nein Gott Vierte
icken k Die Einen ſammeln die Thauperlen lind,
Die ſie mit Spinnenfäden reih'n zum Kranze; Die Andern ſüße Blumenkelche pflücken, Mit denen ſie die ſchönen Haare ſchmücken.
iſter ſchen
eeinetwegen
agte erin Ach wehe, dreimal weh', wenn dieſen Chören Ein Staubgeborner leiſen Schrittes naht, Um ohne Ahnung oder durch Verrath
Des Feenreigens heit'res Bild zu ſtören! Der Nixe Rache kennet kein Erbarmen,
honr nicht
Sie haben
h Ihre Hohnlachend necken ſie zu Tod den Armen.— ees ni
han Und eine holde Jungfrau, eine Waiſe,
a auf einer Den kranken Bruder zu beſuchen eilt;
den Herzer Als ſie ſchon auf der ſtillen Haide weilt,
wenn dam Da ſcheint's, als trügen ſie die Lüfte leiſe,
t durch di Da hat ſie ſchon das Nixenfeſt geſehen,
langt. All Und fühlt vor Angſt den Herzſchlag ſtille ſtehen.
in hertlicha Sie flieht, ſie läuft, da ihr im Ohre hallten
Die Schauer märchen, die ſie oft gehört;
iſ Zeit zun Die Bilder, die ſie einſt im Traum bethört, iten Bot Sie waren jetzt lebendige Geſtalten. 1 gehorchen Sie läuft und ſieht vor Angſt die Bäume hüpfen, tr. Doch kann der Nigxe ſie nicht mehr entſchlüpfen. ch aber i tt ſei Dant„O laß mich, laß mich los, thu' mir nicht bange, ich finſte. Mein Bruder liegt zu Hauſe ſterbenskrank! (Scluß ſigt) Ich bring' dem Einſamen den Labetrank, Ich trock'ne ihm die fieberheiße Wange.“ Sie läuft in banger Haſt— wie wird das enden? Die Nixe faßt ſie bei den weißen Händen. „Nein, Goldkind, nein, du darfſt dich nicht verſtecken, Weil ich dir ſchöne Räthſel ſagen will; 1 Erräthſt du ſie, dann zieh' von hinnen ſtill, t Wenn nicht, dann will ich dich zu Tode necken. Nun ſtreng' den Geiſt an, daß du in der Klarheit ilder, Aus dunkler Tiefe ſchöpfſt den Geiſt der Wahrheit! act t Was wächſt ſo wohl und wurzelt nie im Boden? enbinge Was läuft dahin, ohn' daß man's treibt und zieht? tenfelder Auch nenn' das Kraut mir, das unſichtbar blüht, wriefen So dicht, daß es die Senſen nie ausroden? Lirfen. Nun rathe gut, ſonſt iſt's um dich geſchehen, uteln Sonſt wirſt du nie den Bruder wiederſehen! d weiß; Du ſchweigſt nach meinem Räthſel ſtill, du Feine? Kreid, Nun, ohne Wurzel wächſt ja nur der Stein, wkeln, en. Unaufgefordert läuft die Fluth allein, der Roſ 1 nu ſchtbar blüht das Farrenkraut im Haine!“ fte koſen. 2 s arme Kind!— Daß es doch ſterben mußte, Weil es das Räthſel nicht zu deuten wußte!—
lanz,
Folge. 649
Literariſche Briefe von Otto Banck.
Sociale Bilder aus England. Von Alt⸗ haus. Hamburg, bei Neſtler und Melle. 1863.
Die Wuth der Deutſchen, fremde Werke zu über⸗ ſetzen, iſt Ihnen wie Jedem oft genug läſtig und de⸗ ſpeetirlich geworden, und wenn dieſelbe in den letzten zehn Jahren ein wenig abgenommen zu haben ſcheint, ſo liegt das nur daran, weil unſere vaterländiſche Production im Roman⸗ und Novellenfach bis in's Ungeheure und Bedenkliche zugenommen hat. Denn gewöhnlich beſchränkt ſich das Ueberſetzen auf dieſe Gebiete, in denen nun der Büchermarkt mit vater⸗ ländiſchen Sachen ſo überfüllt iſt, daß ſich das Be⸗ dürfniß nach fremder Zubuße ſehr verkleinert.
Dagegen fehlte es immer an unterrichteten Per⸗ ſönlichkeiten in unſerer Literatur, die ſich der für das Publicum angenehmen und für ſie vielleicht ſehr mühe⸗ vollen Arbeit unterzogen, der deutſchen Leſerwelt eine Kenntniß fremder nachbarlicher Zeitgenoſſen zu vermit⸗ teln. Ich meine damit öffentliche Perſonen und Capa⸗ citäten anderer Nationen, die echte Kinder ihrer Zeit und Stimmführer vom Geiſte der Gegenwart ſind.
Beſonders aber ſind in England und Frankreich ſolche Geſtalten wegen des größeren politiſchen Lebens zahlreicher als bei uns. Sie können jeder Sphäre der Geſellſchaft angehören, und es iſt gleichviel, ob ſie Gelehrte, Philoſophen, Dichter, Künſtler, Tech⸗ niker, Staatsmänner oder Helden ſind: wenn ſie ſich als Geiſter erſten Ranges geltend machen, ſo werden ſie ſtets direct oder indirect die Bildner der Geſchichte ſein.
Etwas Charakteriſtiſches zu hören aus dem Leben ſolcher Männer, die entweder noch leben oder kürzlich verſtorben ſind, iſt ein wichtiger und intereſſanter Beitrag zu den Zuſtänden des modernen Treibens und zur Erkenntniß der heutigen Geſellſchaft. Es wird durch dergleichen ausführliche Schilderungen das ſkizzenhafte Bild ergänzt, welches ab und zu die Zei⸗ tungen und Journale in ihren Specialberichten aus der Ferne geben.
Je mehr nun dieſe Darſtellungen eine memoiren⸗ artige Lebendigkeit an ſich tragen, je willkommener müſſen ſie uns ſein, denn es fehlt uns im Deutſchen ſo ſehr an Memoiren und Biographien, daß wir die⸗ ſen Mangel gern durch Fremdes ergänzt ſehen, da ihm, was freilich angenehmer und nützlicher wäre, nicht ſogleich durch Nationales abgeholfen werden kann.—
Julius Althaus hat aus engliſchen Quellen eine
in dieſes Genre perſönlicher Gemälde einſchlagende
Reihenfolge von Lebensſkizzen über manche namhafte
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