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Vierte
ſein Vater allein zu ſein wünſche; er ging hinaus, und Reichendorff blieb in Gedanken verſunken eine Zeitlang vor ſeinem Pulte ſtehen.—„So wird's ge⸗ hen,“ murmelte er endlich,„ich darf ihnen die Wahr⸗ heit noch nicht ſagen, der Schlag wäre zu plötzlich, zu hart.“
Dann verließ auch er das Cabinet und gleich darauf auch das Haus.—
Helene hatte heiß und inbrünſtig zu Gott um Troſt und Faſſung gebetet, beides aber nicht gefunden, ſelbſt aller Gründe ungeachtet, mit denen ſie das Ausbleiben Arthur's zu entſchuldigen ſuchte. Sie er⸗ hob ſich von ihren Knieen und trat in die Wohnſtube zurück, wo die Kinder noch ſpielend am Tiſche ſaßen. Kaum aber hatte ſie dort Platz genommen, als die Hausglocke ertönte. Mit fieberhafter Haſt eilte ſie aus dem Zimmer und öffnete die Hausthüre, wich aber erſchreckt zurück, als ſie, ſtatt des erwarteten Gatten, den Commerzienrath eintreten ſah.
„Erſchrecken Sie nicht, liebe Frau,“ begann die⸗ ſer,„ich bringe keine Hiobspoſt, wenn meine Nach⸗ richt auch für Sie eben keine angenehme iſt.“
Mit dieſen Worten war er in's Zimmer geſchrit⸗ ten, und bleich, mit ſchwankenden Schritten folgte Helene ihm nach.
Reichendorff, der darauf nicht gefaßt war, ein ſchon durch Ahnungen entmuthigtes, angſterregtes Herz zu finden, blieb eine Weile bei den Kindern ſtehen, anſcheinend um ihrem Spiele zuzuſehen, in Wahrheit aber, um die Worte, die er zu ſprechen ge⸗
dachte, vorher noch einmal zu überlegen, und dem ar⸗ men Weibe Zeit zu laſſen, ſich von ihrer Beſtürzung
u erholen.
Nach einer Weile ſetzte er ſich neben Helene, die kraftlos auf einen Stuhl geſunken war, und ergriff ihre Hände.„Der frühe Ausgang Ihres Mannes,
ſein Ausbleiben, und der Umſtand, daß ſtatt ſeiner
ich nun in Ihrer Wohnung erſcheine, mögen in Ihrem Herzen wohl Befürchtungen erwecken,“ hob er an,„doch kann ich Ihnen auf mein Ehrenwort verſichern, daß Ihr Gatte geſund iſt und ſich nur auf einer längeren Reiſe befindet, von der er aber hoffentlich bald zurück⸗ kehren wird.“
„Alſo hat er mich und ſeine Kinder verlaſſen?“ ſchluchzte Helene.„O, ſagen Sie es mir nur, daß ſeine Reiſe eine Trennung für immer von ſeiner Hei⸗ math und ſeiner Familie iſt, ich bin ja darauf gefaßt
uniim.— und will geduldig den bitteren Kelch leeren.“ bereinee
—„Eine Trennung für immer?“ fragte Reichendorff. „Sie ſind im Irrthume, liebe Frau, es mag ſein, daß ſeine Wiederkehr erſt nach einem halben Jahre erfolgt,
doch die Zeit ſchwindet raſch.“
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„Darf ich den Zweck und das Ziel der Reiſe wiſſen?“ fragte Helene, die, durch die milden Worte des Commerzienraths etwas beruhigt, denſelben jetzt erwartungsvoll anſchaute.
„Es iſt eine Geſchäftsreiſe,“ erwiderte Reichen⸗ dorff zögernd,„eine ſehr verwickelte Angelegenheit, die ihm viele Arbeit machen wird; das Ziel muß noch ein Geheimniß bleiben. Bis zu ſeiner Rückkehr aber habe ich die Sorge für Sie und Ihre Kinder über⸗ nommen, und ich hoffe, Sie werden mit mir zufrie⸗ den ſein.“
In dieſem Augenblick ertönte die Hausglocke wie— der. Helene öffnete, und ein ſchon ältlicher Herr, in dem Reichendorff ſofort einen höheren Polizeibeamten erkannte, trat ein. Der Bankier erhob ſich, um dem Beamten zuvor zu kommen und eine unvorſichtige Frage deſſelben zu verhüten, doch ſchien derſelbe dies nicht zu beachten; kaum war er eingetreten, als er nach dem Hausherrn Arthur Winter fragte. Auf die Antwort Helene's, daß derſelbe nicht zu Hauſe, ſon— dern auf einer Reiſe ſei, zuckte er die Achſeln und erklärte, eine Fnenchäcs vornehmen zu müſſen. Jetzt erſt bemerkte Helene, daß der Fremde ein Po⸗ lizeibeamter war, und all ihre Kraft zuſammenraffend, mit dem feſten Vorſatze, ſich Gewißheit zu verſchaffen, trat ſie vor ihn und bat ihn, ihr zu ſagen, was ihr Mann verbrochen habe, daß man auf ihn fahnde.
„Nun, ein Verbrechen iſt's nicht,“ erwiderte der Beamte, ehe es Reichendorff, der ſeinen Arm erfaßt hatte, verhindern konnte,„er hat ein Duell gehabt.“
„Ein Duell?“ ſchrie Helene,—„o, meine Ah— nung hat mich nicht betrogen— weiß wie Schnee, roth wie Blut!“
Der Commerzienrath zog jetzt den Beamten bei Seite.„Der, den Sie ſuchen, iſt ſchon außer dem Bereiche Ihres Armes,“ ſagte er,„gleich nach dem Duell iſt er geflohen. Wie aber kommt es, daß Sie jetzt ſchon die Namen der Duellanten wiſſen?“
„Das Gerücht hatte ſich geſtern ſchon verbreitet,“ erwiderte der Beamte,„ohne aber einen Namen zu nennen; erſt vor einer Stunde erhielt ich dieſes ano⸗ nyme Schreiben, worin mir angezeigt wird, daß der eine Duellant, von Stürmer, tödtlich verwundet, der andre, Arthur Winter, vielleicht in ſeiner Wohnung zu finden ſei.“.
Reichendorff warf einen Blick auf die Zeilen, die der Beamte ihm vorhielt, betroffen fuhr er aber zurück, er hatte in den Schriftzügen die Handſchrift der Gräfin erkannt.„Auch das noch,“ murmelte er, dann wandte er ſich um und näherte ſich der laut weinenden Mut⸗ ter, die auf die Kniee geſunken war und die Köpfchen
Folge.


