ſchon die
nit Ihrenr dii Ihren ſofort zu Sie alle verſichere don, bevor
Sie nur,
mit ſchwar⸗ Zimmer; ud zog ihn tzt, Laura⸗ nd begann der ſchuld,“ U. b Mädchen,“ eine Fauſt. ür nicht“ llſt es unt dem Teiche WR S viedet böſe! andidat nu mel, ich bi er verlaſſt 4 diſch Wn 4ß nun eiuma her los, ale Es iſt abel⸗ binaus kön⸗
=
ſeufzte Laurachen, ein bloßer Backfiſch, wie Papa immer ſagte.“ „Ach, der Vetter Carl iſt ein Engel!“
„Und der Candidat ein Teufel!“ ſetzte Laura
hinzu. V „Ja, wenn Papa nicht da wäre, hätte er uns
ſchon längſt todt gequält.“ „Aber Papa iſt jetzt auch ſo— ſo— ſo als ſonſt.“.A „Er giebt ihm immer 2 ccht.“ 4 loſt zwei, Ohrfeigeff gege⸗
alt genug, mich nicht mehr von ihm chicaniren zu laſſen,“ meinte Laurachen, ihre Thränen trocknend,„ich werde Vetter Carl bitten, daß er ihn auf Piſtolen fordert und todt ſchießt.“
„Ja, Lore, thu' das; wenn es aber Papa er⸗ fährt?“ „Er wird nicht, Vetter Carl thut's mir ſchon zu Gefallen und ſagt ihm nichts davon.
Abend!“ „Dann iſt ja Vetter Carl noch nicht hier.“
„Nein, allein werde ich's thun, wenn Ihr mir
nicht helfen wollt!“
„Nun, wie willſt Du es denn machen, Lorchen?“ „Einer von Euch muß ſich heute Abend in ſeine
Stube ſchleichen, aber, um des Himmelswillen, ſprecht tein Wort davon. Und dann bindet er ihm die Tin⸗
tenflaſche oben an den Fenſterladen, und wenn er die
Laden zumacht, zerquetſcht er ſie und bekommt die ganze Tinte über den Kopf. Wie?! iſt's abgemacht?“ Die beiden Jungen jubelten laut auf:„Ja, das geht, und wir ſind's nachher nicht geweſen.“ „Bewahre!— was geht denn aber draußen vor? ſie laufen und ſchreien ja Alle ſo.“
1 Carl nich
vor Jahrel
damals noch
az zieren, un 8, ſagie3
Gaul ſtei Du vnd
ichts, c, er n 4
„Ach, wenn Feuer wäre, und der Candidat hätte uns hier eingeſchloſſen!“
„Unſinn!“
Laura legte ſich in das Penſter und lauſchte.
Endlich lief ein alter Bedienter vorbei.
„Johann! lieber Johann!“ rief das Fräulein mit Baheen ihrer ganzen Stimmkraft.
„Hqbe keine Zeit, Fräuleinchen!“— wollte vorüber
Der Alte
„Lieher, guter Johann! was iſt denn los im chloſſe? Sage doch nur ein einziges Wort! Es iſt och nicht Feuer?“
9, ſagte
dGl
dA gekil uih o
„Got
behüte uns davor!
erunter im das Empfangszimmer. ſt ja da!“
Kommen Sie doch Der Vetter Carl
Vierte Folge.
—„und ich war doch damals noch
Aber rächen will ich mich doch an ihm, und zwar noch heute
629
„Vetter Carl?“ ſchrieen drei Stimmen.„Vetter Carl iſt heute ſchon gekommen?“
„Verſteht ſich, zu Pferde, mit ſeinem Burſchen. Was der Herr Rittmeiſter für ein ſtattlicher Herr ge⸗ worden ſind!“
Der Diener lief vorbei.
„Vetter Carl hier? und wir ſitzen hier gefangen? Ach, der abſcheuliche Candidat!“ jammerten die Jungen.
„Kinder, das geht nicht,“ meinte das Fräulein, nach kurzem Beſinnen entſchloſſen.„Ich ſpringe durch's Fenſter.“
5„Lorchen, unten ſind ja die Glasbeete, und dann iſt es wenigſtens zehn Fuß hoch.“
„Mein lieber Vetter Carl!— Nein, ich ſpringe doch durch's Fenſter! Der Candidat ſoll mich nicht einſperren, er hat heute ſelbſt geſagt, daß ich kein Kind mehr ſei, ſchon in reifem Alter ſtehe. Ich will einmal hinaus, ich halte mich an das Weingeländer!“
Und das muthige Fräulein ſtand bereits mit glü⸗ henden Wangen auf dem Fenſterbrete. Sie war be⸗ weglich und geſchickt wie ein Kätzchen.
„Lorchen, thu's nicht!“ riefen die beiden Brüder ängſtlich.
Aber Lorchen war ſchon unten und jenſeits der Glasbeete; ſie rief den Jungen zu, ihr zu folgen, und lief nach dem Empfangszimmer.—
Ja, Laura von Rautenkranz war wirllich ein wil⸗ des Mädchen, das einem ehrſamen Candidaten der Theologie ſchon den Kopf warm machen konnte; daß ſie ſo geworden, war aber weniger ihre eigene Schuld als die der Verhältniſſe. 4
Sie hatte ihre Mutter ſchon beisder Geburt des jüngſten Bruders, alſo in ihrem viert loren, und ihre erſte Erziehung blie den Händen des Vaters, der zu allen anderen Dingen mehr Geſchick beſaß als gerade dazu. Er war ein Mann von altem Schrot und Korne, ehemals Officier, dann Beſitzer eines hübſchen ſchuldenfreien Gutes und eines anſehnlichen Baarvermögens; mit ſeiner eigent⸗ lichen Bildung war es nie weit her geweſen. Er ſah in der Tochter die ſtets geliebte Selige zum zweiten Male verkörpert und zog ſie faſt noch ſeinen Jungen vor; darum ließ er ihren Neigungen ſchon in frühe⸗ ſter Jugend ganz freien Willen, und Laura hatte rade genug von dem lebhaften Temperam 1 Vaters geerbt, um die ihr geſchenkte Freihe Herzensluſt zu benutzen. 4 4
Plätten, ſticken, ſtricken und dergleiche weibt che Handarbeiten hatte Laura nie gelernt, denn der alte Herr von Rautenkranz hatte ganz eigenthümliche An⸗
ſichten über die Beſtimmung des Weibes; in die Küche 3 ging ſie auch nur, wenn ihre Laune ſie gerade dahin


