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Im Jahr 1851 ſah man in der großen Ausſtellung in London noch kein Aquarium. Erſt 1853 wurde ein ſolches in London in den Gärten in Regent's Park von Mitchell, dem Secretär der zoologiſchen Geſellſchaft, in großartigem Maß⸗ ſtabe errichtet, der es mit einer wahrhaften Pracht erbauen ließ. Dieſes Aquarium fand in London einen enthuſiaſtiſchen Erfolg. Die Engländer, welche für Alles, was die See be⸗ rührt, ein ſehr großes Intereſſe fühlen, waren über dieſes Werk Mitchell's vor Bewunderung ganz außer ſich. Dieſes Aquarium war indeſſen keineswegs vollkommen, denn man war genöthigt, faſt jede Woche das Waſſer zu verändern, was natürlich ſehr koſtſpielig war.
Das in England gegebene Beiſpiel wurde faſt ſofort in Nordamerika nachgeahmt, und zwar durch den bekannten Barnum, der in einem hohen Grade die Kunſt verſtand, die Schauluſt ſeiner Landsleute auszubeuten, die er ununter⸗ brochen zu befriedigen ſuchte, indem er ihnen immer etwas Neues— gleichviel ob es Humbug oder, wie in dieſem Falle, etwas Lehrreiches war— für Geld ſehen ließ. Dieſer Bar⸗
num ließ in Boſton mit Hülfe eines gewiſſen Cutting ſehr
große Aquarien erbauen.
Nach Amerika folgten Brüſſel, Hamburg, Paris, und ſetzt beſchäftigt man ſich in Wien, Berlin und St. Peters⸗ durg mit dem Plane der Herſtellung öffentlicher Aquarien.
In Paris gab der Graf d' Eprémesnil die erſte Veran⸗ laſſung dazu. Der urſprüngliche Plan des dortigen Aqua⸗ rium iſt von dem nunmehr verſtorbenen Mitchell entworfen, wurde aber von Lloyd fertig ausgearbeitet und vervollkomm⸗ net, und er iſt als der wahre Baumeiſter desſelben zu be⸗ trachten.
Das Aquarium im Boulogner Wäldchen iſt unter allen jetzt vorhandenen das größte und vollſtändigſte. Dasſelbe iſt 40 Metres lang und 10 Metres breit und enthält 14 Waſſerbehälter, welche durch Glaswände von einander ge⸗ trennt ſind, die erlauben, das Innere zu betrachten. Jedes Behältniß iſt mit pittoresken Felſen verſehen, der Grund iſt mit Sand und Strandſteinen bedeckt, um ſo viel wie möglich den Meeresgrund nachzuahmen. 10 Behältniſſe ſind für Seethiere, 4 für Geſchöpfe, die in ſüßem Waſſer leben, be⸗ ſtimmt.
Die Organiſation des Aquarium in Paris iſt der Ur⸗ ſprung großer Vervollkommnungen geworden, die für Appa⸗ rate dieſer Art von ſehr großer Wichtigkeit ſind. Der in einem ſo großen Maßſtabe gemachte Verſuch ſtellte ſehr bald heraus, daß die in den verſchiedenen Behältniſſen befind⸗ lichen Waſſerpflanzen zur vollſtändigen Reinigung der ſub⸗ mariniſchen Atmoſphäre nicht genügten. Man mußte daher zu dieſem natürlichen Mittel der Luftreinigung noch ein künſtliches hinzufügen, und zwar durch die Lüftung, welche man erhält, wenn das Waſſer in Bewegung geſetzt wird.
Gerade für dieſen Zweck wurden außerordentlich ſinnreiche
Vorrichtungen erdacht und praktiſch ausgeführt. Dann be⸗ ſchäftigte man ſich mit der Auffuchung der Waſſerpflanzen, die ſich ganz beſonders für die chemiſche Reinigung des Waſſers eignen. Die Wahl der Waſſerpflanzen für dieſen Zweck iſt durchaus nicht gleichgültig. Die Flora des Meeres zertheilt ſich in Höhenzonen, welche der verſchiedenen Tiefe des Waſſers entſprechen. Die Pflanzen in der größten Tiefe ſind braun, die in den mittlern Regionen roth, die in den obern Regionen, welche mit der Luft in Berührung kommen, grün. Man hat gefunden, daß die Chloroſpermeen oder
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Folge. 621 grünen Pflanzen, die den höhern Waſſerſchichten angehören, für die Unterhaltung des thieriſchen Lebens am geeignetſten ſind; dieſe Pflanzen bilden auf der Oberfläche der See oder längs der Küſten oft große grüne Weiden.
