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entführen, weil ſeiner Verbindung mit ihr vorausſicht⸗ lich ernſte Schwierigkeiten entgegentreten würden. Um dieſen Vorſatz beſſer ausführen zu können, habe er ſeinen Abſchied genommen, unter dem Vorwande, daß der Militärſtand ihm nicht zuſage und er ſich dem Forſtfach widmen wolle, zu welchem er größere Nei⸗ gung fühle. Der Regimentscommandeur hat das Ge⸗ ſuch befürwortet, weil das Officiercorps ſchon oft Ver⸗ anlaſſung fand, ſich über den Baron zu beſchweren, und das Ausſcheiden des Cameraden mit Freuden begrüßen wird. Die Bewilligung Seiner Majeſtät iſt heute Morgen eingetroffen.“
„Kennen Sie den Namen jener Dame?“ fragte Wilhelmine, welche mit Entſetzen an den Abgrund dachte, vor dem Cora ſtand.
„Nein,“ antwortete der Rittmeiſter,„die Sache intereſſirte einestheils mich zu wenig, anderntheils hatte ich auch heute Morgen keine Zeit, meine Ca⸗ meraden näher darum zu befragen.“(Schluß folgt.)
Der General„Stonewall“ Jackſon.
Unter den zahlloſen Opfern, welche der ſeit mehr als zwei Jahren in Nordamerika wüthende Bürger⸗ krieg bis jetzt weggerafft hat, erregte keins mehr Theil⸗ nahme als der Tod des am 2. Mai verwundeten und am 10. Mai geſtorbenen conföderirten Generals Jack⸗ ſon, auf den bis dahin die Nordſtaaten mit nicht weniger Stolz geblickt hatten als die Südſtaaten, wenn die Erſtern auch beklagten, daß er auf der feind⸗ lichen Seite ſtand und daß ſie ihm keinen ebenbür⸗ tigen und zum Feldherrn gebornen Anführer entgegen zu ſtellen hatten. Da dieſer General, dem von ſeinen eignen Truppen der ehrenvolle Name Stonewall(Brand⸗ mauer) gegeben wurde, unbedingt die hervorragendſte
Perſönlichkeit iſt, deren Name in die Annalen jenes Kriegs, der in ſeinen verderblichen Folgen Europa in einem ſo hohen Grade in Mitleidenſchaft zieht, mit unvergänglichen Lettern eingeſchrieben iſt, ſo verdienen die folgenden Angaben, welche die Blätter der Con⸗ föderation über den Gang ſeiner Bildung und ſein früheres Leben enthalten, ſo wie ein kurzer Hinweis auf das, was er als Feldherr geleiſtet hat, hier Mit⸗ theilung.
Thomas Jefferſon Jackſon wurde im Januar 1824 im weſtlichen Virginien geboren und wurde demnach bereits in ſeinem vierzigſten Lebensjahre eine Beute des Todes. Sein Großvater und ſeine Großmutter
Jäupt de Engländer. Sein Vater, der ſich eines ge⸗
Zeitung.
wiſſen Wohlſtandes erfreute, verlor denſelben in der letzten Zeit ſeines Lebens und hinterließ bei ſeinen Tode eine Familie von vier bis fünf Kindern, von denen der jetzt verſtorbene General das älteſte war, ohne Vermögen.
Thomas Jackſon erhielt die vollſtändigſte Er⸗ ziehung, die der damals auf dem Boden Virginiens noch ziemlich dünn geſäeten, Ackerbau treibenden Be⸗ völkerung für ihre Kinder zu Gebote ſtand und die ſich rein auf Leſen, Schreiben und etwas Rechnen be⸗ ſchränkte. Das Ereigniß, welches über ſein Leben entſchied, war ſeine Aufnahme in die Militärſchule in Weſt⸗Point, die er der Fürſprache des Deputirten, der ſeinen Diſtrict im Congreß vertrat, verdankte. Uebrigens war Jackſon bei ſeinem Eintritt in dieſe Anſtalt ſchon neunzehn Jahr alt, drei Jahr älter als die meiſten ſeiner Mitſchüler, unter denen er der älteſte war.
Der neue Zögling war ſo arm, daß er ſich ge⸗ zwungen ſah, den größten Theil ſeiner Reiſe aus dem weſtlichen Virginien nach Weſt⸗Point zu Fuße zu machen. Einer ſeiner damaligen Lehrer erinnert ſich noch, daß der junge Menſch in Kleidungsſtücken vom gröbſten Stoffe und Schuhen, wie Bauern ſie tragen, ankam.
Er war ein einfacher und beſcheidner Burſche, aber zu gleicher Zeit einem unbehauenen Klotze gleich und ein ſolcher Bauerlümmel, wie man in dieſer Mi⸗ litärſchule, die ſich durchaus nicht durch elegante For⸗ men auszeichnete, noch nie einen geſehen hatte. Seine bäueriſchen Gewohnheiten und ſein früheres Leben in einem der abgeſchiedenſten Diſtricte des Landes ge⸗ reichten ihm anfangs in ſeinen Beziehungen zu ſeinen Mitſchülern, die faſt ſämmtlich Söhne reicher Farmer oder Kaufleute aus großen Städten waren, ſehr zum Nachtheil, und er war der Gegenſtand ihrer Spöt⸗ tereien und ihrer Verachtung.
Es verfloß indeſſen nur eine kurze Zeit, und die große Beharrlichkeit ſeines Willens hatte jenen erſten ungünſtigen Eindruck in Bewunderung, und zwar nicht blos von Seiten ſeiner Schulgenoſſen, ſondern ſelbſt ſeiner Lehrer, verwandelt. Jackſon begann nie eine Arbeit, ohne ſie zu Ende zu führen, ein Studium,
mals gab er ſich den Anſchein, das zu wiſſen, was ihm in der Wirklichkeit unbekannt war. Es trug ſich bei ihm häufig zu, daß er, wenn er die Tageslection erklären ſollte, antwortete:„Ich habe ſie noch gar nicht angeſehen, ich bin noch mit der geſtrigen oder vorgeſtrigen Lection beſchäftigt.“ Einer ſeiner Lehrer ſchreibt im Betreff ſeiner:„Es war eine furchtbare Langſamkeit; er beſaß die Schnelligkeit der Kanonen⸗
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