Anſichten e Seeane⸗ Elements Zeine un⸗ Aquarium
aſſers und nig Men⸗ nit Grazit ſedt hinab lche Wer⸗ weſen ſein ten entdeckt ein Situ⸗ Flüſſen zu ig Schau⸗ zieht deren on und Squellen
üff adre inter⸗ c, nämlich ter ſei, das ten Fabeln bachter, ſei Zetrachtung das Leben Stunden
der vrakti⸗ Henem ſehr Laviſon iſt er That ge hende„Em- Collsge de welcher jeſem Na⸗ efranzöſſ⸗ züchtereien, iten. Tal⸗ roletariern te und ein⸗ zen Bevbl⸗ Wichtigkeit ſuche für älti en ſich t die Nolh⸗ caſt, velche nduſtrie ge⸗
werfen. s Studium
„Induſtrie
Vierte
Ueber Macaulay als Parlamentsredner.
In ſeinen ſocialen Bildern aus England giebt Altmann unter anderen auch über dieſen berühmten, für ganz Europa zu früh verſtorbenen Geſchichtsſchreiber intereſſante Notizen. Beſonders verdienen jene ſo zu heißen, welche die Vorſtellung vervollſtändigen und reguliren helfen, die man ſich von Macaulay's berühmtem Rednertalent gebildet hat. Zugleich zeigt ſich darin für uns Deutſche recht lehrreich, mit was für ſorgfältig prüfenden Augen der Engländer die Fähigkeit des öffentlichen Sprechens prüft. Als Macaulay bereits durch den allgemeinen Ruf ſeiner Werke getragen wurde und mit Recht für einen großen Politiker galt, knüpfte man daran die kühn⸗
ſten Erwartungen.„Indeſſen,“ ſagt der Verfaſſer,„wurden
dieſe Erwartungen nur zum Theil erfüllt. Das Unterhaus hörte allerdings auf ihn; aber in Bezug auf die Debatte hätten die meiſten Reden Macaulay's gerade ſo gut ungehalten bleiben können. Macaulay hatte zwar einen guten Verſtand, eine glänzende Diction, und vermochte den vorliegenden Ge⸗ genſtand nicht ſelten durch treffende Bilder zu erläutern; aber er konnte weder auf die Gefühle und Leidenſchaften ſeiner Zuhörer einwirken, noch auf die Rede eines Gegners ſchlag⸗ fertig antworten und deſſen Behauptungen eine nach der andern widerlegen. Er ſah die Debatte nicht vom politiſchen Standpunkt, ſondern als Eſſayiſt oder Profeſſor an. Er war nie von dem Feuer echter Leidenſchaft beſeelt; er hatte nie die fürchterlichen Ausbrüche redneriſcher Genies, wodurch der ältere Pitt, Mirabeau, Fox und O' Connell mitunter ihre Zuhörer erſchreckten; noch auch die überredende und einſchmei⸗ chelnde Weiſe, mit welcher Sir Robert Peel lange Zeit das Unterhaus zu leiten wußte. Mit den Debatten im engliſchen Parlamente hat es eine ganz eigenthümliche Bewandtniß: jedes Mitglied bringt nämlich ſeine früher gebildeten Anſichten über die Frage hinzu, welche discutirt werden ſoll, und ent⸗ ſcheidet ſich für das, was ihm in ſeinem oder ſeiner Partei Intereſſe zu ſein ſcheint. Auf den Verſtand ſolcher Män⸗ ner zu wirken, ſcheint alſo ein von vornherein vergebliches Unternehmen zu ſein, weil ſie von Argumenten und Beweis⸗ ſührung nichts wiſſen wollen. Das einzige Mittel, welches der Redner hat, Männer von der andern Seite zu ſeinen An⸗
ſichten zu bekehren, iſt, auf den urſprünglichen Grund ihrer An⸗
ſichten hinabzuſteigen und ihre Leidenſchaften in einer beſtimmten Richtung zu erregen, ihnen zu zeigen, daß es in ihrem Intereſſe liegt die Schlüſſe anznuehmen, zu welchen der Redner ſie führt, und ihre Gedauken durch einen ſolchen
Strom von Feuer und Leidenſchaft gefangen zu nehmen, daß ſie glauben, die Veränderung in ihrem Sinne ſei nur der
Ausübung ihres eigenen Urtheils zuzuſchreiben. So wirkten Demoſthenes, der ältere Pitt und in unſerer Zeit Gladſtone. Davon aber war bei Macaulay keine Spur wahrzunehmen. Er war nicht dazu qualificirt, ein bedeutender Staatsmann oder Miniſter zu ſein. Sein Geiſt war nicht der Art, ſich ſchnell den gegebenen Umſtänden anzupaſſen; er war allzu⸗ ſehr an die Vergangenheit, an Parteiüberlieferungen geknüpft. Wäre ein ſchnelles und entſchiedenes Handeln in einer wich⸗ tigen Kriſe nöthig geweſen, ſo wäre Macaulay wahrſchein⸗ lich auf das Jahr 1688 zurückgegangen, und hätte aus dem, was die Führer der Whigs damals hatten, ſeine Schlüſſe ge⸗ zogen, welche auf die Gegenwart paſſen ſollten. Jetzt iſt es die Gewohnheit der Whigs, beſonders des Lord Ruſſell, nicht weiter als bis auf Fox zurückzugehen; Macaulay aber ſetzte ſeine Parteigenoſſen oft in die größte Verlegenheit, indem er ſie an das erinnerte, was Danby oder Halifax oder Wilhelm
