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„Menſch, biſt Du toll?“ fuhr Vetter Carl auf. „Laura iſt ja ein ſo allerliebſtes, naives, unſchuldiges Kind, wie ich es hier wahrſcheinlich zu finden erwar⸗ tet habe. Aber Du haſt kein
empfängliches Herz für Schönheit ünd Liebenswürdig⸗
feit, das ſieht man ſchon an Deinem braunen Geh⸗ rocke, Du ſiehſt darin wie eine Vogelſcheuche oder, wenn Du ein Bischen dicker wäreſt, wie ein Nuß⸗ knacker aus. Nimm mir's nicht übel, wir ſind ja alte Schulfreunde. Menſch, ich hab's ſchon geſtern begriffen: Du biſt ein ſchrecklicher Pedant geworden!“
Der Magiſter ſchien kein egs böſe über dieſen Redefluß ſeines alten Eöllegßit aus der Tertia zu
ſein, er ſah ihn nur mit einer Miene an, die Gerech⸗ tigkeit und Milde forderte; dann ſagte er feier lich:
„Lieber Bruder, Du beurtheilſt mich falſch, und das ſchmerzt mich tief. Ich will Dir die neueſte Ge⸗ ſchichte von den kleinen Unholden erzählen; ſie ſind daran ſchuld, daß ich heute dieſes Kleid tragen muß, das eigentlich nur für den Winter beſtimmt iſt, Du wirſt Dich erinnern, daß mich der ſchwarze Frack ge⸗ ſtern ganz gut kleidete. Setzen wir uns in jene Laube, wo wir ungeſtört plaudern können; Du ſollſt dort Alles erfahren.“
Der Candidat hatte die Hand des Rittmeiſters ergriffen und herzlich gedrückt; dieſer folgte ihm lä⸗ chelnd, denn er hatte ſeinen alten Schulfreund bereits vollſtändig durchſchaut, andererſeits war er aber auch neugierig, zu erfahren, ob ſeine niedliche Couſine wirklich ſo verdammenswerth ſei. 1.
Beide traten in die romantiſche Jasminlaube ein und ließen ſich auf einer in derſelben angebrachten Bank nieder.
„Willſt Du eine Cigarre rauchen?“ fragte der Rittmeiſter.
„Ich danke, lieber Bruder, ich bin zu bewegt dazu.“.
Der Candidat ſchien dies in der That zu ſein; der Rittmeiſter begann wirklich Mitleid mit ihm zu fühlen.
Erſterer begann nun mit einer Weitläufigkeit, die man bei allen Pedanten jeder Branche findet und die ſie eben charakteriſirt, ſeine ganze Lebensgeſchichte Wir wollen nur das Hauptſächlichſte Er war der Sohn eines armen Predigers, wie Vetter Carl bereits wußte, und hatte ſich dem Berufe ſeines Vaters gewidmet; auf dem Gymnaſium war er noch ein ziemlich luſtiger Junge zeweſen, auf der Univerſität genoß er eines Stipen⸗ diums, und die vielen Rückſichten, die er deſſenthalben
n nehmen hatte, unterdrückten bei ihm den friſchen
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Es muß ein wahres Vergnügen für Dich
Folge. 645 und frohen Burſchengeiſt. Dann, als ſeine Eltern ſchon geſtorben waren und er ganz allein in der Welt daſtand, von nichts Anderem als guten Zeugniſſen unterſtützt, war ihm jede Hoffnung fehlgeſchlagen, eine noch ſo beſcheidene Pfarre zu erhalten; er hatte ſich entſchließen müſſen, die Carrière eines Hauslehrers mit den beſcheidenſten Anſprüchen zu betreten, um auf beſſere Zeiten zu warten, und dabei hatten ſo manche Verhältniſſe und Erlebniſſe die Jugend in ſeinem Herzen getödtet und daſſelbe gewiſſermaßen verbittert Emil Rogge lebte und hoffte nicht mehr, ſondern er vegetirte nur noch in ſeinem ſchwarzen Fracke oder braunen Gehrocke und zog geduldig den Strang ſei⸗ nes ſchweren Berufes. Er war ein entſetzlich lang⸗ weiliger Menſch geworden, aber ſein gutes, gedul⸗ diges Herz war geblieben, er war eine richtige Haus⸗ lehrernatur, ſtreng in ſeiner Pflichterfüllung, abge⸗ ſtumpft für alle heiteren Genüſſe des Lebens, kurz, er war durch und durch Pedant.
So war er auf das Schloß des Herrn von Rau⸗ tenkranz gekommen und war dort ſo geblieben; er, der von Jugend auf ſo viel entbehrt und gelitten hatte, begriff nicht recht, daß ſeine Zöglinge, die vom Glücke ſo begünſtigt worden, anders denken und füh⸗ len könnten als er, er wollte ſie in die ſtarren For⸗ men zwängen, denen er ſich hatte unterwerfen müſſen, und als das nun einmal ſchlechterdings nicht gehen wollte und die lebensfriſchen Kinder Gewalt gegen Gewalt anwandten, ſo gut ſie es vermochten, da haßte er ſie nicht gerade, denn dazu war er zu gut⸗ herzig, aber er erbitterte ſich doch gewiſſermaßen gegen ſie. Für Laura's aufblühende Schönheit hatte er natürlich kein Auge, das ſich mit den Jahren immer weiter entfaltende weibliche Herz war für ihn ebenſo natürlich ein unlösbares Räthſel, und der Candidat verſtand auch nicht den mindeſten Unterſchied zwiſchen dem Mädchen, das bereits aus den Kinderſchuhen getreten war, und einem Zöglinge der Cadettenanſtalt zu machen.
Was den neueſten gegen ihn geſpielten Streich, über den er ſich jetzt zu dem Rittmeiſter beklagte, be⸗ traf, ſo wird man ihn bereits errathen haben; es war der mit der Tintenflaſche.
Der Rittmeiſter mußte unwillkürlich darüber la⸗ chen, obgleich ihn der Magiſter darüber vorwurfsvoll anſah.
„Aber, Herzensbruder!“ rief Erſterer luſtig; „das iſt doch einmal ſo in der Welt! Haben wir es denn nicht ganz ebenſo mit dem Profeſſor Boenecke gemacht?“*
„Ja, es iſt eine gerechte Strafe für meinen da⸗ maligen Uebermuth,“ meinte der Candidat ſeufzend.


