Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
619
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meiner Bildung die Seltenheit des Reiſens, die durch Großen und Ganzen der mißtrauiſch krankhafte Zug Mangel an Heerſtraßen geſteigert wurde, Man er⸗ einzelner Völker, einander aufs Bitterſte und ohne fuhr von einander blos durch Wanderburſchen, Söld⸗ offenen Blick für die Tugenden und Vorzüge zu cha

Vierte Folge.

nerknechte und herumziehende Bänkelſänger jene münd⸗ liche ſich in Uebertreibungen ſteigernde Kunde, rurlhe, ſolche abenteuerliche Individuen auf Koſten der Wahr⸗ heit und der Fremde und Ferne zum Beſten zu geben pflegten. Oft war es bei dieſer Skandal⸗ und Spott⸗ chronik nur auf eine reiche Ernte abgeſehn, denn der Wirth und das gemeine Volk füllt dem am liebſten

Krug und Säckel, welcher auf die Welt da draußen

ſchilt, die Nachbargegenden lächerlich macht und das Neſt lobt und preiſt, in dem er zur Stunde gerade warm ſitzt oder warm zu ſitzen wünſcht.

Dieſer armſeligen Manipulation haben viele ſprüchwörtlich gewordene Volksanſichten über andere Städte und Nationen ihr Daſein zu verdanken, und noch täglich werden z. B. in den verſchiedenen Alpen⸗ thälern und nachbarlichen Dörfern jener Gegenden, in denen bekanntlich ein Stamm, eine Gemeinde ſtets ſehr ſpöttiſch gegen die andere geſtimmt iſt, auf ähn⸗ liche Weiſe beim Glaſe Wein oder Bier und beim Geſang von frei improviſirten Schnaderhüpfeln der⸗ gleichen ſtehende Spitzreden gegen einander geſchmie⸗ det. Sie enthalten ein Körnchen Wahrheit neben vielen Uebertreibungen albernſter Art.

Man darf wohl der Meinung ſein, daß ſich im

rakteriſiren, mit dem beſſeren gegenſeitigen Kennen⸗ lernen und Berühren ungemein verlieren wird, und wir wollen auch hinzufügen, daß man dieſe Gerechtig⸗ keit als ein Zeichen zunehmender Intelligenz und Sitt⸗ lichkeit anzuerkennen hat. Es geht das nur mit der fortſchreitenden Bildung Hand in Hand, braucht aber durchaus keine Folge von monotoner charakterloſer Aufhebung der Nationalitäten zu ſein.

Somit wird man gewiß nicht irren, wenn man die intereſſante Sammlung dieſerInternationalen Titulaturen weniger als eine Fundgrube richtiger und treffender Urtheile der Völker über einander be⸗ trachtet, ſondern vielmehr darin einen Beitrag zur Charakteriſtik der verſchiedenen Zeitläufe findet, eine Schrift, die uns in abgeriſſenen Sätzen zwiſchen den Zeilen leſen läßt, welche ſpecielle Einflüſſe, welche Verfinſterungen und hiſtoriſche Drangſale und Unge⸗ rechtigkeiten die Bewohner eines Landes oder einer Stadt zu ſo bitteren Meinungen über ihre Nächſten gebracht haben. Dieſe Sprüchwörter ſind hin und wieder Randgloſſen und Anmerkungen im Buche der Geſchichte, zu denen zum Theil ſogar der ſpecielle Text fehlt und nur als eine Conſequenz des finſteren Ganzen geahndei werden kann.

Jeui‚

Das Aquarium im Acclimatiſations⸗Garten in

Paris. Für einen jeden Freund des vernünftigen, geſetzlichen Fortſchritts, dem billig jeder Einſichtsvolle huldigen ſollte, da die Menſchheit dazu offenbar von dem Schöpfer ſelbſt be⸗ ſtimmt iſt, iſt es ſicher etwas ſehr Erfreuliches, daß ſich ihm überall, wohin er auch ſeinen Blick auf Wiſſenſchaften, Künſte, Gewerbe, Ackerbau, Bergbau ꝛc. richten mag, die Ueberzeu⸗ gung des Fortſchritts aufdrängt. Der denkende Menſch wird mit Bewunderung erfüllt, wenn er die Wunder überblickt, welche wir in Künſten und Gewerben und allen Lebensver⸗ hältniſſen durch die Benutzung ganz einfacher Naturkräfte, die ſeit Erſchaffung der Welt vorhanden waren, doch von unſern Vorfahren unbenutzt blieben, weil man das Weſen derſelben zu wenig kannte und ihren Werth deshalb nicht zu würdigen verſtand, ins Leben gerufen worden ſind. So viel aber auch in der neueſten Zeit in dieſer Beziehung geleiſtet worden iſt, ſo darf man ſich doch nicht dem Wahne hingeben, als ſei jetzt bereits das Höchſte erreicht. Vermittelſt der ge⸗ nauern Bekanntſchaft mit den Naturerzeugniſſen und den

leton.

Fortſchritte, und ſelbſt der größte Naturforſcher vermag nicht zu berechnen, welche großartigen Erfindungen und Entdeckun⸗ gen der Menſchheit noch bevorſtehen mögen, von denen wir bis jetzt noch gar keine Ahnung haben. Jedes Beſtreben aber, zur Vermehrung unſerer Kenntniß der Naturerzeugniſſe beizutragen, verdient ehrende Anerkennung und das in einem um ſo höhern Grade, wenn der Hauptzweck, den man dabei im Auge hat, darin beſteht, daß man gleichzeitig den wiſſen⸗ ſchaftlichen und materiellen Intereſſen der Menſchheit zu nützen ſucht. Das iſt in einem ſehr vorzüglichen Grade bei dem Jardin d'acclimatation in Paris der Fall, deſſen Haupt⸗ aufgabe darin beſteht, Thiere und Pflanzen, die in fernen Ländern beſonders vortheilhaft für die Bedürfniſſe der Be⸗ völkerung benutzt werden, allmählich an das europäiſche Klima zu gewöhnen und deren Verbreitung zu befördern und in dieſer Art ſich Verdienſte zunächſt um Frankreich, dann aber auch um Europa zu erwerhen. Dieſes Ziel, das die betref⸗- fende Geſellſchaft ins Auge gefaßt hat, iſt nur durch eine ge⸗ nauere Kenntniß der organiſchen Naturerzeugniſſe möglich, und folglich gewinnen gleichzeitig die Naturkunde und die materi⸗

Naturkräften erweitert ſich fortwährend das Feld für neue

ellen Intereſſen durch die Beſtrebungen dieſer Geſellſchaft.