von Oranien thaten oder vorſchlugen oder gethan haben wür⸗
V
6
Folge. 623 den; was nicht die geringſte Nutzanwendung haben konnte, wo es ſich um Verhältniſſe handelte, welche von den damaligen durchaus verſchieden waren.“
Freilich wurden Macaulay's Reden im Unterhauſe als Ereigniſſe angeſehen; aber alle Männer, welche ſich überhaupt durch ihre Talente eine bedeutende Stellung erworben haben, werden gern im Parlamente angehört, zumal wenn ſie nur ſelten reden; und ein alltäglicher, proſaiſcher Menſch, welcher in jeder Seſſion nur einmal ſpricht, wird lieber angehört, als ein ſchlagfertiger Redner, welcher jeden Abend das Auge des Zuhörers auf ſich zu ziehen ſucht. Beſonders in den ſpätern Jahren ſeiner parlamentariſchen Thätigkeit ſprach Macaulay nur ſehr ſelten, und dann nie ohne genaue und ſorgfältige Vorbereitung. Wenn es daher bekannt wurde, daß er im Begriff ſtand ſich zu erheben, ſo war das Parla⸗ ment immer voll und aufmerkſam; nachdem er durch die bei⸗ den erſten Bände ſeines Geſchichtswerks ſeinen Ruhm noch geſteigert, erhöhte ſich auch die Begierde ihn zu hören, und wenn in die Clubs telegraphirt wurde:„Macaulay ſpricht,“ ſo ſtürzte Alles in wilder Eile nach Weſtminſter, um ſeine Worte nicht zu verlieren.
Ueber die Art und Weiſe, in welcher Macaulay ſeine Reden hielt, haben wir zwei Berichte, den einen aus freund⸗ lichem, den andern aus feindlichem Lager, welche ſich gegen⸗ ſeitig ergänzen mögen. Francis in ſeinen„Orators of the Age“ ſpricht ſich folgendermaßen darüber aus:„Die perfön⸗ liche Erſcheinung und der materielle oder phyſiſche Theil ſeiner Redeweiſe widerſpricht durchaus dem idealen Bilde, welches man ſich nach der Lectüre ſeiner Reden geſchaffen hat. Na⸗ türlich würde Jedermann ſeine eigene beſondere Sinnestäu⸗ ſchung haben; aber man kann zehn gegen eins wetten, daß die Mehrheit mit ihm jedes Attribut des Intellectuellen verbunden haben, ihn in der Einbildung mit einer edeln und würdigen Erſcheinung und beſonders mit einer Stimme begaben würde, welche fähig iſt, den ſchönen Declamationen gerecht zu werden, welche ſich ſo zahlreich in ſeinen Reden vorfinden. Der Con⸗ traſt der Wirklichkeit iſt in manchen Beziehungen auffallend. Die Natur hat Macaulay Größe und ſchöne Proportionen verſagt, und ſeine Stimme iſt eine der monotonſten und wenigſt angenehmen unter denen, welche gewöhnlich unſern Landsleuten an der Nordſeite des Tweed angehören— eine Stimme, die wohl dazu paßt mit Genauigkeit die Schlüſſe des Verſtandes auszuſprechen, aber durchaus nicht im Stande iſt, Gefühl oder Leidenſchaft wiederzugeben. Macaulay hat eine kurze runde Statur, und eine wachſende Tendenz alder⸗ männiſche Proportionen anzunehmen*). Sein Kopf iſt eben ſo rund wie ſein Körper, und ſcheint ſo feſt darauf zu ſitzen, wie der Kopf auf einer Nadel. Dies iſt ungefähr die Summe ſeiner perſönlichen Mängel; alles Andere, die Stimme aus⸗ genommen, iſt gewiß zu ſeinen Gunſten. Seinem Geſicht ſcheint buchſtäblich Ausdruck eingegraben zu ſein; vor Allem das Auge iſt voll tiefer Gedanken und Bedeutung. Wie er über die Straße geht oder vielmehr ſtolpert, ſcheint er ſich in einem Zuſtande völliger Abstraction zu befinden, ohne auf das zu achten, was um ihn herum vorgeht, und blos mit ſei⸗ nem eigenen Geiſte beſchäftigt. Im Unterhauſe iſt die näm— liche Abſtraction ſein Hauptcharakterzug. Er kommt in das Haus hinein mit einem ſicheren Polarſtern ihn zu leiten, nämlich ſeinem Sitz; wie er denſelben erreicht, erſcheint, als ob es ein ihm unbekannter Proceß wäre. Wenn er ſitzt,
*) Die Aldermen der City ſind ſeit undenklichen Zeiten wegen enormen Bäuche berühmt.


