keten. Bei ſehr büufig weit vorge⸗ Eine Goca⸗ Dragoner⸗ ranzöſiſche uffallenden 1 entdeckt. vidäg mit chon ſall t, den König dönig!“ ge⸗ n Begleiter die Seite ende ſüürzte. clact llieb re Stellung, egen 4 Uhr
—
nach Leip⸗ geblieben, Thor(jetzt
urde über te, wo da⸗ den Diſch ßes Wacht⸗ fafirten die Landkarten Von dem, geringſte enen auch eum ihn, te nähern,
X
sgebreitet welche dſde ndeutetn. rund mit ten kanen nachte dn hörbarer. Wagenzug Knallen arniſchter umgaben, n Perſon s war der nd ſiek jand ine„. nd ſeinem 51 nach der
1
Vierte Folge. 50⁵
die traurigſten Scenen vorführten und nur erſt am ſpäten Abend Eingang fanden. Andere wurden auf Karren oder Tragen zur Stadt gebracht. Die Ver⸗ ſtümmelten, ohne Verband, beſudelten mit Blut das Pflaſter und erſchreckten die ängſtlichen Einwohner noch mehr. Von den nächſten Dörfern war größten⸗ theils Alles geflüchtet. Viele kamen zur Stadt. Die Landleute und mit ihnen jammernde Weiber und weinende Kinder klagten, daß man ihnen nichts ge⸗ laſſen und Alles fortgetragen habe, und daß ſie nur geflohen wären, um ſich nicht den ärgſten Mißhand⸗ lungen auszuſetzen.
Je mehr es dunkelte, deſto ärger heulte der Sturm und peitſchte der Regen, und dennoch ſah man Tauſende von Wachtfeuern am ſüdlichen oder nörd⸗ lichen Horizont der Stadt. Eine hohe Feuerſäule trat in Liebertwolkwitz als ein heller Lichtpunkt aus der grauſen ſtürmiſchen Naht hervor.
Napoleon begab ſich am andern Morgen mit ſeinem Generalſtabe und in Begleitung ſeines Schwa⸗ gers Murat, welcher in aller Frühe nach Reudnitz, ſeinem Hauptquartiere, gekommen war, auf die Höhen von Wachau und beſichtigte das Terrain, auf welchem geſtern geſtritten worden war. An einem großen Wachtfeuer ward Kriegsrath gehalten, der Prinz von Neufchatel(Berthier) und der König von Neapel ka⸗ men nicht von ſeiner Seite. Nach Odeleben's Anſicht ſoll Napoleon noch in Ungewißheit geſtanden haben, ob er wirklich die ganze Südarmee vor ſich habe. Ein Parlamentair wurde mit der Anfrage an die preu⸗ ßiſchen Vedetten abgeſchickt, ob der Fürſt von Neuf⸗ chatel den Fürſten von Schwarzenberg ſprechen könne, erhielt aber die kurze und abſchlägliche Antwort, daß der Fürſt Schwarzenberg nicht zugegen und jetzt über⸗ haupt nicht Zeit zu Unterhandlungen ſei.—
Wir überlaſſen es den Leſern, ſich durch eigene Lectüre des Werkchens von den folgenden großen Er⸗ eigniſſen ein Bild zu verſchaffen.
Sie werden bemerken, daß der Verfaſſer gegen den Feind der Deutſchen durchaus nicht ungerecht iſt, und in der That ſind wir ihm neben der Gerechtigkeit auch Bewunderung ſchuldig.
Wenn man die Aufzählung der Zuſtände und Verhältniſſe und beſonders die deutlich ſprechenden Zahlen aus dem letzten Theil und beſonders letzten Act des franzöſiſch⸗deutſchen Kriegsdramas an ſich vorübergehen läßt, ſo freut man ſich zwar, daß unſere Väter den Feind ſchlugen, aber wir müſſen geſtehen, die Sachlage, unter welcher es geſchah, erfüllt uns zugleich mit Demuth. Es muß dieſelbe nämlich her⸗ vorgehen aus dem Mißverhältniſſe der natürlichen Kräfte zwiſchen den Gegnern.“
Stadt fort und hielt diesmal ſeinen Einzug in die⸗ ſelbe reitend. Napoleon blieb indeſſen zurück. Adju⸗ tanten und andere Officiere flogen von allen Seiten herbei, alle wurden direct an ihn gewieſen. Er nahm ihre Papiere, lief ſie blitzſchnell durch, ſchrieb oder gab mündlich im Augenblick Antwort, die letzte meiſt gegen Berthier hin, der dann, wie es ſchien, ſeine kurze Entſcheidung den Männern weiter auseinander⸗ ſetzte; zuweilen winkte er auch dieſe nahe zu ſich, fragte, fertigte ohne Zwiſchenreden ab. Sein Gang traf einige Mal ſo, daß er Trupps Verwundeter, die zum Theil in jämmerlichem Zuſtande auf der Straße nach der Stadt gebracht wurden, ganz ſicher erkennen mußte; er wendete weder den Schritt noch den Blick um; die Sache war ihm ganz gleichgültig. Bisweilen ſtellte er ſich ans Wachtfeuer, hielt die Hände dar⸗ über, rieb ſie und legte ſie dann auf den Rücken, während er das Brennholz, welches aus dürren Bretern und Balken der nächſten Häuſer beſtand, mit dem Fuße in die Flamme ſchob, um ſie ſtärker brennen zu machen. Er ſchnupfte dabei ſehr häufig Tabak, wo⸗ von er in ſeiner goldenen Tabatiere nur noch einen kleinen Vorrath hatte. Er ſchob zuletzt die Reſte mit dem Finger zuſammen und ſchüttete ſie auf die Hand. Als gar nichts mehr darin war, äffnete er die Doſe mehrmals und roch hinein, ohne von ſeinen ihn um⸗ gebenden Marſchällen und Generalen Abhülfe ſeines Mangels zu verlangen.
Der Kanonendonner von Probſthaida und Lie⸗ bertwolkwitz ward immer ernſthafter und ſtärker, und die Zahl der zurückkehrenden Bleſſirten immer größer.
Es war ungefähr 4 Uhr Nachmittags, als einer ſei⸗ ner Adjutanten aus der Stadt geſprengt kam und etwas rapportirte. Es wurde ſogleich Alarm geſchla⸗ gen, und die Gardeabtheilungen brachen auf. Der Kaiſer ſetzte ſich zu Pferde und folgte ihnen. Die Richtung, die er nach den Kohlgärten nahm, ließ das Schlachtfeld rechts.“
Der König von Sachſen war im Thomä'ſchen Hauſe abgeſtiegen. In der Stadt war ſchreckliches Gewühl. Die Bagage⸗ und Munitionswagen ver⸗ ſtopften den Weg; lange Züge Artillerie ſtanden in den Straßen und ſtockten im Marſche; Regiment auf Regiment marſchirte um die Stadt oder durch dieſelbe, und öfters hörte man die Officiere: Serrez! serrez! rufen, um die ermüdeten Truppen beiſammen zu hal⸗ ten. Es drängten immer mehr neue Züge nach, und das Gewühl an den Thoren und ſich kreuzenden Stra⸗ ßen war fürchterlich. Verwundete, vom Kampfplatze kommend, ſchleppten ſich mühſam bis ans äußere grimmaiſche Thor, wo ſie wegen ausmarſchirender Truppen nicht herein konnten, ſich anhäuften, hier


