſtreckend. 1 411 1 2„Jeder Groll ſei vergeſſen,“ ſagte unſer Held, ihre 8 iftig einſchlagend.„Ueberdies iſt es wunderbar,“ u ſin igte er hinzu,„ſo oft ich Ihnen auch als Gegner en megnete, ſo konnte ich doch dabei auch gleichzeitig 1 n ein Gefühl unterdrücken, welches mich wieder im te zurüc,) heheimen zu Ihnen hinzog.“ en das den„Alſo ſteht es feſt, daß wir Freunde werden ſol⸗ fügte der Andere hinzu.„Ihren Namen kenne verden ſen eß ſchon, was mich betrifft, ſo heiße ich Graf Ro⸗ goner, welc Uunſee.
„Nun alſo, Herr Graf, an mir ſoll es nicht lie⸗ ſein Kamf zn, mir Ihr Zutrauen zu erwerben. Und nun zu arf und gli:zoß und fort in's Weite, denn ich denke, tapfere
Ame wird der König auch noch ſpäter brauchen un, nich h chmmen.“ degann ſich! Die beiden jungen Leute ſchwangen ſich auf die eiff ſeinete Shenteten Pferde und jagten, ſich ihrem Glück und en geringen Terrainkenntniſſen überlaſſend, über elche dermn Schlachtfeld, welches mit ſeinen Verwundeten and Sterbenden bald hinter ihnen lag. „ Wobin nun?“ fragte Werdau, als ſie an einer er ihrem! e 4 1 affuete G selle angelangt waren, wo ſich zwei Wege trennten. „Rothenſee erhob ſich im Sattel.„Wenn ich a Päen e utit irre,“ ſagte er,„ſo muß ſeitwärts von hier Reh⸗ ſonſen liegen. Von dort führt unſer Weg über Cöl⸗ Un und Weißenſee, wenn wir nach Magdeburg ge⸗ langen wollen. Ich denke alſo, wir bleiben auf der etzt vollen Ainen Seite und ſchlagen die Richtung nach den Ber⸗ Iinan nn ein, vielleicht ſind uns auch ferner Glück und
9 ſall günſtig.“(ortſetzung folgt.)
Pferde,
wie der! ct wie miſ wit der K
1 Jakob Grimm. eSie könn
brige laſſen ſich auch raubte der Tod, der unerbittliche, grauſam, „ ich den edelſten Mann und den vortrefflichſten Fuanzoſe Freund;
wobei er ſun den Geſpielen der Knaben, den treuſten Gefähr⸗
1 ten der Jugend, einem beſi 3 den hochſtrebenden Mann, der ſo viel Ruhm
zur Erde ſich erwarb. en derm i St er bewegt mir die Bruſt, doch glänzen die Tage dem Sati der Jugend,
Du mich herzlich geliebt, in der Erinnerung auf. agte d 64 Pſe ich gedenke der herrlichen Worte, die oft Du ge⸗ nderen Thia w ſprochen,
1 d im trauten Verein, bald in dem Wechſel der iief Bendi Schrift;
Und Du lebſt mir noch fort, ich fühl' es mit inniget Rührung, Denn vergehen kann nicht, was ſich ſo geiſtig erhob. Dein gedenk' ich drum ſtets, ich ſtreue Blumen auf's Grab Dir, Unverwelkliche blüh'n über dem Grabe Dir auf. Dr. P. Wigand.
Tief drunten.
Tief drunten im blauen kryſtallnen Meer, Wo im Grunde verborgen die Perle ruht, Da wallen die Geiſter der Wogen einher, Da wohnen die Märchen, die Träume der Fluth, Da ſchimmert's wohl licht, wie Demanten klar, Da blitzt im Schilf der Koralle Glanz, Da ſtrählen die Nixen ihr grünes Haar Und flechten darein den Muſchelkranz. Doch hat kein ſterblich Auge geſchaut, Was im dunkeln Schooße die Tiefe hegt, Nur der Himmel allein, der darüber blaut, Mag ſagen, was ſich geheimnißvoll regt Tief drunten. ohl iſt Dein Auge ein blauer See, So hell und ſtrahlend, ſo klar und rein, Und die Seele faßt es mit ſüßem Weh, Taucht ſich mein Blick in Deinen hinein. Doch nimmer noch wurde mir offenbar, Was ſorgend drunten das Herz bewacht, Das Auge leuchtet ſo hell und klar, Doch unter dem Spiegel wohnt dunkle Nacht. O könnt' ich nur einmal hinab Dir ſehn In der Seele geheimnißvolles Gebiet, Ob wohl in den Träumen, die Dich umwehn, Mein Bild Dir zuweilen vorüber zieht, Tief drunten! 7 Guſtav Weck.
4 Literariſche Briefe von Otto Banck. Vaterländiſches Ehrenbuch. Schilderung der Zeit der Befreiungskriege. Von Eduard Groſſe und Franz Otto. Berlin und Leipzig, Verlags⸗ buchhandlung von Otto Spamer. 1863. Sie werden es mir nicht verdenken, ſondern Theil daran nehmen, wenn ich mich über jede nationale Beſtrebung von Herzen freue, denn ſo angenehm ſich