Wenn aber die Sonne beſtändig auf ſie einwirkt, ſo iſt das Wachsthum dieſer Pflanzen ſo üppig, daß eine derſelben, Anacharis canadensis, welche vor einigen Jahren aus Zu⸗ fall durch eine Pflanze, die ſich an einem Schiffskiel feſt ge⸗ hängt hatte, in die Themſe verpflanzt worden iſt, ſich bereits in einem ſolchen Grade vermehrt hat, daß der Fluß an man⸗ chen Stellen von ihr überfüllt iſt und daß ſie der Schifffahrt Hinderniſſe bereitet. Dieſes üppige Wachsthum der Waſſer⸗
gezwungen, dasſelbe durch eine zweckmäßige Regulirung des Lichtes zu unterdrücken. Dieſe Mäßigung des Lichts iſt im allgemeinen eine der unumgänglich nothwendigſten Bedin⸗ gungen in einem Aquarium; man muß den Waſſerpflanzen und Waſſerthieren nur ſoviel Licht zugehen laſſen, wie ſie in ihrem natürlichen Zuſtande zu empfangen gewöhnt ſind. Die Behältniſſe des Pariſer Aquarium liegen gegen Norden, und nur an dieſer Seite ſind die Oeffnungen für den Zutritt des Lichts; durch dieſe Vorſicht und vermittelſt der Schirme, die über jedem Behälter angebracht ſind, erhält man die wün⸗ ſchenswerthe Friſche und den erforderlichen Grad des Lichts.
Man hat auf die Gewohnheit verzichtet, ſchon ausge⸗ bildete Waſſerpflanzen in die Aquarien zu ſetzen. Es genügt, aus den in dem Waſſer enthaltenen Keimen ſich unter dem Einfluſſe des Lichts von ſelbſt eine Vegetation erzeugen zu laſſen. Die Behälter des Aquarium in Paris ſind mit einer reichen Flora verſehen, deren zu üppiges Wachſen man durch die über den Behältern angebrachten Schirme, welche das Licht fernhalten, mäßigt.
Warrington hat noch ein andres Mittel aufgefunden, um die Entwicklung der Pflanzen in den einzelnen Behältern zu beſchränken, indem er in das Waſſer gewiſſe kleine Mol— lusken ſetzt, die ſich an den Küſten von Waſſerpflanzen nähren. Er hatte einige dieſer Mollusken in ſein Aquarium geſetzt und bemerkte, daß dieſe kleinen Geſchöpfe einen Theil der üppigen Pflanzen verzehrten, und dieſer Beobachtung iſt es zuzuſchreiben, daß man ſich derſelben zu dieſem Zweck in allen Aquarien bedient. Am beſten eignet ſich dazu die Litorina litorea(Strandmondſchnecke), eine Molluske mit einem brau⸗ nen und runden Gehäuſe, die ſich beſonders an der Küſte der Straße von Calais findet und deren Zunge, wenn man ſie durch ein Mikroſkop betrachtet, ein kleines Wunder von einem ſchneidenden Inſtrument darſtellt.
Trotz aller dieſer Mittel hat man ſich doch, wie bereits erwähnt, gezwungen geſehen, zur künſtlichen Lüftung des Waſſers vermittelſt der Bewegung ſeine Zuflucht zu nehmen, um in einer Art die durch die Ebbe und Fluth und durch Wind und Stürme bewirkte Lüftung des Seewaſſers nachzuahmen. Die 25,000 Litres Seewaſſer, die in dem Pariſer Aquarium enthalten ſind, werden durch den Mechanismus, den wir gleich beſchreiben werden, ununterbrochen mit Luft vermiſcht.
Ein reichlicher Waſſerlauf, welcher der großen Waſſer⸗ leitung entlehnt iſt, die das Boulogner Wäldchen mit dieſem Element verſorgt, iſt ſo angelegt, daß er durch ſein Gewicht eine gewiſſe Maſſe Luft zuſammenpreßt. Dieſe zuſammen⸗ gepreßte Luft wirkt auf das Seewaſſer ein, das in einem ver⸗ ſchloſſenen Cylinder enthalten iſt, welcher unter dem Niveau des Aquarium liegt; ſie zwingt das Seewaſſer, durch eine dünne Röhre in jeden der Behälter einzudringen. Nachdem das Seewaſſer einen Theil der Luft, welcher dazu diente, es
pflanzen wird in einem Aquarium läſtig, und man iſt daher,
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