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lugenblic und ſagte dann langſam und ernſt:„Kön⸗ nen Sie ihm nicht verzeihen?“
„Nein, Vetter.“
„Gut, ſ werde ich gehen. wiederſehen.“
„Ich will es auch nimmermehr!“.
Der Rittmeiſter ging langſam fort; er dreſgc jch noch ein paarmal um, aber Laurachen blickte nicht
Sie werden ihn nicht
nuf und rief ihn nicht zurück. Anfangs war ſeine
Miene recht verdrießlich, denn er dachte ohne Zweifel,
ſie ſei doch ein arger kleiner Eigenſinn, dann aber
machte er wieder ein heiteres Geſicht, denn er ſagte ſich, das junge Mädchen habe gewiß keine Vorſtellung bvon dem Ernſte eines Duells, und daß er ſelbſt in tinem ſolchen möglicher Weiſe fallen könne, käme ihr gewiß nicht in den Sinn. Ex. beurtheilte das kleine Fräulein ganz richtig.—
Um die Mittagszeit fand ſich der Rittmeiſter wieder bei der gemeinſamen Tafel ein, aber— der
Landidat fehlte.
Der alte Herr ſchickte auf ſein Zimmer, um ihn holen zu laſſen, aber der alte Johann kehrte mit dem Beſcheide zurück, der Herr Magiſter ſei nicht zu finden.
Herr von Rautenkranz ſchüttelte den Kopf und ſab das Zeichen, ſich niederzuſetzen, die beiden Jun⸗ gen lachten über das ganze Geſicht darüber, daß der agiſter verſchwunden ſei, und wünſchten gewiß nicht ſeine Rückkehr, der Rittmeiſter ſah ganz unbefangen ins, und Laura war ſehr blaß geworden, als Johann ſen Beſcheid gebracht hatte.
Während der Tafel blickte ſie alle Augendlicke fragend den Vetter Carl an, der aber gar nicht da⸗ zauf zu achten ſchien, und rührte kaum einen Biſſen an.
Kaum war man von Tiſche aufgeſtanden, ſo eilte
das Fräulein zu ihrem Vetter.
„Wo nur der Candidat ſein mag?“ flüſterte ſie ihm ängſtlich zu.
„Beſtes Couſinechen, das wiſſen Sie ja am be⸗ ſten,“ erwiderte der Vetter kalt.
„Ich?“
„Gewiß; Sie haben mir ja befohlen, ihn todt
n ſchießen.“
Das Fräulein wurde leichenblaß und zitterte an illen Gliedern.
„Und Sie?“
„Mein Gott, Ihre Wünſche ſind mir Befehle, (LCouſinechen, ich habe es gethan.“
Laura ſtarrte ihren Vetter an, als habe ſie den
tſchulite Verſtand verloren.
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„Der Candidat iſt—“ ſtammelte ſie mühſam.
„Sie ſind gerächt, Couſinechen, Sie werden ihn nimmermehr wiederſehen.“
Folge. 663
Laura ließ die Kaffeetaſſe, die ſie in der Hand hielt, fallen, ſo daß ſie auf dem Boden in hundert Stücke zerbrach, und ſank ohnmächtig in die Arme des Rittmeiſters, deſſen Geſicht ein Ausdruck, wie der tiefer Reue, ſchnell überflog. Auch er war jetzt lei⸗
chenblaß. „Helfen Sie mir doch, Herr von Rautenkranz!“ rief er verzweifelnd dem alten Herrn zu.—„Sehal
Sie denn nicht, daß Ihre Tochter ohnmächtig gewor⸗ den iſt?“
Aber der alte Herr ſtand wie an den Boden ge⸗ feſſelt; die beiden Jungen heulten, nur der alte Jo⸗ hann behielt ſeine Geiſtesgegenwart und ſprang dem Rittmeiſter zu Hülfe.
Laura wurde auf ihr Zimmer gebracht, und dort gelang es erſt nach einer halben Stunde, ſie zur Be⸗ ſinnung zu bringen; indeſſen war der Rittmeiſter un⸗ ruhig in dem Geſellſchaftszimmer auf⸗ und niederge⸗ gangen, hatte ein über das andere Mal, was ſeine Zeugen, die Jungen, durchaus nicht verſtanden, ge⸗ brummt, er ſelbſt ſei ein großer Thor mit ſeinen Machinationen geweſen, und war endlich auf eines ſeiner Pferde geſtiegen und im Galopp davongeſprengt.
Was litt die arme Laura nicht, als ſie das Be⸗ wußtſein wieder erhalten hatte? Entſetzen erregend und drohend ſtand das Bild des todtgeſchoſſenen Ma⸗ giſters vor ihren Augen und ſchien ihr mit dem Fin⸗ ger zu drohen. War ſie nicht ſeine Mörderin? hatte ſie nicht das Piſtol in Vetter Carl's Hand gegeben, damit dieſer die vermeintliche Beleidigung von Seiten des unglücklichen Mannes rächen ſolle? Jetzt war nichts mehr zu verzeihen, nichts mehr gut zu machen, der Magiſter war und blieb einmal todt.
Das Fräulein war wirklich der Verzweiflung nahe; ſie hatte alle möglichen abenteuerlichen Ideen. Sie wollte ihrem Vater Alles geſtehen und ſich an die Gerichte ausliefern, ſie dachte an Kloſter und Selbſtmord, nur die eine Erwägung hielt ſie noch aufrecht, daß ſie Verter Carl nicht obenein auch noch dad hcompromittiren dürfe, daß ſie das ſchauervolle Geh 3 an das Tageslicht bringe.
Wur nahm ſie, obgleich ſie die bitterſte Ver⸗ zweiflung im Herzen trug, auch alle ihre Kräfte zu⸗ ſammen, als die Theeſtunde ſchlug, und folgte der Aufforderung, die ihr der Vater zugehen ließ, im Ge⸗ ſellſchaftszimmer zu erſcheinen; ſie wollte wenigſtens Vetter Carl ſprechen und von ihm erfahren, wie ſie ſich weiter zu benehmen habe.
Da Niemand, bis auf den Rittmeiſter, der wohl⸗ weislich darüber ſchwieg, den Grund von Laura's plötzlichem Unwohlſein kannte, erregte dieſes im gan⸗ zen Hauſe, beſonders bei dem Vater, große Beſorg⸗


