ſi e Vierte ſo auffalend le er in th mit Roſalien wieder auf der Straße befand, ſagte i erſten g a Darzu dieſer: nie gedan„Ich hoffe, der heutige Abend hat Dir Freude neilſh ſennacht, und wenn ſich der unangenehme Vorfall mit dihrer ſtand Officier nicht ereignet hätte, ſo würde er ein allig ungetrübter geweſen ſein.“ dentend da„Nun, den hätteſt Du ja vermeiden können,“ erſten Nangengegnete das junge Mädchen ziemlich übellaunig, in ſtrahlenddurch Deine unberufene Einmiſchung haſt Du erſt tiefer Seufeht die Aufmerkſamkeit der Leute auf uns gezogen.“ mehr als„Wie,“ entgegnete Werdau gereizt,„das nennſt dert und audi eine unberufene Einmiſchung, und Vorwürfe wer⸗ Dabei kele mir zu Theil, wo ich eine Anerkennung zu finden dem Platz zufte? Ueberlege Dir noch einmal, was Du geſagt „und ein hſt, und dann ſei gerecht genug, mir Abbitte zu ihre Lippechun.“ „Keineswegs. Ich habe dem Officier ſchon längſt es beſondergnziehen.“ „Und mir dagegen willſt Du zürnen?“ beiden jung„Nun, ich zürne Dir gerade nicht,“ entgegnete welcher ſie Pſalie kurz, indem ſie ihre Schritte beſchleunigte, währen d bher das muß ich Dir doch bemerken, der Unterſchied er lebhafthiichen dem Grafen und Dir iſt der, daß Erſterer at feiner gebildeter Mann durch eine höfliche Ent⸗ Abetildigung ſeine Uebereilung wieder gut gemacht hat,
u des Grafe
Doſem J
und Uashtend Du, als ein vorlauter Poltron, die Aufmerk⸗ urde V 1u anteit des Publicums erregteſt und mich in Verle⸗ Wenn er m.
wüte uf eihe nheit ſetzteſt.“ ein hin 3„Roſalie, ai die S alte auch Dir eine goldgeſtickte Uniform... prechen ſel„Genug!“ entgegnete unſere Bekannte, ſagte er aben Arm dem ihres Begleiters entziehend, lein Kiehgeſt Dir eine Herrſchaft über mich an, die ſehr bravet Muhſt über unſer Verhältniß hinausgeht!“ s eruge 8 Oy, bläſt der Wind daher?“ rief nun auch an Jedermaerdau erbittert,„der einfache Kanzliſt iſt alſo der wen Mann Undemoiſelle auf einmal nicht mehr gut genug! mmals aller Min, an Hochmuth hat es Dir nie gefehlt.“ te, daß er„Und Dir nicht an Grobheit,“ entgegnete Ro⸗ antegatußfe„Uebrigens ſcheiden ſich hier unſere Wege.“ ſich ſelbſt„Das heißt alſo, ich ſoll gehen; Du willſt meine nelnan, Fpleitung los ſein?“ auch al die„Nimm es, wie Du willſt,“ erwiderte ſeine Be⸗ ene die dſerin.„Gute Nacht, und habe Dank für Deinen Stegreif hinn Willen, den ich nicht verkenne.“ halten, def Roſalie reichte Werdau die Hand zum Abſchied, urde und 14¹ dieſer jedoch unbenührt ließ. glied 5e Er hatte ſich mit verſchränkten Armen vor ſier ter den nugeſtellt und biß die Lippen aufeinander; ſein Stolz mit einſin ff gekränkt, ſein Herz verwundet— nie war es ihm ar und 3eſt den Sinn gekommen, daß Roſalie jemals im
ich beginne an Dir irre zu werden.
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gereizt „Du
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Stande ſein könnte, ihm in ſolcher Weiſe entgegenzu⸗ treten.
Als er jetzt aus ſeiner düſteren Träumerei er⸗ wachte und emporblickte, befand er ſich allein und nur noch in ſchwachen Umriſſen erkannte er im Dunkel der Nacht die Geſtalt des jungen Mädchens, welches eilends vorwärts ſchritt und eben um eine Straßen⸗ ecke bog.
Sein erſter Gedanke war, ihr nachzueilen und
den Verſuch zu machen, den geſtörten Frieden wieder
herzuſtellen; dagegen ſträubte ſich ſchließlich aber ſein Stolz und die Ueberzeugung, daß das Unrecht auf Roſaliens Seite ſei.
„Auch gut,“ ſagte er endlich, indem er ſich kurz auf dem Abſatz herumdrehte und eine Gelaſſenheit an den Tag zu legen bemüht war, von welcher ſein In⸗ neres nichts wußte;„ich bin doch nun wenigſtens um eine Erfahrung klüger und ſehe, daß es in Roſaliens Herzen auch Seiten giebt, die mir bisher verborgen geblieben ſind.“
Er hatte ſich der inneren Stadt zugewendet und ſchritt jetzt durch die Charlottenſtraße an dem Hauſe vorüber, wo der Kanzleirath Gotthelf wohnte.
Sein Blick ſtreifte zu den Fenſtern hinauf, und
er glaubte hinter den heruntergelaſſenen Rouleaux
den Schatten einer weiblichen Geſtalt zu bemerken.
„Es wird Hedwig ſein,“ dachte er,„ſie iſt wahr⸗
ſcheinlich jetzt damit beſchäftigt, in kindlicher Sorglich—
keit es dem alten Herrn in ſeinem Lehnſtuhl ſo be⸗ quem wie möglich zu machen. Ein ſtilles häusliches Walten iſt ihr eigen, und Seelenklarheit und Ruhe ſprechen aus ihren dunkelen ausdrucksvollen Augen. Hedwig läßt die Ereigniſſe an ſich herankommen, aber ich bin überzeugt, ſie beſitzt die Kraft, inmitten der⸗ ſelben feſt und aufrecht zu ſtehen; Roſalie dagegen drängt es, aus ihrer Stellung herauszutreten, und ich fürchte, ihre Moral reicht nur ſo weit, als ſie nicht in Verſuchung geführt wird.“
Der junge Mann war unter dieſen Betrachtungen in die Taubenſtraße getreten und befand ſich jetzt einer großen über der Hausthüre angebrachten La⸗
terne gegenüber, die ihr flackerndes Licht quer über
die nur ſchlecht erleuchtete Straße warf und den Ein⸗ gang zu einer Bürgertabagie anzeigte, wie man damals die jetzigen Reſtaurationslocale nannte. Hier blieb Werdau einen Augenblick zaudernd ſtehen. Endlich ſagte er:
„Was wird es geben?— ſie werden ſich wieder um des Kaiſers Bart zanken und ſich allenfalls ſchließ⸗ lich in die Haare fallen. Das iſt jetzt in Berlin Mode, ſeitdem man bei Hofe nicht mehr weiß, ob man vorwärts oder rückwärts gehen ſoll. Jämmer⸗


