Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
503
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Lippen und warf über den Rand deſſelben einen lei⸗ denſchaftlich glühenden Blick auf Cora, der das Mäd⸗ chen bis in die innerſte Tiefe der Seele erbeben machte.Ich bin weit entfernt, eine ſolche Behaup⸗ tung aufſtellen zu wollen, entgegnete er nach einer Pauſe,würde ſie aber aufgeſtellt, fände ich keine Veranlaſſung, ſie zu widerlegen.

Der Doctor ſah auf die Uhr.Ich muß zu meinen Patienten, ſagte er,hoffentlich wird es den Damen gelingen, Deine ſchroffen Anſichten zu mil⸗ dern.

Die beiden Mädchen ſchienen indeß keine Luſt zu haben, ſich in weitere Erörterungen über dieſen Punkt mit dem Officier einzulaſſen; unter dem Vor⸗ wande, das Hausweſen beſorgen zu müſſen, verließen ſie bald darauf das Zimmer.

Cora hatte auf den Baron einen tiefen Eindruck gemacht, ihre majeſtätiſche Schönheit, das Feuer ihrer dunklen Augen und die Lebendigkeit ihres Geiſtes verfehlten ihre Wirkung nicht. Der leicht erregte, dem Genuß des Augenblicks lebende junge Mann fühlte ſchon bei der erſten Begegnung mit der Braut ſeines Freundes den Wunſch in ſeiner Seele keimen, dieſes Mädchen ſein nennen zu dürfen. Wiſſend, daß das Herz des Weibes der Stimme, die ſein Mitleid an⸗ ruft, ungehindert Einlaß gewährt, ſchmückte er die einfache Erzählung ſeiner Jugendliebe bis in die kleinſte Einzelheit aus, um die Theilnahme Cora's zu erregen und ſich auf dieſem Wege in ihr Herz zu ſtehlen. Einmal ſo weit, hoffte er ſein Ziel bald zu erreichen. Er ſchreckte nicht vor dem Gedanken zu⸗ rück, daß er ſich eines Verraths an dem Freunde da⸗ durch ſchuldig machte; hatten ja doch auch an ihm Liebe und Freundſchaft Verrath geübt. So glaubte und behauptete er, es fiel ihm nicht ein, Rückſicht darauf zu nehmen, daß ſeine Verlobung nur eine Spielerei und dem Freunde dieſelbe unbekannt ge⸗ weſen war. Eben ſo wenig ließ er den Einwurf gelten, daß das ganze Verhältniß zu Helene nie Tiefe und Gründlichkeit gehabt hatte, vielmehr nur auf luftige Träume begründet geweſen war, obſchon er im Herzen dies zugeben mußte. Er hielt an der Behaup⸗ tung, daß Liebe und Freundſchaft an ihm einen Treu⸗ bruch begangen hätten, feſt, weil ihm dieſer Vorwand zur Entſchuldigung mancher Extravaganz gelegen kam

und ihm in den Augen der Damen einen gewiſſen Reiz verlieh. Wie der Schmetterling flog er von Blume zu Blume, und ſchon manches Herz hatte bitter bereut, ſeinen Schwüren vertraut zu haben. Er blieb, als die beiden Mädchen hinausgegangen waren, noch eine geraume Weile brütend vor ſeinem Glaſe ſitzen. Sein Entſchluß war gereift; er wollte Cora

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ſein nennen, und die Schwierigkeiten, welche ihm bei Ausführung dieſes Entſchluſſes entgegentraten, reizten ihn nur, an demſelben feſtzuhalten. Er konnte nicht leugnen, daß auch Wilhelmine ein hübſches, begehrens⸗ werthes Mädchen war, aber neben Cora mußte ihre Schönheit erbleichen, deshalb beachtete er ſie weniger. (Fortſetzung folgt.)

Literariſche Briefe von Otto Banch.

Die Völkerſchlacht bei Leipzig im Jahre 1813. Von Franz Sommer. Leipzig, Dürr'ſche Buchhandlung.

Für keinen großen Krieg der neueren Geſchichte werden Sie in ſolchem Grade ein nie abſterbendes öffentliches Intereſſe finden, als für den deutſchen Befreiungskrieg, weil kein anderer, wie dieſer, einen nationalen Charakter trägt. Die Theilnahme an ihm wird friſch erhalten durch die immerwährende innere Spannung, welche, Dank den herrſchſüchtigen Tenden⸗ zen zwiſchen europäiſchen Staaten, und namentlich zwiſchen Frankreich und Deutſchland, unheimlich waltet. Noch lange wird es dauern, ehe die Richtungen der Politik mit den Richtungen der Humanität parallel laufen und ſomit das ſichern, was alle Nationen ſtill für ſich wünſchen und als Segen der Cultur und Bildung längſt beanſpruchen dürfen: Friede und ge⸗ genſeitige Eintracht. Nationalhaß iſt an und für ſich ein Ammenmärchen, welches nur durch unabläſſiges Aufwärmen der WartefrauDiplomatie die Einbil⸗ dungskraft der Kinder erhitzt und in ihnen zur Wirk⸗ lichkeit wird. Im Grunde werden ſich civiliſirte Völker nie als Feinde, ſondern nur als Mitſtrebende in der großen Weltrennbahn der Aufklärung anerken⸗ nen und die Unabhängigkeit des gebildeten Nachbars deshalb ehren, weil ſie die eigene geehrt wünſchen. Der Sieg liegt im raſcheſten muthigen Erreichen des gemeinſamen Zieles, icht im feigen Niederrennen des Nebenmannes, das durch ſeinen Gegenſtoß die eigene Kraft bricht und möglicher Weiſe einem dritten Rivalen den Preis in die Hände ſpielt.

Der beſſere Geiſt der Gegenwart hat dies längſt erkannt, und es werden Tage kommen, wo er edlere Maximen geltend macht, als die des alten, kurzſich⸗ tigen Egoismus, der zum Wohle Einzelner um das Wohl Aller auf einem blutbeſpritzten Kalbfell Würfel ſpielt.

Doch dieſe Zukunft liegt noch fern, und es iſt zur Wahrung der eigenen Sicherheit vielleicht noth⸗ wendiger, als wir denken, aus der Vergangenheit die