Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
543
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Vierte Folge. 543

te eines ae n ſterben Ui ineenz von Waldſtein, Herr der Herrſchaften Münchengraz, de ſamd der dn Beiß⸗ und Hühnerwaſſer, Hirſchberg u. ſ. w., ſich von dem JDeverou Kaiſer Joſeph II. die Erlaubniß erbat, die Gebeine ſeines enſtein gab kein ſiihmwürdigen Vorfahren aus dem aufgehobenen Kloſter Walditz nach Münchengraz führen zu dürfen, wo ſie nach

2 Arme alls N.:.. 3.

zu engfang inem feierlichen Todtenamte in der St. Annenkapelle beige⸗ Allgen

ſeine wahren Beweggründe fragte, da er dringend um die Erlaubniß bat, aus dem kaiſerlichen Kriegsdienſte ſcheiden zu dürfen. Es geſchähe, ſagte der Veteran, um eine kleine Friſt religiöſer Betrachtungen zwiſchen den thätigen Theil ſeines Lebens und ſein Grab ſchieben zu können.

Einen ähnlichen, von Zeit zu Zeit verſchobenen Ent⸗ ſchluß hatte Karl V. jetzt ausgeführt. Während er nach

öft den Kug ſetzt wurden. 9 lel Ll ende entzegeng ſeiner Abdankung noch in Brüſſel zögerte, erſchien ein Komet, Arriſene ein um ihn an die Ausführung ſeines Vorſatzes zu mahnen. ein heller rath Ein Portrait Kaiſer Karl's V Vom Anfang bis zum Ende hatten Kometen und andere Er⸗

4. ſcheinungen am Himmel einen großen Einfluß auf ſeine Un⸗

di n die Pand; ſtl

in den Stnud ternehmungen und ſeine Handlungen ausgeübt. Ueber die

iſt Motley's Urſache zzu dem Erſcheinen dieſes Lichtzeichens konnte ſeiner Wir entlehnen Meinung nach kein Zweifel herrſchen. Der Kaiſer wußte bei ſehr gut ſagt ein deutſcher Chronikenſchreiber, daß es Peſtilenz und Krieg, ſo wie den nahenden Tod mächtiger Fürſten verkündete.Mein Schickſal ruft! ſagte er, und augenblicklich beſchleunigte er ſeine Abreiſe. a.

Ein ausgezeichnetes Werk, voll intereſſanter einzelner en Leichnan un Züge und von hohem hiſtoriſchem Werthe,

rlei Da nat Entſt lländiſchen Republik. zallin Deveran Entſtehung der hol n Reput Wi ie dhen erätn demſelben die nachfolgende Schilderung, die Motley varen, hinun Gelegenheit der Abdankung Kaiſer Karl s V. von dieſem as Maſter legm Monarchen entwirft,in deſſen Reichen die Sonne nie unter⸗ Balt aber 35 ging eine Schilderung, nach welcher die Selbſtverleug⸗ in dem das al nung des mächtigen Herrſchers in ganz anderem Lichte er⸗ rpurverhrinun ſcheint, als man ſie gewöhnlich zu betrachten geneigt iſt.

nach dem Scla Es heift dorte. 9 T d Die eleuſiniſchen Geheimniſſe

dnen d vn Hätte der Kaiſer länger gelebt und regiert, ſo würde V en Vonn-.

un nuhn er ſich in einen Kampf auf Leben und Tod gegen die große V Mach dem Berichte des Diagoros von Malos.

d krr dua peligiöſe Bewegung in den Niederlanden verwickelt geſehen Die Myſterien zu Eleuſis, ſo berühmt in Griechenland, Frr Kenlee ſaben; und er würde dieſe Bewegung, welche er ſeinem ſind den Myſterien von Samothrake nachgebildet, mit dem ſlarr zenmdn, Machfolger als eine Erbſchaft von Blut und Feuer hinterließ, einzigen Unterſchied, daß die Fabel der Ceres an die Stelle e Beine brechen ficht piels Jahre länger zu unterdrücken vermocht haben. In I der Kabiren geſetzt wurde. Nach dem Glauben, der am g, auf dem iedem gleichen Jahre mit dem Jahrhundert geboren, war allgemeinſten verbreitet iſt, hat die Einweihung in die Ge⸗ en, nach Mia Karl in dem Alter von fünfundfunfzig Jahren ein abgelebter, heimniſſe den Zweck, die wahren Grundſätze der Tugend und naherer Beſc entnervter Mann, während das glorreiche Zeitalter, in wel⸗ ihrer Ausübung kennen zu lernen. Allein meiner Meinung Sulſt die Leic ſchem die Menſchheit für immer ſich aus den Binden befreien nach iſt ihr wirkliches Ziel die Befriedigung einer abergläu⸗ Vaffäger zut ſollte, mit denen man ſie mumienartig umſchlungen hatte, biſchen Neugier und die Abſicht, die Menge in der Verehrung 83 werde ſie eben erſt zu dem Bewußtſein ſeiner Kräfte erwachte. des Prieſterſtandes zu befeſtigen.. Februn e54 Getäuſcht in ſeinen Plänen, mit zerrütteten Finanzen, V Die Myſterien von Eleuſis ſind zwiefacher Art: die an den ſtinpe porweggenommenen Einkünften, verpfändeten Beſitzungen, großen und die kleinen. Dieſe letzteren finden jedes Jahr lein wunderbarer pefanden ſich alle ſeine Angelegenheiten in Verwirrung. im Monat Antheſterion ſtatt, und ſind eigentlich nur eine eriit Kaiſer mi Seine geiſtigen Krsfte nahmen ab, ſeine Körperconſtitution Vorbereitung auf die großen. Während der ganzen Dauer figte aus Wie war beſinnungslos zu Grunde gerichtet, und es war daher für der Feſte baden die Adepten ſich in dem Ilyſſus, faſten, beten,

