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auf einem breitſchulterigen Manne haften, von mehr als gewöhnlicher Groͤße, der in einem ſauberen Seemannsanzuge, mit lang herabhängender Beutel⸗ mütze und blutrother Schärpe, ſo wie ſie die neapo⸗ litaniſchen Marinari tragen, mit einem gleichartig coſtumirten Gefolge hinter ſich, hereintrat. Indem er ſich ſchnell von den ihn umringenden Fiſchern los machte, ſchritt er geradeweges durch den Saal.
Den Augenblick hatte der Statthalter benutzt durch eine Seitenthür zu entſchlüpfen. Beflügelten rittes durcheilte er die erleuchteten Räume. An uaſhen tiſche bemerkte er im Vorübergehen einen ſeiner Un⸗ terbeamten, einen guten, friedliebenden Geſchäftsmann, der ſich an Speiſe und Trank gütlich that.
„Mr. Kingsborn!“ redete ihn Lord Corhampton haſtig an, und ehrerbietig erhob ſich der Mann, um die Befehle ſeines hohen Gebieters entgegenzunehmen. —„Haben Sie die Güte mir in jenes Cabinet zu folgen!“ Der Secretair folgte ihm auf dem Fuße.
„Geben Sie mir ſchnell Ihr Eremitengewand, Ihren Hut, Ihren Stab, Ihre Larve,“ herrſchte der Machthaber ihm zu und ſchleuderte Hel von ſich.„Wenn Sie wollen, köͤnnen Sie ſich meiner Maskenkleidung bedienen, Mr. Kingsborn!“ Zwei Minuten ſpäter ſtand der Vicekönig verwandelt unter
der Menge.
Doch auch Mr. Kingsborn hatte ſich theils aus Neugierde, theils aus Bedürfniß in die conſulariſche Verkappung geworfen. Faſt von der Geſtalt des Lord⸗ Statthalters, erſchien er mit vorgenommener Maske, wie es im großen Saale geſetzlich geboten war, in der Nähe der neapolitaniſchen Schiffer.
Kaum hatte er ſich gezeigt, als der zuletzt ange⸗ kommene breitſchulterige Mann gebieteriſch die Rechte ausſtreckte und durch die Handbewegung die Schritte ſeiner Umgebung hemmte. An Mr. Kingsborn heran⸗ tretend, ſagte er mit gedämpfter Stimme:„Auf ein Wort, Maske!“ und deutete auf ein in der Linken gehaltenes zuſammengefaltetes Papier, nahm dann ſeinen Arm und zog ihn in ein anſtoßendes Gemach, deſ⸗ ſen Thür ſich geräuſchlos hinter ihnen ſchloß und ſo⸗ gleich von einem Theile der Seeleute beſetzt wurde.
Der neapolitaniſche Ritter ſchritt mit verſchränk⸗ ten Armen in der Nähe der Thuͤr auf und ab, wäh⸗ rend ein Theil der Geſellſchaft den Ausgang des ſeltſamen Ereigniſſes neugierig erwartete.
Weiter unten im Saale war der Tanz unter dem
Novellen⸗Zeitung.
nung von dem eingetretenen Intermezzo, da ſie die rauſchenden Toͤne der Muſik ohne Unterbrechung ver⸗ nahmen.
Auch die Gruppen in der Nähe der erwähnten Thür verliefen ſich zum Theil, da ſie eben nichts Beſonderes weiter dort vernahmen; die meiſten reihe⸗ ten ſich um die Neapolitaner, die eben zu einem neuen Tanze angetreten waren.
Da öffnete ſich plötzlich die Thür, und der breit⸗ ſchulterige Seemann, der mit Kingsborn in der Ver⸗ mummung des Lord⸗Statthalters in ſo geheimnißvollen Weiſe über ihre Schwelle getreten, trat ohne Maske⸗ mit flammendem Blick einen blutigen Dolch ſchwingend, heraus.
Hochbootsmann von der Najade.„Es iſt geſchehen,
wie Du geboten,“ rief er, das eine Auge ſtarr auf L 7 8
den Ritter heftend, und dieſer nahm die Maske vom. Geſicht. Da ſtand der geächtete Leslie, der Sohn des zum Tode verurtheilten Vaters, gefürchtet wegein ſeiner militäriſchen Talente, mit denen er ſeit Jahren die iriſchen Independenten mehr als einmal zum
m und Toga Siege über die Königlichen geführt hatte.
„Ich grüße Dich, Irlands Maſaniello!“ rief n dem Hochbootsmanne zu, und alle Marinari riefen an ihm nach. Im nächſten Augenblick waren alle Ge V ſichter entblößt, und mit Entſetzen erblickte der ariſte
kratiſche Theil der Geſellſchaft die wilden Geſichte aus den Vorſtädten und vom Hafen. O'Neil abe trat mitten unter ſie und rief, ſeinen Dolch erhebend „Verkündigt jetzt unſeren Landsleuten in den entfern ten Theilen der Hauptſtadt, daß ich das große Well für Irland vollbracht habe. Der Statthalter iſt durd meine Hand gefallen!“ Ein markerſchütternder Schre löſte die ſtarre Feſſel der Furcht und des Erſtaunente in welche die zahlreiche Geſellſchaft bis jetzt geſchlagen V war. Kalt ſah ſich der Sprecher im Kreiſe um, dan fuhr er fort:„Eilt zum Hafen und führt die Tau ſende heran, die dort wie in den Kirchſpielen nun ſauf dieſe Nachricht warten, um zu unſerer Unterſti gung herbeizueilen. Dann laßt uns die Gefangenen aus den Kerkern befreien, vor Allen ihn, den treueſte Sohn Erins, den Sprößling eines unſerer uraltt großen Häuptlinge, den Baron Lewis O'Donnell, u ihn als das neue Oberhaupt hier in Dublin zu b grüßen. Denn Ordnung, ihr Männer, verſteht mi recht, muß ſein! Ein Schiff ohne Steuer kann der ſchwächſten Luftſtoß nicht widerſtehen; eben ſor könnt Ihr beim beſten Willen Euch ſelbſt re
Es war Evans O'Neil, der fürchterliche
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jüngeren Theile der Geſellſchaft nicht unterbrochen worden. Eben ſo wenig hatten die älteren Herren, welche in entlegeneren Zimmern, von der läſtigen Maske befreit, im Glaſe oder im Spiele für die Langeweile Entſchädigung gefunden, die geringſte Ah⸗
Ich hab's nie gern geſehen, wenn mehr als am Bord gewirthſchaftet hat. Ich gönne Roaſtbeef und Plumpudding. Uns aber 1 Kartoffeln zu Genüge, und wenn's ſein kann,
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