venigſtens
ige Graf,
annt mach ſih durch; de Wette d böuſtatten, a lttelbar dan
Vierte Folge.
Id ſtand unbeweglich, mit dem von Todesbläſſe be⸗ ukten Geſicht, wie eine Statue von Marmor.
Herr von Rothenſee aber trat auf ihren Vater „ verbeugte ſich vor ihm und ſagte mit feſter, ent⸗ loſſener Stimme:
„Ich bin gekommen, um mir die Hand Ihrer zuchter zu erbitten, denn wir lieben uns ſchon lange git, und nimmermehr werde ich zugeben, daß ein An⸗
e 3 ttspraktikenn Pter zwiſchen uns tritt.“
arakter er be Banknote n de angemeſt
chte, fand u Auſſcrif
ffen, erbrach ge Zeilen, i worfen:
hewalt die H junker erzw n Schloſſe n. Komm! ſtandes, de
e Officier ſch jener feglen
garforcet ſöſſe und d he es ſich an gzimman e vor St angemeldet Augen alsi f nun noch zenigſten ern ihn trat, ſeinen Verſt
auf die Lih gZlick zu in ſucht gleichi
„ganz weiß
fferbank geſ Jficier nun Bauſt rini alls/ ſtnu Graf obel 1 m ix uf
1„une ztubllebl” g
„Mein Herr,“ rief Clotildens Vater, der ſich lmählich von ſeinem Erſtaunen erholt hatte,„Sie ugeſſen ganz und gar, was Sie der Etiquette ſchul⸗ ig ſind, und haben ſich nicht einmal bei mir anmel⸗ ſn laſſen.“
„Anmelden laſſen?“ entgegnete achſelzuckend der dfficier, indem er zugleich ſeine zornglühenden Blicke uf den Kammerjunker warf, welcher verlegen an ſei⸗ zen Manchetten zupfte,„glauben Sie wirklich, daß ſh noch Zeit gehabt hätte, in einem für mich ſo nichtigen Augenblick an eine ſo erbärmliche Kleinig⸗ it zu denken?— Hier handelt es ſich um meine ehd Ihrer Fräulein Tochter Zukunft— Clotilde iſt nwin, denn ſie hat mir ihr Herz aus freier Entſchlie⸗ fg geſchenkt, und wer iſt es, der es wagt, hindernd wiiſchen ſie und mich zu treten?!“
Der Kammerjunker hatte bisher geſchwiegen, am Bravour war eben nicht ſeine Sache; als ihm uſer jetzt Herr von Grünthal einen Blick zuwarf, in wilchem die unzweideutige Frage lag:„Nun, werden sie ſich nicht veranlaßt fühlen, hierauf eine Antwort ſugeben?“— da mochte er doch wohl erkennen, daß rſeinem Nebenbuhler nicht mehr gut ausweichen funte, und ſeinen ganzen Muth zuſammennehmend, undete er ſich jetzt zu dieſem und ſagte:
„Sie kommen etwas zu ſpät, Herr Graf, ich habe oben um die Hand des Fräuleins angehalten und ies väterliche Jawort empfangen.“
„Nun,“ rief Herr von Rothenſee, ſeiner nicht achr mächtig,„wenn ich nach Ihrer Meinung zu ſpät ſoume, ſo werde ich noch immer früh genug erſchienen ſen, um mich auf Tod und Leben mit Ihnen zu ſchla⸗ en. Sie ſind ein Zudringlicher— Sie beläſtigen Fräulein, welches von Ihnen nichts wiſſen will — kurz und gut, wenn ich Sie nicht auch noch für nen Feigling halten ſoll, ſo folgen Sie mir in den Park.“
Herr von Bohnſtädt erbleichte unvermerkt, die lernative, welche ihm geſtellt wurde, ließ aber kei⸗ dn Ausweg mehr, und er ſtand eben im Begriff, ſei⸗ un Nebenbuhler zu folgen, als Herr von Grünthal, nlher bisher ſprachlos dageſtanden und bei dem aſſen Auftritt ſeine ſteife, abgemeſſene Haltung bei⸗
727
behalten hatte, jetzt eine Bewegung nach vorne machte und mit der unerſchütterlichen Ruhe einer Autorität, die einen wichtigen Fall entſcheiden ſoll, ſagte:
„Zu meiner Zeit, als ich noch bei Hofe war, kamen auch derartige Dinge vor. Die Hand meiner Tochter erhalten Sie auf keinen Fall, Graf Rothen⸗ ſee, aber ich bin ein zu guter Edelmann, um nicht zu wiſſen, was man der Ehre ſchuldig iſt.“
Dabei trat er gemeſſenen Schrittes an den Schel⸗ lenzug, zog zweimal heftig daran und ſagte zu dem eintretenden Kammerdiener:
„Oeffnen Sie den Herren hier den Fechtſaal, ſie haben eine Kleinigkeit mit einander abzumachen.“
Und wirklich war auch die Kleinigkeit bald ab⸗ gemacht, denn die beiden Gegner ergriffen jeder einen Degen, und nach ein paar Gängen hatte der Kammer⸗ junker einen Hieb in den Arm und ließ den ſeinigen fallen, und der Graf ſchwang ſich wieder auf ſein Pferd und kehrte befriedigt in die Reſideng' zurück, denn Clotilde hatte nochmals in ſeiner Gegenwart mit der größten Entſchiedenheit erklärt, daß ſie nun und nimmermehr etwas von dem Kammerjunker wiſ⸗ ſen wolle, und der Vater hatte ihr darauf gedroht, ſie zu einer Tante, einem alten Stiftsfräulein, zu brin⸗ gen, welche ſie beſſern und ihr andere Gedanken bei⸗ bringen ſollte.—
* **
Es war eine feuchte, unfreundliche Octobernacht. Den ganzen Tag hatte die Sonne mit den Wolken gekämpft und nur zeitweiſe war es ihr gelungen, zum Durchbruch zu kommen.
Jetzt hullte ein düſteres Dunkel das Schlachtfeld von Auerſtädt ein, wo in wenigen Stunden der Ruhm Preußens, das Erbtheil Friedrich's des Großen, zu Grabe getragen worden war. Von der ſchönen Armee war nichts weiter mehr vorhanden, als ein Trümmer⸗
haufen, welcher ohne Führer, ohne einheitliche Lei⸗
tung, in wilder Flucht den Händen der ſie verfolgen⸗ den Sieger zu entrinnen ſtrebte.
An eine zerbrochene Lafette gelehnt, das blutbe⸗ fleckte Tuch um den Kopf gewunden, ſtand ein junger Mann in der Uniform des Ansbach⸗Bayreuthſchen Dragonerregiments, indem er verzweiflungsvoll vor ſich hinſtarrte.
„Das iſt ein ſchreckliches Ende,“ murmelte er, „und wohl dem, der dieſen Tag der Schmach nicht zu überleben braucht! Treues Thier,“ rief er, auf das zu ſeinen Füßen todt niedergeſtreckte Pferd bli⸗ ckend,„warum hat ſtatt deiner nicht mich die feindliche Kugel getroffen!.. Ja, ja,“ fuht er wild fort, auf einige in der Ferne vorübereilende Reiterhaufen bli⸗ ckend,„der Schrecken treibt euch von dieſem Ort des


