Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
617
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Vierte Folge.

ihr Herz.Habt Ihr's gehört? jubelte ſie,Euer Bater lebt, er kehrt zuruck Ueberwältigt von ihren Gefühlen, ſank ſie auf die Kniee, und heiße Thränen entſtrömten ihren Augen, es waren ſüße Thränen, Thränen der Freude!

Ja, er kehrt zurück, fuhr Oskar fort,viel⸗ leicht bald ſchon!

Helene ſprang auf;o, meine Ahnung, ju belte ſie,Herr des Himmels, laß ſie mich nicht täuſchen!

Mit dieſen Worten eilte ſie auf die Thüre zu, in demſelben Augenblicke aber ſtürzte Arthur, der ſich jetzt nicht länger mehr zurückhalten konnte, herein und in die weit ausgebreiteten Arme der unſäglich glücklichen Gattin. Und als hätte der Canarien⸗

ſvogel gewußt, welches Wiederſehn hier gefeiert wurde,

ſchmetterte er plötzlich in die Stille hinein eine laute, fröhliche Weiſe..

Oskar, der wohl fühlte, daß er für jetzt hier nberflüſſig war, entfernte ſich unbemerkt.

Sprachlos hielten ſich die Beiden lange Zeit umſchlungen, erſt als die Kleinen, die inzwiſchen vom Sopha geſprungen waren und ſich den Eltern genä⸗ hert hatten, die Kniee des Vaters umklammerten und immer ſtürmiſcher ihre Anweſenheit kund gaben, ent⸗

wand ſich Arthur den Armen der Gattin und zog die Kinder an ſein Herz. Helene eilte unterdeſſen hinaus, kehrte aber bald mit dem Hausrock und den Pantoffeln des Gatten, die ſie als ein heiliges Andenken aufbewahrt hatte, zurück. Und als Arthur nun, nachdem der erſte Freudenrauſch vorüber war, tief gerührt das treue ſo ſehr verkannte Weib um Verzeihung bitten wollte, da flog dieſe noch einmal ſtürmiſch an ſein Herz und ſchloß ſeinen Mund mit glühenden Küſſen.

(Erde mit Blättern und Blüthen geſchmückt, und in den letzten Jahren auch über das Grab des Commer⸗ zienraths ſein Füllyorn ausgeſchüttet. Der alte Herr ſchläft unter dem weichen Raſen, ſein Name aber lebt noch immer, nicht nur in den Liſten der Handelswelt, auch im Munde mancher Armen, die für ihre Bitten ſein Herz ſtets offen fanden.

Seinen Sitz im Cabinet nimmt jetzt Oskar ein, neben ihm arbeiten Arthur, der ſeit einigen Jahren Theilhaber am Geſchäfte geworden iſt, und Guido, der erſte Buchhalter der Firma. Er mußte ſeiner ſchimmernden Uniform Valet ſagen, doch trägt er da⸗ tum keinen Groll gegen ſeinen einſtigen Nebenbuhler in Herzen, im Gegentheil, er hat einen feſten Bund f Freundſchaft mit ihm geſchloſſen.

Die Familie des Dichters, die ſich ſeit der Zeit

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um zwei Köpfe vermehrt hat, wohnt jetzt in einem eleganten Hauſe; weiche Teppiche bedecken den Fuß⸗ boden, hohe, koſtbare Spiegel zieren die Wände, und geſchmackvolle Meubel füllen die Gemächer, deren Fen⸗ ſter mit Gardinen von ſchwerem Damaſt behangen ſind, doch den ſchönſten Reiz verleiht der eleganten Wohnung die Liebe, welche darin weilt und den Be⸗ wohnern derſelben täglich neue Freuden ſpendet. Das Glück ſtrahlt in den noch immer ſchönen Augen der Hausfrau, wenn Arthur am Abend heimkehrt, um im Schooße ſeiner Familie von den Mühen des Ta⸗ ges auszuruhen, und jubelnd eilen ihm die jüngeren Kinder entgegen, um den Vater zu empfangen und ihn zu fragen, ob er Briefe erhalten habe von Eduard, der jetzt auf der Univerſität iſt, oder Marie, die ſeit einem Jahre an der Seite eines geliebten Gatten eine neue Heimath gefunden hat.

Und wenn ja einmal eine leichte Wolke ſeine Stirne verdüſtert, dann ſetzt ſich das treue Weib an's Clavier und ſingt das einfache Liedchen, welches ſchon einmal das Herz des Dichters aus ſeinem wüſten Traum geweckt und der Gattin wieder zugeführt hat. Und iſt der letzte Ton deſſelben verklungen, dann iſt auch die Wolke von Arthur's Stirne geflohen, und mit ſeligem Lächeln ſchließt er die geliebte Gattin in ſeine Arme, bei der allein er jetzt ſein Glück ſucht und findet.

Literariſche Briefe von Otto Banch.

Das Sprüchwort als Humoriſt. Das Sprüchwort als Praktikus, von Ida von Dü⸗ ringsfeld. Internationale Titulaturen, von von Reinsberg⸗Düringsfeld. Leipzig, Verlag von Hermann Fries. 1863.

Sie werden ſich erinnern, daß wir uns im vorigen Jahre ſchon einmal über eine Sammlung, ähnlich wie die obigen, unterhielten;die Frau im Sprüchwort, von v. Reinsberg mit Geſchick und Umſicht zuſammen⸗ geſtellt. Die vorliegenden Bändchen bilden eine Fort⸗ führung des Unternehmens nach anderen Richtun⸗ gen hin.

Es iſt ziemlich mißlich, die Sprüchwörter in ver⸗ ſchiedene Rubriken einzutheilen und ſtreng zu ſcheiden, da viele Einzelheiten ſehr in einander übergehen. Wenn man z. B. ſagt:Das Sprüchwort als Prak⸗ tikus unddas Sprüchwort als Humoriſt, ſo könnte man das ebenſo gut eine ganz allgemeine als eine beſondere Bezeichnung nennen, denn faſt alle Sprüch⸗ wörter ſind vorwaltend praktiſcher Natur, und unendlich