„Ja, auf Ehre,“ entgegnete ein Anderer,„eine olche Zurechtweiſung verdiente er ſchon längſt, und ch göͤnne es ihm, wenn er ſich bei den zerſchlagenen zcheiben den Schnupfen geholt hat. Muß Allen ſo nchen, die den König am Losſchlagen hindern und
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1.. Dr ft Daeh der Armee die Gelegenheit entziehen, die Sausculotten wie ſ d de ſi nie bei Roßbach auseinander zu jagen.“ 4 § L Land teb dg„Sie vergeſſen, meine Herren,“ bemer hier ein derg nge,
dfficier in der Uniform von Aunsbach⸗Dragoner, wel⸗ her bisher ſchweigend zugehört hatte,„daß bei Roß⸗ hach ein Friedrich der Große commandirte, und daß die Franzoſen von jetzt nicht mehr die Franzoſen von damals ſind.“
en, ein Amt dem kleinen den Mann, les Zeugnij
Schauſpie 8 ffici Si chauſpiel der Gensdarmenofficier,„am Ende werden Sie auch tiſche Zin ſoch ſagen, daß wir Preußen von heute auch nicht überfülte gehr die Preußen von ehemals ſind?“
wieler Unzel fehlte, ſerh nne zu we er ſtürmiſch 8 im Thea wagte nu nrüthig v den mit d— vevorzugte
„Leicht möglich,“ bemerkte lakoniſch der Dragoner, indem ſich ſein ſchönes, ausdrucksvolles Geſicht in nach⸗ Rnkenden Ernſt hüllte.
Ein lautes Gelächter der drei anderen Herren altwortete dieſer kühnen Herausforderung.
ai Napoleon's ganze Armee auseinander,“ ſagte
prahleriſch ein hochgewachſener junger Mann, indem
unter demn er ſich herausfordernd den Schnurrbart drehte.
n Reginent„Tod und Teufel,“ rief hier,
ore Ausge biechend, ein Zweiter,
mnuth au nundervolle Taille; 1 lickt etwas, was des
das Geſpräch unter⸗
„ſehen Sie nur, Graf, welche ich glaube, unter dem Schleier Sehens werth iſt!“
Dieſe Bemerkung galt Roſalien, welche ſich eben un der Seite Wilhelm's den Officieren näherte und Sunſh bemüht war, an denſelben vorüber zu ſchlüpfen, Stückes in an ihren Platz zu gelangen.
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hinter wollen wir bald kommen,“ ſagte der
Näeredete, indem er einen Schritt vortrat und den ſhmalen Durchgang vollends ſperrte,„die Kleine wird 3, unmittel⸗ dch nicht gleich in Ohnmacht fallen, wenn man ihr u pler Of enmal in's Geſicht blickt.“
s, ſich mehl„Nehmen Sie ſich in Acht, ihr Begleiter ſieht eu, weil ſieſgir nicht ſo aus, als wenn er Spaß verſtände.“ geben fonn-„Ah bah! den werde ich ſchon inr Ruhe zu brin⸗ 4 Launeſgen wiſſen. Uebrigens wette ich—
heibe ihreh„Nun, was werten Sie denn?“
3„Daß ich unſerer Schönen ſchon morgen einen einen dieſe Beſuch abſtatten werde.“ uſſ„Gut, es gilt zehn Flaſchen Champagner.“ Dieſes Geſpräch hatte kaum eine Minute ge— Auert und war eben beendet, als ſich Roſalie jetzt e, um ſich nach ihrem Platz zu begeben.
Erſt einen Blick aus Ihren ſchönen Augen,
„M it dem einzi gen Regiment Gensdarmen jagen
Vierte Folge.
cken zu dem Officier wendend,
„Nun wahrhaftig, Herr Camerad,“ rief ſpöttiſch
jetzt noch
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Mademoiſelle,“ ſagte der Officier, indem er, wenn auch mit einer Verbeugung, dieſelbe aufzuhalten ſuchte.
Das junge Mädchen trat erſchrocken einen Schritt zurück, und mochte ſie wirklich durch ein ſo kühnes Be⸗ nehmen überraſcht ſein, oder fand ſie es für gut, ſich nur ſo zu ſtellen, genug, ein kurzer Laut der Beſtür⸗ zung entglitt ihren Lippen.
Wilhelm bebte vor Zorn und bei ſeinem heftigen Temperament beſchloß er, ſich augenblicklich Genug⸗ thuung zu perſchaffen.
„Mein Herr,“ rief er, ſich mit flammenden Bli⸗ „wer giebt Ihnen ein Recht, meine Begleiterin in ſo gröblicher Weiſe zu beleidigen? Ich bitte, augenblicklich Platz zu machen.“
„Ho! ho!“ tönte es aus dem Kreiſe der Gens⸗ darmen, und ein lautes Gelächter folgte dieſem Ausruf.
„Meine Herren,“ wiederholte der junge Mann lauter,„wenn das Ihre Heldenthaten ſind, ſo beneide ich Sie nicht darum.“
„Iſt denn keine Polizei hier, um den Burſchen hinauszubringen?“ bemerkte in ſtolzem, wegwerfendem Tone einer der Herren Officiere. 3
„Mich hinausbringen?“ rief unſer Bekannter, „nun wahrhaftig, iſt es denn ſchon ſo weit gekommen, daß für den Bürger kein Recht und Geſetz mehr be⸗ ſteht?“
„Beruhigen Sie ſich,“ ſagte jetzt der Dragoner⸗ officier, aus dem Hintergrunde hervortretend, mit be⸗ ſchwichtigender Stimme,„was hier geſchehen, verdient Tadel, und Sie befinden ſich ofſenbr im Recht.“
„Aber beſter Herr von Schill—“ riefen die Gens⸗ darmen proteſtirend.
„Meine Herren,“ bemerkte dieſer mit ernſter Ge⸗ laſſenheit,„Sie hätten jedenfalls einen ſolchen Auf⸗ tritt vermeiden ſollen, und ich denke, es iſt ganz in der Ordnung, daß wir dem jungen Mann hier unſere Entſchuldigung an den Tag legen. Sind Sie anderer Meinung, ſo bitte ich Sie, ſich nunmehr einzig und allein an mich zu wenden. Wenn ich übrigens nicht irre,“ fuhr er, ſeine Worte an Wilhelm richtend, fort, „ſo iſt von dem Grafen Rothenſee bereits ſein Unrecht eingeſehen worden, und er ſteht eben im Begriff, einige Worte der Entſchuldigung an Ihre Begleiterin zu Lühten 89
Dies Wunder war in der That geſchehen. Der junge Edelmann, welcher einen Augenblick Gelegen⸗ heit gehabt hatte, die Schönheit Roſaliens zu betrach⸗ ten, fühlte plötzlich das Verlangen, ſich ihr zu naͤhern, und auch die in einem Anfall von Uebermuth einge⸗ gangene Wette mochte bei ihm den Wunſch rege ma⸗ chen, eine Unterhaltung mit ihr anzuknüpfen. Dies Alles veranlaßte ihn, Roſalien, welche jetzt ihren Platz


