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ön d Sonne mehrere Nächte gar nicht unter. Indem man ſich
Vierte Folge.
uſen Beamtenwelt ſelbſt wird keins der kleinſten Hinderniſſe ſin; immerhin iſt es ein bedeutſames Ereigniß, daß der Kai⸗ ſr die von ſeinem Oheim eingeführte Centraliſation als un⸗ weckmäßig erkannt hat; die letzten Wahlen haben dem Gou— urnement wiederum gezeigt, daß ſelbſt die ungeheure Macht, mlche jene Adminiſtrationsform giebt, gegen den Ausdruck iner entſchieden vorherrſchenden Volksſtimmung machtlos iſt. Napoleon III. geht in ſeinen politiſchen Reformen Schritt wer Schritt vorwärts, er erweitert allmählich die Grenzen der aulamentariſchen Gewalt, und will nun auch einer ſelbſt⸗ ſindigeren Gemeindeverwaltung Bahn brechen; daß die unzoſen für letztere nicht geeignet ſeien, iſt eine oft ausge⸗ ſleo chene Behauptung, die aber noch des Beweiſes entbehrt; Uöher hat es ihnen an Gelegenheit gefehlt ſich darin praktiſch m üben; der franzöſiſche Conſtitutionalismus iſt in dem hrlamentarismus untergegangen, weil er nicht in einer freien zelbſtverwaltung, welche die nothwendige Grundlage des zuſtitutionellen Syſtems bildet, wurzelte; hat die Nation iſt gelernt, ſich ſelbſt zu regieren, ſo wird die nationale kertretung nicht mehr, wie unter Louis Philipp, das Bild iner Verſammlung bieten, in welcher der Kampf um die Riniſter⸗Portefeuilles den wichtigſten Staatsintereſſen vor⸗ ugeſetzt wird. Die Hoffnung, daß aus dem Füllhorn der ſberalen Reformen auch eine Erleichterung der Preßgeſetz⸗ ſoung hervorgehen werde, hat ſich leider bis jetzt nicht be⸗ ſitigt; der Kaiſer ſcheint die Anſicht ſeines Oheimes zu thei⸗ n, daß eine freie Preſſe mit keiner Regierungsform verträglich ſi. Aber die Regierung kennt und würdigt den Einfluß iner ſelbſt ſtark beſchränkten Preſſe zu richtig, um die Mit⸗ gieder derſelben mit dem ſtaatsmänniſchen Blicke des jetzigen fußiſchen Miniſter⸗Präſidenten ſchlechthin als„verfehlte Chiſtenzen“ anzuſehen, vielmehr iſt ſie unausgeſetzt bemüht, de feindlichen Elemente für ſich zu gewinnen, und ſelbſt die Sinator⸗Würde iſt nicht für zu hoch erachtet, um bedeu⸗ tade publiciſtiſche Verdienſte zu belohnen. Die Preſſe Sitet dem Talente hier mehr als irgendwo Gelegenheit ſich Puv orzuthun, durch ſie haben viele der bedeutendſten Staats⸗ minner ihren Ruf und ihre politiſche Laufbahn begründet. Auuch die materielle Lage der Journaliſten iſt nirgends glän⸗ ander, ſie haben ihren Antheil an jedem financiellen Unter⸗ uhmen, für welches die Theilnahme des Publicums nöthig i; die Preſſe iſt eine unentbehrliche Stütze für die Opera⸗ ünnen der modernen Finanzwelt, die täglichen und wöchent⸗ uhen Börſenberichte bilden einen weſentlichen Theil jedes plitiſchen Blattes, und alle bedeutenden Journale ſtehen in agen Beziehungen zu irgend einer der hieſigen Geldmächte. Kin Gouvernement verſteht es beſſer, als das hieſige, die Rimmung des Landes durch die Preſſe zu leiten, es weiß ſih den Anſchein zu geben, als folge es der öffentlichen Mei⸗ rung, während es dieſelbe ſelbſt hervorruft; es kann ſo be⸗ dt ſchweigen als ſprechen. Hoffentlich iſt die neue Aera
de Reformen noch nicht geſchloſſen, und wird auch die Preſſe
did ihren Antheil daran erhalten. H. R.
