Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
551
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Vierte Folge.

eden gefel benen Pr e gemacht.

rie feſt un ungen iſt, eine beſcheidene Exiſtenz zu gründen. Sie,

ſe auf wunderbare Weiſe das Schickſal mir zugeführt unt, beginnen, wie es ſcheint, eine eben ſo mühſame s gefahrvolle Wanderung, eine Probe haben Sie zurch die unzarte Behandlung jenes Mannes erhalten. geſäße ich Reichthum, dann würde ich ſofort eine Vohnung für Sie miethen, ſo kann ich Ihnen nur nein Zimmer überlaſſen, während ich das Seiten nwinet beziehen werde. Sehen Sie mich für ihren hruder an, dem die Schyweſter heilig ſein wird, als plche ſollen Sie vor der Welt gelten.

Er reichte ihr die Hand und ſah ſie mit einem blicke an, der das gegebene Verſprechen verbürgte.

Marie wurde Alfred's Stubennachbarin, ihr alſo

f dazu zwin⸗ feine Taill ene Han

ich, die die⸗ rcht, ich ver⸗

zfordert perden, Sit

r Maria ver⸗

Alfred, mi 5 8. uu d gehört der ſchöne Mädchenkopf, an dem wir hinter 4 54 1 den Blumen des Manſardenerkers, vom Durchgangs

jof aus, uns erfreuen durften.

Wir wollen offen ſein, wie Alfred. Bedenken verden hier 5 da aus manchem ſchönen Munde nut werden aber wir bitten unſere Leſerinnen, ns Blatt wegzulegen, ſondern uns zu folgen; das hild, das w u geben verſuchen wollen, wird ihnen leb werden, denn es zeigt uns eine edle Männlichkeit, nie ſie leider nur ſelten noch gefunden wird.

Schon am anderen Tage gelang es Alfred's un müdetem Beſtreben, für Schweſter Marie einige Ge⸗

langſam, ge s Verlornei eer ſo ritter

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hren Augen Baacſchaft

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gohnung, und nun laſſen Sie mich offen ſprechen. geſtreift worden war, ohne daß die Wunde eine be⸗ iy bin Maler, dem es unter ſchweren Kämpfen ge⸗ deutende Verletzung verurſacht hatte.

Befahl ſchon Alfred ſeiner Aufwärterin die ſtrengſte Verſchwiegenheit, gelobte dieſe auch Schweigen an, Marie erfuhr doch ſchon am anderen Morgen durch die alte Frau nicht nur den Vorfall, ſondern hörte auch eine begeiſterte Lobrede über den Bruder, die vom Herzen kam und zu Mariens Herzen ging.

Als die Alte ſie verlaſſen, dankte ſie auf den Knieen dem Himmel für die Erhaltung ihres Beſchü⸗ tzers, dann klopfte ſie leiſe an die Zwiſchenthür.

Herr Alfred, darf ich eintreten?

Ich werde ſogleich aufſchließen.

Sie ſind krank?

Ehe ich antworte, eine Bitte, wir gelten vor der Welt als Geſchwiſter, dürfen alſo die Anrede Sie nicht gebrauchen. Um uns nun nicht zu verſpre⸗ chen, müſſen wir, auch wenn wir uns zuſammen un⸗ terhalten, die Anrede der Geſchwiſter gebrauchen, alſo liebe Marie, wenn es Ihnen auch ſchwer ankom men ſollte, nenne mich Du, wie ich es mit freudigem Herzen thue. Nun die Antwort. Wie ich ſehe, hat meine geſchwätzige Marianne wider meinen Willen und Befehl Dir verrathen, was mir begegnet iſt. Ich habe dem Herrn Major für ſeine Zudringlichkeit eine Lection gegeben und dabei den Streifſchuß am Arme

dar der 7 4 5 17,8 Garken, oder angsunterrichtsſtunden in befreundeten Familien zu

germitteln.

lüc. b Gegen Abend ſprach er zu ſeiner Aufwärterin, n Stund ſer Frau des Portiers, welche um dieſe Stunde nach nden. feinen Wünſchen für den Abend und den folgenden er heftigen Morgen zu fragen pflegte: Liebe Marianne, geſtern habe ich meine Schwe⸗ ein Ente ſjer, welche ſich hier in der Reſidenz zur Sängerin en, ihr Su⸗ husbilden will, zu mir genommen; die Mittel dazu

erd ſie durch Unterricht gewinnen. Mich ruft ein hef häft vom Hauſe, ich weiß nicht, ob ich heute, ob ld wiederkehre. Hier in meinem Bureau verwahre * kleines Capital, das iſt für ſie; ſollte ich in rzehn Tagen noch nicht zurückgekommen ſein, ſo en Sie ihr das Geld mit dieſem verſiegelten Blatte.

nuch er einſt Hrten, den

Ehe ſich die über den ungewöhnlichen Ernſt des

iir Mann mit verbundenem Arme ſtieg langſam her⸗ us, mühſam erreichte er eine Wohnung; es war Al⸗ ſad, der im Duell von des Majors Kugel am Arme

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durch die ſungen Mannes betroffene Portiersfrau erholen konnte, gte, in dem war er verſchwunden.

deu. Duch Nach neun Uhr den Abends fuhr langſam ein uhrte Alfrd ieſchloſſener Miethwagen vor den Eingang zum Hofe,

erhalten, glücklicher Weiſe iſt es der linke, glücklicher Weiſe eine nur unbedeutende Verletzung.

Alſo für mich haſt Du? Für Dich, nach alter Ritterſitte, die Blut und Leben für die Unſchuld einſetzte. Ich glaube Dir gleich zu Anfang unſerer Laufbahn einen Beweis ge⸗ geben zu haben, wie ernſt und heilig mir mein Ver⸗ ſprechen iſt, in Dir nur meine Schweſter zu ſehen. Alſo Vertrauen für's Leben. Jetzt laß uns die Hausordnung und das Hausſtudium feſtſtellen. Ich habe Unterrichtsſtunden für Dich erlangt, Marianne wird Dich zu den Wohnungen einiger mir zugethaner Familien führen. Das Honorar iſt nicht groß, aber es wird für Dich ausreichen, ich ſelbſt werde Dich mit aller Kraft unterſtützen. Im Hauſe ſetzeſt Du Deine Geſangsſtudien fort, glücklicher Weiſe beſitze ich einige Kenntniſſe in der Muſik; mit der Zeit ge⸗ denke ich Dir einige Geſangsrollen einzuſtudiren, wer weiß, wozu dieſer Fleiß uns führt.

Gleichmäßig zwiſchen Arbeit und Muße verlief nun forthin das Leben der beiden Manſardenbewohner. Die damals feſtgeſtellte Tagesordnung wurde ſtreng inne gehalten, die Unterrichtsſtunden mehrten ſich vßn Monat zu Monat, man ſprach von der Schweſter des Malers mit anerkennender Hochachtung, die Familien,

deren Töchter ſie unterrichteten, gewannen ſie lieb, ja

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