per delangend ihn Zeit, von der Bühne des Lebens abzutreten. bringen Opfer, beſonders aber machen ſie Geſchenke an die eundſchaft, die Er zeigte Schärfe ſeines Verſtandes, indem er erkannte, zu uſſen, gu daß weder ſeine Macht noch ſein Ruhm geſteigert werden holiſch geweſen, konnten, wenn er noch länger auf dem Schauplatze weilte, aholiſchen abe auf welchem ihm wahrſcheinlich ſtatt Beifall nur noch Demü⸗ ſtattet, und du thigung zu Theil werden konnte. Sein Körper war in der lber unter dat! That weiter nichts mehr, als ein Wrack! Vierzig Jahre einer tter einbegraben Heiſpielloſen Schwelgerei hatten ihre Wirkung gehabt. Er 1 Vlitt an Gicht, Aſthma, ſchlechter Verdauung und Gries. Er nec aict glitſt kitt an chroniſchen Hautausſchlägen. Seine Eßluſt war ihm hebung aus dell geblieben, ſein Magen konnte aber die ihm zugemuthete Ar⸗ hom begraber beit nicht länger vollbringen, und verurſachte ihm fortwährende Lonate. Erſt in Schmerzen. Phyſiologiſten, welche wiſſen, welche wichtige rzepin Jfabella(Rolle dieſes Organ bei allen Angelegenheiten des Lebens res Gemahls i ſpielt, erkennen in dieſem phyſiſchen Zuſtande wahrſcheinlich eine hinreichende Erklärung ſeiner Verzichtung auf den Thron,

wenn dieſe Erklärung überhaupt noch nöthig erſcheint. Ueber⸗

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nner beging di dies iſt es wohlbekangt, daß der Plan, vor ſeinem Tode ab⸗ Ar äen un zudanken, ſchon ſeit Sngerer Zeit bei ihm feſtſtand. Es war

4* uiſhän ſichon früher zwiſchen ihm und der Kaiſerin verabredet wor⸗ kden cwenn den, ſich bei Herannähung des Alters von einander zu tren⸗ 3 wir anhalf nen, und den Reſt ihres Lebens in einem Mönchs⸗ und einem und un Lät MNonnen⸗Kloſter zuzubringen. Als er ein verhältnißmäßig pon dblieben noch junger Mann geweſen war, wurde er durch die Antwort uu 5 Gu ergriffen, welche ein bejahrter Officier gab, als man ihn um

1

Göttin; das Letztere iſt die Hauptſache. Je reichere Geſchenke der Aufzunehmende darbringt, deſto mehr Wahrſcheinlichkeit

der Aufnahme hat er und deſto gelinderen Prüfungen wird.

er unterworfen. Die Gaben werden ſowohl zu den kleinen

als zu den großen ſagen gefordert, und auf ſter von Eleuſis.

Die Einweihung in die großen Myſterien findet alle drei Jahre im Monat Boödromion ſtatt; ſie währt neun Tage, und die Ceremonien ſinden während der Nacht unter dem impoſanteſten Prunke ſtatt. Alles, was Wiſſenſchaft und Kunſt Wunderbares entdeckt haben, wird aufgeboten, um die Ein ngskraft des Aufzunehmenden zu erregen, der durch Fa und Kaſteiungen, die ſeinen Körper ſchwächen, ſchon einen großen Theil ſeiner geiſtigen Klarheit verloren hat.

ſolche Weiſe bereichern ſich die Prie⸗

Die Philoſophie entdeckt bei der Einrichtung dieſer My⸗ ſterien zwei Zwecke. Der erſte iſt die Ausdehnung der Prie⸗ ſterherrſchaft, welche durch alle möglichen Mittel dahin ſtrebt, den Menſchen zu beherrſchen, ihn durch Wunder zu blenden und ſich zum Herrn ſeiner Perſon und ſeines Vermögens zu machen. Die ungeheuren Reichthämer des Tempels von Eleuſis ſind davon der überzeugende Beweis. Der andere Zweck ſoll die Kenntniß der Wahrheit, die richtige Wür digung

Myſterien empfangen, ich möchte beinahe