Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
541
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das Wie ließen ſie jetzt noch unentſchieden, und ſuchten ſich nur ihre Helfershelfer zu ſichern. Bis gegen Abend ſuchte ſich dieſe Buttler aus, denn erſt gegen 5 Uhr ſoll Geraldino in das Complot gezogen worden ſein. Er ſparte keine Be⸗ lohnungen und Verſprechungen, und bald hatte er von ſeinem Regimente den Oberſtwachtmeiſter Geraldino, die Hauptleute Deveroux, Macdonald, Birch, Brown, und von dem Regi⸗ mente Terzka's den Hauptmann Peſtaluz gewonnen und ſie zu allem entſchloſſen bereit gefunden. Von ihnen ſchienen Deveroux und Geraldino die Fähigſten und Entſchloſſenſten zu ſein, und ſie wurden darum auch mit der blutigſten Auf⸗ gabe betraut. Hundert buttleriſche Dragoner und eben ſo viel von dem altſächſiſchen Regiment waren ſchon früh Mor⸗ gens in die Stadt gelaſſen worden. Sie ſollten die Wachen auf dem Schloß übernehmen und die Stadt beobachten, wäh⸗ rend dreißig Dragoner unter Geraldino und Deveroux in das Schloß ſelbſt einrückten, um hier der grauſigen Abend⸗ ſtunde zu warten, wo ihre Waffen das Haus Oeſterreich von ſeinen Feinden retten ſollten. Kaiſerlich ſollte ihnen dieſer Abend belohnt werden.Einem jeden Gemeinen, ſchreibt Gallas an den Kaiſer,verſprach Buttler zu beſſerer Effec⸗ tuirung der vorgehabten Execution fünfhundert, dem Oberſt⸗ wachtmeiſter, der ſie geführt, zweitauſend, und einem jeden Hauptmann, der dabei aſſiſtirt, tauſend Thaler. Wenn du auf der Nordweſtſeite der Stadt den den Egerfluß überragen⸗ den Felſen hinaufſteigſt, gewahrſt du noch heute ſtolz aufſtre⸗ hende Mauerreſte, die ſelbſtein ihrem Verfalle, mit den gro⸗ gen leeren Fenſterräumen und dem hohen viereckigen, aus Lavablöcken geſchichteten Thurm die Herrlichkeit des Baues ahnen laſſen, den ſie einſt umſchloſſen. Es ſind die Trüm⸗ mer der alten Burg oder des Kaiſerſchloſſes, welches einſt, ein Palladium des Egerlandes, Kaiſer und Könige unter ſeinem Dache ſah und nun faſt ſpurlos zu verſchwinden droht.

Zu dieſem Schloß hin fuhren am 25. Februar Abends 6 Uhr zuſammen in einer Kutſche die Grafen Terzka, Kins⸗ ty, der Feldmarſchall Illo und der Rittmeiſter Neumann, entgegen, wie ſie meinten, fröhlichem Gelag, ſchon nicht mehr gedenkend der Sorge der vergangenen Tage, ſich in ſtolzen Zukunftsträumen wiegend. Der Gaſtgeber Gordon empfing die Geladenen mit Buttler und Leslie und führte ſie in die feſtlich geſchmückten und erleuchteten Räume. Es war Alles zum Empfang der Gäſte vorbereitet; im hohen Saale ſtand die reichbeſetzte einladende Tafel, und in dem einen Neben⸗ zimmer harrte Deveroux mit 24, und in dem andern Geral⸗ vino mit ſechs Dragonern des ihnen von Leslie zu gebenden Zeichens. Die Zugbrücke ward hinter den Eingetreteneng aufgezogen, das Thor abgeſperrt, Leslie ſteckte die Schlüſſek zu ſich es gab keinen Rückweg mehr.

Man ſetzte ſich zur Tafel; der Gaſtherr zeigte, daß er ſolche hohe Gäſte zu bewirthen verſtehe, und daß ſeine Gäſte den Freuden ſolchen Genuſſes gerne huldigten, hatte uns die Mette in Pilſen gezeigt. Der Becher kreiſte fleißig in der Runde; der Wein, der reichlich floß, entfeſſelte die Zungen, und die Genoſſen Wallenſtein's zaubertem ihren Waffengefähr⸗ ten all die goldnen Zukunftsphantaſien vor, die ſie ſich ſchone entworfen hatten. Wie ſie im Namen Wallenſtein's ſchon in Pilſen die Unterhandlungen mit dem Feinde weiter ausge⸗ dehnt hatten, als er es ſelbſt vielleicht wollte, ſo ſchweiften auch ſetzt ihre Gedanken in ganz unermeßliche, mit allem Glück und aller Herrlichkeit ſie überſchüttende Reiche und Fernen. In prahlendem Uebermuthe behauptete Illo, daß in wenigen Tagen eine Armee daſtehen werde, dergleichen Wallenſtein

Folge. 541 ich will mein Haupt nicht ſanft legen, bis ich meine Hände in des Hauſes Oeſterreich Blut gewaſchen habe.

