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Sehr unumſtößlich und des beſten Somnambulis⸗ mus aus der neueren Zeit würdig iſt es ohne Zweifel, daß Swedenborg mehrmals Dinge offenbart hat, die er nicht auf natürlichem Wege mit ſeinen Sinnen wahrnehmen konnte.
Unter allen Berichten, die man über Sweden⸗ borg's Vermögen hat, ſich unabhängig vom Raume die wunderbarſten oft augenblicklichen Benachrichtigungen von an weit entfernten Stellen vorgefallenen Bege⸗ benheiten verſchaffen zu können, giebt es keinen auf⸗ fälligern, als den von der Feuersbrunſt zu Stockholm. Wir wollen über dieſes erſtaunliche Ereigniß einen Brief von dem größten Philoſophen des vorigen Fahrhunderts, von Immanuel Kant, an einen ſeiner Freunde anführen. Man kann nicht ohne Intereſſe leſen, was dieſer geiſtreice Mann, den man gewiß nicht unter die Zahl der Leichtgläubigen rechnen kann, uber dieſen unerhörten Vorfall, welcher in jener Zeit iin ſo allgemeines Intereſſe erregte, gedacht hat.
Kant ſchreibt:
„Gegen das Ende des Septembers, im Jahre 1756, kam Swedenborg eines Sonntags, Nachmit⸗ tags 4 Uhr, von London in Gothenburg an. Herr William Kaſtel empfing ihn an der Landungsbrücke und begleitete ihn gleich nach ſeinem Hauſe, wo er ein kleines Feſt veranſtaltet hatte, zu dem er etwa dierzehn Perſonen, ſämmtlich Freunde des Geiſter⸗ ſehers, eingeladen. Anfangs zeigten ſich die Glieder der kleinen Geſellſchaft alle fröhlich und aufgeräumt. Ganz plötzlich aber verſtummte Swedenborg, auf ſeinem ausdrucksvollen Geſicht zeigten ſich Spuren von tiefem Kummer. Es war jetzt 6 Uhr Nachmit⸗ ags. Swedenborg ging dann hinaus, kam aber in kurzer Zeit wieder zurück, ganz erſchrocken und ent⸗ ſetzt. Da man ſich ihm näherte, um die Veranlaſſung
azu erfahren, berichtete er, daß eben eine Feuersbrunſt
in Stockholm, in der Nähe der Marienkirche, ausge⸗ brochen ſei und daß dieſelbe ſich äußerſt verwüſtend ausbreite. Während dieſer Zeit blieb Swedenborg aunabläſſig ſehr unruhig und ging alle Augenblicke aus dem Zimmer hinaus. Unter Andern theilte er mit, daß das Haus eines ſeiner Freunde ſchon eingeäſchert ſei und daß das ſeinige in der größten Gefahr ſchwebe. Als er ungefähr um 8 Uhr Abends wieder auf einige Zeit hinausgegangen war und nach einer Weile wie⸗ der zurückkam, trat er eilends in das Zimmer und rief mit freudiger Stimme aus:„Gott ſei Dank! jetzt iſt das Feuer gelöſcht und zwar nur drei Hänſer vor dem meinigen.“
Dieſer Vorfall verſetzte indeſſen die Geſellſchaft während einiger Stunden in die größte Unruhe, welche ſich über die ganze Stadt verbreitete. Zuletzt wurde
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das Gerücht auch vor die Provinzialregierung gebracht, die den folgenden Morgen Swedenborg vor ſich ru⸗ fen ließ und ihn näher befragte. Er gab die aus⸗ führlichſte Beſchreibung, ſowohl über die Ausdehnung der Feuersbrunſt, als auch über die Zahl der Häuſer, die durch dieſelbe zerſtört worden waren, und ſchließlich über die Zeit, als das Feuer aufgehört hatte.
Am Montag Abend(alſo einen Tag nach dieſer „Offenbarung“) traf ſchon ein Eilbote ein, welcher während der Feuersbrunſt in Stockholm von einem dortigen Kaufmannshauſe an ein anderes in Gothen⸗ burg abgeſchickt war. Sowohl dieſer Bote, als auch der am Dienſtag Morgen an die Provinzialregierung angekommene Courier beſtätigten in allen Beziehungen die von Swedenborg über die Feuersbrunſt vorher mitgetheilten Angaben. Nicht einmal in Bezug auf die Zahl der eingeäſcherten Häuſer oder auf die Zeit, da das Feuer gelöſcht worden war, hatte er ſich im geringſten geirrt.
Was will man nun,“ ſo fährt Immanuel Kant fort,„gegen die Glaubwürdigkeit dieſer Begebenheit vorbringen? Der höchſt zuverläſſige Freund, der mir darüber geſchrieben hat, hat ſelbſt alle damit in Zu⸗ ſammenhang ſtehenden Umſtände mit eigenen Augen geſehen und geprüft und mit mehreren Perſonen, die, während die Feuersbrunſt vorfiel, in der Geſellſchaft waren, ausführlich darüber geſprochen.“
Ich geſtehe, daß es noch mehr für die Glaub⸗ würdigkeit dieſes ſeltſamen Falles ſprechen würde, wenn ſich Kant ſelbſt in jener Nachmittagsgeſellſchaft zu Gothenburg befunden hätte. Doch Kant muß ſeine Freunde am beſten gekannt haben, und man hat kein Recht, deren Geviſſenhaftigkeit anzuzweifeln, wenn er es bei einem ſo wichtigen Fall nicht that.
Aehnliche Kraftſtückchen der Hellſeherei, wie das vorliegende, erzählt man ſich mehrere von Sweden⸗ borg, und wenn ſie auch nicht alle eine gleiche Bürg— ſchaft für ſich haben, ſo ſind doch dabei Perſönlichkei⸗ ten betheiligt geweſen, die man nicht als unglaub⸗ würdig bei Seite ſchieben kann. Zu dieſen gehörte Jung-Stilling und einige andere ehrenhafte Männer.
Leider ſind nun im Gegenſatz zu dieſen an ehrwür⸗ dige Thatſachen anſtreifenden Seltſamkeiten die Schrif⸗ ten Swedenborg's über ſeinen Umgang mit Geiſtern viel weniger erbaulicher Art. Es wäre ſehr leicht, und Börne ſo wie manche frühere Publiciſten haben es bereits gethan, ſich über dieſe Abgeſchmacktheiten auf eine amüſante Weiſe luſtig zu machen. Damit iſt aber nichts gewonnen. Man muß ſich im Gegen⸗ theil die ernſte Frage vorlegen: wie kommt ein ſo humaner, würdiger, von aller Oſtentation ferner, lo⸗ giſch ſcharf denkender Mann dazu, in ſeinem Geiſte