Die Sonne um Witternacht. In Tornea am bothniſchen Meerbuſen geht im Sommer uf eine Anhöhe ſtellt, ſieht man ſie um Mitternacht am nörd⸗ icen Himmel den Horizont berühren, um darauf wieder
uporzuſteigen. Jedes Jahr landen zur Zeit des Som⸗ annfangs Reiſende in Ofvre Tornea, um dieſes merkwür⸗
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dige Schauſpiel zu ſehen. Dieſes Dorf liegt noch zwölf Stunden weiter nördlich als Tornea, und daher dauert der längſte Tag dort noch länger als in Tornea ſelbſt, und ein Hügel, welcher den Fluß in einer Ausdehnung von 600 Fuß beherrſcht, bietet einen ausgezeichneten Punkt zur Beobachtung dieſes Phänomens. Man trifft dort Reiſende von allen Na⸗ tionen, Originale jeder Art. Die Auffallendſten darunter ſind natürlich Engländer. Ihre Ueberſpanntheiten ge⸗ währen den Reiſenden Zerſtreuung, die derſelben dort um ſo mehr bedürfen, weil es außer dem Genuß, die Sonne um Mitternacht zu ſehen, in Tornea nicht viel Gelegenheit zu Vergnügen giebt. Das Erſte, was man einem ankommen⸗ den Reiſenden erzählt, iſt irgend eine einem Engländer zuge⸗ ſchriebene Bizarrerie. Wir wollen deren ein paar hier mit⸗ theilen.
Eines Abends kam ein Engländer im Galopp in Ofvre Tornea an. Es war hohe Zeit, Abends halb zwölf Uhr! In einer halben Stunde ſoll das Schauſpiel beginnen. Ein Schwede, der ſich daſelbſt befand, ladet den Engländer ein, ſich ihm und einigen Andern, die bei ihm waren, anzuſchlie⸗ ßen, erhält aber von ihm eine abſchlägliche Antwort. Er will mit ſeinem Bedienten, einem Weinglas und einer Flaſche Champagner, die er mitgebracht hat, allein ſein.
Um Mitternacht im Augenblick, wo die Sonne unter⸗ und gleichzeitig aufgeht, ruft er:„John! a glass of Cham- paign!“ Als das Glas Champagner eingeſchenkt iſt, trinkt es der Engländer, eilt dann nach ſeinem Wagen zurück und jagt im Galopp, wie er gekommen war, wieder davon. Wo⸗ hin geht er? Weshalb eilt er ſo? Vielleicht daß es ſich für ihn um ein Rendez⸗vous am Vorgebirge der guten Hoffnung oder am Himalaya handelte, um dort eine andere Naturer⸗ ſcheinung zu beobachten.
Neben den immer preſſirten Engländern, die ganz den Anſchein haben, als hätten ſie keine Minute Zeit zu verlie⸗ ren, giebt es deren auch, die ſtets zu ſpät kommen, doch die Zahl iſt weit geringer. Ein ſolcher war bereits zweimal nach Tornea gekommen, um das erwähnte Schauſpiel zu ſehen, doch jedesmal unglücklicher Weiſe 24 Stunden zu ſpät. Das war verdrießlich, doch er hat ſich einmal vorgenommen, das Schauſpiel zu ſehen, und ſo kommt er auch das dritte Jahr wieder und er ruft ſofort: Victoria! denn heute wird er um Mitternacht die Sonne ſehen. Er iſt aber ſehr ermüdet, und bis zur Mitternacht verfließen noch einige Stunden. Er läßt ſich daher ein Souper zubereiten, das er ſich ſehr gut ſchmecken läßt, und dann geht er zu Bett, nachdem er vorher ſeinem Diener den gemeſſenen Befehl ertheilt hat, ihn halb zwölf Uhr zu wecken. Der Diener, welcher dem erhaltenen Befehl gewiſſenhaft nachkommt, erſcheint Punkt halb zwölf Uhr, um ihn munter zu machen, doch der Verſuch gelingt ihm nicht. Der Schläfer wendet ſich nur in ſeinem Bette um und mur⸗ melt:„Uh! Uh! die Sonne! die Sonne! Ich will ſie mor⸗ gen ſehen.“ Und er verſchläft das Schauſpiel wirklich. Für dieſes Jahr ging ihm ſomit das Schauſpiel wieder verloren, doch wenn er in der Zwiſchenzeit nicht durch den Tod von der Erde abberufen wird, ſo läßt ſich mit voller Gewißheit erwarten, daß er ſich künftiges Jahr am 21. Juni wieder ein⸗ finden wird. Vielleicht iſt er dann glücklicher, wenn ihm die Müdigkeit oder ein andrer Zufall nicht wieder einen Poſſen ſpielt. C.


