Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
569
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Vierte eriſelben Cl» hört. a 6 füt geſchätzter Advocat, deſſen Name durch einen lichenen b geßmüthigen Act, ſeine Vertheidigung des Generals goreau, bekannt geworden iſt, vernachläſſigte nichts, Nig e 1 u den Weg ſeines Mündels in der Laufbahn, in d Feuilet ſe er ihn hineinzog, zu ſichern. Indem er ihn einen iin und ſe urſus des römiſchen Rechts machen ließ, wählte er N den 8 ihn als Privat⸗Repetitor mit einer Einſicht, die r 1ansn Ehre macht, einen jnngen Rechtsgelehrten, der Rde Iie b jetzt eine der hohen Jüuürationen der franzöſi⸗ Rene Über ſäſchen Tribune und der Academie Francaiſe iſt. Zu Dbenterfreunddeſelben Zeit ſtudirte Scribe den Rechtsgang bei ſagt hat, wilenem Sachwalter, bei dem er die Stelle eines Actuars em Hauptinhalmrſehen ſollte.

Sein Eifer entſprach indeſſen dieſen vervielfäl⸗ eer die übliche ſten Sorgen keineswegs. Wenn einer Anekdote, den Dank dach ſich in der Familie ſeines Vormunds erhalten hat, dienſt zu Thalltlauben zu ſchenken iſt, ſo zeichnete er ſich in der der Aiademiſhſorgung ſeiner Geſchäfte als Actuar keineswegs Romantiker hach Fleiß aus. Eines Morgens hatte er das Un⸗ wir, um gleit 8 in einer Straße von Paris dem Sachwalter zu

Feuillet übe gegnen, in deſſen Schreibſtube er arbeitete, der ein anz vortrefflicher Menſch geweſen zu ſein ſcheint, 5 der ganze Vorwurf, den er ſeinem nachläſſigen Attuar machte, der plötzlich bis zur Stirn erröthet mr, beſtand in den Worten:Ach, Herr Scribe, ich Dort waͤhl on entzückt, Sie zu ſehen; ich hatte ſeit langer Zeit e Muſe, welt ni Ihnen zu ſprechen. 8* Ich wollte Ihnen ſagen, ſuct hatte uen es ſich durch einen glücklichen Zufall jemals läͤchter des a nignete, daß Sie durch meinen Stadttheil kämen, ſo

jüngere, flut die Muſe d

1791 in Pan ie unter jen von einem

in meine Schreibſtube bemühten. ſchon in dMein Herr, murmelte Scribe,ich ging dahin. er ſeine erte Er ging an dieſem Tage wirklich dahin, doch Erfolge u deſer Tag hatte wenig Nachfolger, und dem geiſt wie ſehrd nichen Sachwalter fiel es gar nicht ein, ſich darüber den Andern t a beklagen, denn wie er ſelbſt ſagte, hatte er erkannt, ſeiner Arbein die Anweſenheit Scribe's in ſeiner Schreibſtube desColezums d Abweſenheit zweier Actuare ganz gleich ſei. und die N Die Erklärung der Lauigkeit des Actuars ließ le Sorglichti nicht lange auf ſich warten. Im Jahre 1811 ertönte ngab, worin m erſten Mal ſein Name in einem jener Räume, deren t, macen Rahm er ſpäter werden ſollte. Man ſpielte auf dem eines Gedät dheater in der Rue de Chartres ein kleines Stück uter dem Titelles Dervis, ein munteres und leb⸗ baftes Stück dieſer Feder, die ihren Flug begonnen. Ale Einzelheiten dieſes glücklichen Abends waren der Ginnerung Scribe's gegenwärtig geblieben, dem ſie finwährend Freude machten; er hatte ſich für dieſe aſtte Arbeit einen Mitarbeiter gewählt, der eben ſo f ug war wie er, und Beide berauſchten ſich köſtlich an den Beweiſen des Erfolgs, als ein alter Autor, 4* dem antiken Sclaven, zu der lächelnden Gruppe s

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wirden Sie mir ein Vergnügen machen, wenn Sie

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trat, welche die Triumphirenden umgab, und zu ihnen ſagte:Ihr jungen Leute, das iſt gut für einmal; aber kommt nicht darauf zurück, oder bereitet Euch auf weniger Beifall und beſonders auf weniger Freunde vor.

Die Vorherſagung dieſes unbekannten Weiſen verwirklichte ſich vollſtändig. Die Verſuche, welche Scribe in den folgenden Jahren in verſchiedenen Arten vervielfältigte, wurden beſtritten, obgleich ſie von demſelben Werthe wie ſein erſtes Stück, ja zu⸗ weilen noch von einem höhern waren. Es ſcheint, daß es im wirklichen Leben, eben ſo wohl wie in den verzauberten Gegenden, an den Zugängen zu allen Laufbahnen und zu jedem Ruhm eine Art von eifer⸗ ſüchtigem Hüter giebt, der ſeine Beute verlangt, der ſich wohl zuweilen überraſchen läßt, ſich aber ſtets dafür rächt, überraſcht worden zu ſein. Scribe ge⸗ hörte nicht zu denen, die in dieſen unvermeidlichen und ohne Zweifel wohlthätigen Kämpfen den Muth verlieren und ſich zurückſchrecken laſſen. Er beſaß den Muth ſeines Talentes; ſeine Kräfte nahmen in dem Kampfe zu, und es dauerte gar nicht lange, ſo brauchte er ſich der Prüfungen bei ſeinen erſten Verſuchen nur zu erinnern, um jungen Collegen die Bitterkeit der⸗ ſelben zu erſparen. Er konnte endlich die Manſarde der Künſtler verlaſſen, deren kurze Schmerzen und lange Hoffnungen er einige Jahre ſpäter in einem ſeiner reizenden Vaudevilles gemalt oder vielmehr be⸗ ſungen hat. Er war es ſelbſt, der damals mit der aufrichtigſten Beredſamkeit ſeines Herzens ſprach, als er einen ſeiner Helden ſagen ließ:Meine Freunde, künftig lächelt uns das Glück.... wir haben nichts weiter zu thun als voranzuſchreiten.... aber wenn wir reich und berühmt ſind, dann wollen wir uns ſtets der Schwierigkeiten unſerer erſten Schritte er⸗ innern, und wenn uns ein junger Maler ſeine erſte Skizze bringt, wenn ein junger Muſicus uns ſeine erſte Partitur zeigt, wenn ein junger College kommt, um uns um Rath zu fragen, ſo laßt uns ihre ſchwa⸗ chen Verſuche ermuthigen, laßt uns ihnen mit unſern Rathſchlägen, unſrer Börſe, unſrer Freundſchaft helfen und laßt uns nie vergeſſen, daß der erſte Schritt auf der Laufbahn für ſie am ſchwierigſten iſt! Man kann ſagen, daß Scribe, als er dieſe Zeilen ſchrieb, das edle Progamm ſeines Lebens aufzeichnete.

Schon in den erſten Jahren der Reſtauration wurden die beharrlichen Anſtrengungen des jungen Dichters belohnt, zwar noch nicht durch Ruhm, wohl aber durch Lärm, weil eins ſeiner kleinen Stücke die ziemlich ſeltene Ehre eines Auflaufs erhielt. Es war ein ſatiriſches Stück, das gegen eine kindiſche Mode gerichtet war, die als ein Zeichen ihrer Zeit erwähnt