Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
697
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Vierte

u der GeJa, ein Gewaltſtreich war es, ließen ſich ver⸗ öſiſches Vuſſtiedene Stimmen vernehmen,und eine Schande deibt es, daß man Preußen ungerächt ſo etwas bieten

in der Suckunte! 15 emit bloßAlſo immer wieder halbe Maßregeln nichts weiter. halbe Maßregeln, ſagte ein unterſetzter Mann; enupn, wnmer zwei Schritt vorwärts und einen zurück, das

h ein u W die Politik, die nun ſchon ſeit länger als einem dohre befolgt wird.

Ein beifälliges Gemurmel bekundete den Anklang, wolchen dieſe Worte fanden.

Diesmal wird es aber wirklich Ernſt, bemerkte

jSnabif rief man

daß man d m intellig lgen9

uſchem der König verlangt, daß der Kaiſer ſeine

dem gemein ud dann, mei wir poffen,

der die von

dütt darauf eingeht So bleibt es abermals beim Alten, fiel hitzig 30Schwertfeger Sauerbrei ein.Hätten wir gleich

geiſenen g fangs das franzöſiſche Bündniß angenommen, ſo Von, vit dirden wir uns manche Schmach erſpart hanee jrngerUnd wahrſcheinlich auch die künftige Niederlage,

mt zum Kriege kommt, bemerkte Werdau.

1, NIDas iſt Verrath! riefen nunmehr die ruſſiſch

weuſt, thi zinnten,hinaus mit dem Verräther und mit allen

. aumnzoſenfreunden!

dinnus mt Und doch bleibe ich bei der Niederlage, ſagte

ue,s 3 azig unſer Bekannter.Die Officiere...

beilen geſto

Ein Schlag, den er von hinten erhielt, ließ ihn tet ausreden. Wüthend wendete er ſich um, die empfangene are aufgeriſleidigung zu rächen, aber bereits drängte und ſtieß g an den Tium ſich rechts und links von ihm, denn ein allge⸗ etier Tumult hatte ſich erhoben, und die ſchon längſt tteu Nachrict P einander erbitterten Parteien waren handgemein nling, indeitsrorden. bl u d nenait Unſer Held wurde hin und her geſchleudert und rief vsand ſich ſchließlich, ehe er ſich verſah, auf der leich neugichtaße.

Auch gut, ſagte er, ſeinen Hut zurecht ſetzend einmal mit Rd den Heimweg langſam einſchlagend;dieſer Abend 4 in geheimt mir eine Lehre ſein. So viel weiß ich nun, daß 1 gl an ſowohl auf dem Gebiete der Liebe, wie auf dem 4 awide Politik nicht ſo leichtgläubig ſein ſoll. Die Frauen vir, ui die öffentliche Meinung ſind beide launenhaft ſeder ywankelmüthig, beide wollen geſchmeichelt ſein, und

tfand.

ſirt?

dotte auf zr Gunſt dauert nur ſo lange, bis ein Anderer nadb

nd Anbadh dint, der ihnen beſſer den Hof zu machen verſteht. uln tirzuſc arſſeznn gf.

der Krieg d dieſen Gel

ereignet ſich beim Anblick großer Männer. iger Ferne überſchätzt man ſie oft, weiter ab erſchei⸗

dolge. 697

Literariſche Briefe von Otto Banck.

Denkwürdigkeiten aus dem Leben Jean Paul's. Von Ernſt Förſter. IV. Bd. München, Rohſold'ſche Verlagshandlung(ftüher Fleiſchmann). 1863.

Schwerlich werden Sie über die Frage je in's Reine kommen, ob die Zukunft unſere Zeit im Den⸗ ken und Dichten blos ſehr ernſt und realiſtiſch oder auch ein wenig grämlich und antipoetiſch nennen wird. Wir ſelbſt ſind ohne unbefangenes Urtheil über uns,

oder man ſollte ſagen, unſer Urtheil iſt wenigſtens k G 1 3 vorhin erwähnte neu hinzu gekommene Gaſt,ich nicht unbefangen genug, denn Befangenheit im Ur⸗

wiß es aus ſicherer Quelle, unſere Regierung hat 8, de and franzöſiſchen Kaiſer ein Ultimatum zugeſtellt, in

theilen hat und behält jede Zeit über eine andere, jede Zukunft über jede Vergangenheit. Sie entſchei⸗

det nur über die geweſenen Dinge uſtände und kuppen aus Deutſchland zurückziehe, und wenn er Andfe ge, Zuſß

Geiſter, indem ſie dieſelben mit den vorhandenen ver⸗

gleicht, und da ſie dieſe immer als eine Art Norm betrachtet, iſt ſie vorurtheilsvoll und parteilich.

Aber es iſt der Zukunft vermöge der Diſtanz

ihres Abſtandes wenigſtens eine frei allgemeine Ueber⸗ ſicht, ein Totalblick möglich, und er wird der Gerech⸗ tigkeit immer näher ſtehen, denn es täuſcht nicht ſo

lächerlich über die Höhe eines Thurmes, wenn man

ihn von weitem anſchaut, als wenn man von unten

an ſeinem Gemäuerwerk emporblickt. Er kommt einem dann viel höher, oder wenn man gar zu nahe daran ſteht, viel niedriger vor, als er wirklich iſt. Daſſelbe Aus mä⸗

nen ſie wieder im richtigen Maß; ihrer nächſten Um⸗ gebung, ihren Freunden, Verwandten oder gar Frauen, machen ſie gewöhnlich den Eindruck, als ob ſie nicht größer wären, als ſie und ihre Mittelmäßigkeit ſelbſt. Ja nicht ſelten kleiner zeigen ſie ſich dem proſaiſchen, immer mit der Lupe des Nahblicks bewaffneten Ih⸗ rigen, ſchon der vielen Schwächen halber, welche ſich immer mit der Erhabenheit als irdiſches Anhängſel verbinden und welche gewiß der werthen Frau Ge⸗ mahlin des Sokrates am lebhafteſten aufgefallen ſind.

Das beſte Mittel, um ſich über die Literatur der Gegenwart und ihren Geiſt etwas mehr als gewöhn⸗ lich klar zu werden, wird wohl immer bleiben, wenn wir den Weg einſchlagen, den die Zukunft beim Be⸗ urtheilen unſerer Tage einſchlägt: ſie vergleicht uns mit ſich. Unſere Gegenwart iſt nichts Anderes, als die Zukunft der Vergangenheit; ſie kann nur daſſelbe thun, indem ſie den früheren literariſchen Geiſt an⸗ ſchaut und den eigenen dagegen bedenkt.

Wenn hier auch ein ſolcher Rückblick nur ein partieller ſein kann, wenn er auch dem literariſchen Geiſte eines einzelnen Mannes nach einer einzelnen