So drängte eine Rede die andere; Toaſte auf Friedlands Wohl, nicht mehr des kaiſerlichen Dieners, ſondern des ſouverainen Fürſten, miſchten ſich darunter. Es war acht Uhr geworden; man hatte das Deſſert aufgetragen; die Stunde ſchien den Verſchwornen gekommen zu ſein. Die Dienerſchaft, die die Gäſte mitgebracht, wurde in ein entlege⸗ nes Zimmer zu Tiſch gerufen und eingeſchloſſen. Das To⸗ deszeichen konnte gegeben werden Leslie that es. Die Seitenthüren ſprangen auf; das Gläſerklingen verſtummte; Waffen klirrten: Geraldino trat mit ſeinen Dragonern in den Saal, undviva la casa d' Austria rufend pflanzten ſie ſich hinter die Stühle.Holla! wer iſt gut kaiſerlich? tönte es auf der andern Seite, und herein ſtürzte Deveroux mit ſeiner mordluſtigen Schaar. Die drei Verſchworenen waren aufgeſprungen und, indem jeder einen Leuchter mit brennender Kerze ergriff, mit gezogenem Degen unter dem Rufe:Vivat Ferdinandus auf die Seite getreten. Die Mörder hatten ihre Opfer bezeichnet. Im Nu war der Tiſch umgeworfen und auf die Unglücklichen von allen Seiten eingedrungen. Die wildeſte Mordluſt ſtritt mit der unmenſch⸗ lichſten Grauſamkeit um den Siegerpreis. Um den Lärm zu vermeiden, waren die Schießgewehre zurückgelaſſen und nur die Stoßwaffen genommen worden. Graf Kinsky ſank zuerſt unter wenigen tödtlichen Streichen zu Boden. Ihm folgte Illo in den Tod; er war aufgeſprungen, um ſeinen Degen von der Wand zu nehmen und ſich zu vertheidigen; ein Stoß durch den Rücken ließ ihn lautlos niederfallen. Terzka allein war ſo glücklich, ſeines Degens habhaft zu werden, er wollte ihn wenigſtens gebrauchen und ſein Leben theuer verkaufen. Seinen Rücken deckend lehnte er ſich an die Wand und fordert Buttler und Gordon als ſchändliche Verräther auf, ritterlich mit ihm zu fechten. Die Wuth, die Lebensluſt, die Todesnähe verleihen ſeinem Arm übermenſchliche Stärke, ſeinem Auge außergewöhnliche Sicherheit. Ueberall hin fallen ſeine tödtlichen Hiebe und Stöße. Vergebens dringen die Dragoner, ſich nur gegen ihn wendend, auf ihn ein; ſchon liegen zwei todt hingeſtreckt vor ihm; ein anderer hat unheil⸗ bare Wunden empfangen; ſein Koller von Elenleder ſchützt ihn vor den Partiſanen und Degen; ſie halten ihn fürge⸗ gfroren, ihren Waffen unzugänglich; ſchon weichen ſie zurück; da feuert Deveroux neu ſie an; allein auch ihm iſt der Degen zerſchlagen; er nimmt die erſte Meuchlerwaffe, den Dolch, und dem gelizigt es endlich einen Weg durch die aufgeſchlitzte Kleidung zu finden und das todesmuthige, heldenkühne Herz zu durchbohren. So hatte auch dies ausgeſchlagen. Die Mörder ſehen ſich nach ihrem vierten Opfer um, dem Ritt⸗ meiſter Neumann; ihm war es während des allgemeinen Kampfes gegen Terzka gelungen, aus dem Saale zu entrin⸗ nen, allein er durfte am wenigſten entgehen, die nach ihrer Waſchung im üſterreichiſchen Blut begierigen Hände ſollten ſich im eigenen haden; aber wie ſie hinauseilen wollen, ihn zu ſuchen, bringen auch ihn die Wachen todt herein. Er war angerufen worden, hatte ſtatt der von Gordon befohlenen LoſungOeſterreich die WallenſteiniſcheSt. Jakob ge⸗ geben, war daran erkannt und in einem Kellergewölbe, in das er ſich geflüchtet, niedergeſtoßen worden.

Leslie eilte in die Stadt, um ſich dort vom Zuſtand der Dinge ſelbſt zu überzeugen und einem möglichen Auf⸗ lauf, der Wallenſtein hätte warnen können, zuvorzukommen. Athemlos faſt rannte er hinab; die Thorwachen ſahen ihn,

miemals angeführt habe.Und ich, rief Neumann dazwiſchen,

und da ſie ſolche Haſt auffallend finden mußten, feuerten ſie