leitete lagen, Na ffug. Zau⸗ r dem zegrif finirte dugen. ns
er Luſt. aiſerin wahr
kurz, tonius derlo (rathet orüber drängt en, das ſchin⸗ te von .Auf a auf ndern n den te drei Hier
ebrief,
Vierte
N Als der Kampf etwa eine Stunde gewährt und die Cä⸗
ſarianer kaum anfingen einige Vortheile zu erringen, ſpannte die Königin ich ihr Purpurſegel auf und ergriff mit ihren ſechszig Schiffen die Flucht.
Die plötzliche Flucht der Kleopatra iſt ein Räthſel, wir halten uns deßhalb einfach an die Worte eines griechiſchen Schriftſtellers, welcher ſagt:„Als Weib und Aegypterin wurde ſie endlich, ſo lange zwiſchen Furcht und Hoffnung ſchwebend, von peinlicher Beſorgniß bewältigt, wandte ſich zur Flucht und ließ auch ihren Leuten das Zeichen
eben.“ Kaum bemerkte Antonius die Flucht, als auch er mit ſeinem Schiffe der Königin folgte.
Nicht leicht iſt das Urtheil über die Handlungsweiſe eines Feldherrn ſo einſtimmig geweſen als das über den Antonius bei dieſer Gelegenheit. Er verließ das Heer, das für ihn auf Tod und Leben kämpfte. Er wurde der ſchändlichſte, ſich ſelbſt für alle Zeit brandmarkende Verräther ſeines Heeres.
Als er die Kleopatra erreichte, begab er ſich auf deren Schiff. Drei Tage hindurch wagten ſie nicht, ſich unter die Augen zu treten; endlich ſahen ſie ſich wieder. Gemeinſchaft⸗ lich ſegelten Beide nach Aegypten. Dort angekommen, ent⸗ ſandte Antonius die Kleopatra nach Alexandrien voraus, während er ſelbſt nur von zwei Freunden begleitet ſich einem dumpfen Brüten über ſein Schickſal hingab. Dann folgte er der Kleopatra nach ihrer Hauptſtadt. Hier fand er die Königin mit einem großartigen Unternehmen beſchäftigt. Sie wollte ihre ſämmtlichen Schiffe aus dem mittelländiſchen Meere über den Suezcanal in den arabiſchen Meerbuſen bringen laſſen und dann, mit ihren Schätzen verſehen, an der Spitze einer großen Flotte ein neues Reich ſuchen, um dem mit dem Octavian bevorſtehenden Kriege und der drohenden Knechtſchaft zu entgehen. Und ſicherlich würde dieſer Plan auch zur vollſtändigen Ausführung gekommen ſein, wenn nicht die Araber gleich die erſten hinübergebrachten Schiffe verbrannt hätten.
Außerdem aber hoffte ſie und Antonius, daß das im Peloponnes unter Canidius ſtehende Landheer des Antonius ihnen treu bleiben würde.
Da brachte ihm Canidius die Kunde, daß das Heer, nachdem es ſieben Tage den Aufforderungen des Octavian widerſtanden, zu dieſem übergegangen ſei.
Dieſe Nachricht erſchreckte den Imperator nicht, ſondern gleichſam erfreut, nun mit der Hoffnung auch jede Sorge los zu ſein, verließ er ſein einſiedleriſches Leben und ſtürzte ſich mit der Kleopatra von Neuem in den wildeſten Strudel des Sinnengenuſſes. Man wollte den Becher der Freude bis zur Ankunft des Octavian mit gieriger Luſt ſchlürfen.
Der Club der„Unnachahmlichen“ wurde aufgelöſt und ſtatt ſeiner ein neuer unter dem Namen der„Zuſammenſter⸗ benden“ geſtiftet, der an Luxus, Verſchwendung und jeder Art von Luſt wo möglich den frühern noch übertraf. Ein Baccha⸗ nal folgte dem andern; den Tod im Auge, die Varzweiflung im Herzen ſuchte man ſich durch zügelloſe Schwelgerei zu be⸗ täuben.
Trotz dieſes Lebens gewann man Zeit übrig, um an den Octavian Geſandte mit Friedensbedingungen abzuſchicken. Kleopatra bat um die Freiheit und Selbſtſtändigkeit ihres Landes, Antonius wollte ſich begnügen, als Privatmann in Athen zu leben. Des Antonius Forderung ließ Octavian unbeantwortet, der Kleopatra aber erwiderte er, daß er auf Erfulung jeder billigen Forderung mit Freuden eingehen
Folge. 493
Zugleich ſchickte er an ſie einen ſeiner gewandteſten Freigelaſſenen, den Thyrſus, der ihm beſonders geeignet ſchien, bei der auf die Allmacht ihrer Reize ſo ſtolzen Königin die Hoffnung zu erregen, als würde ſie auch den Octavian an ſich feſſeln und ſo unverhofft, trotz des jähen Wechſels ihres Schickſals zu ihrem Endziel gelangen und Kaiſerin von Rom werden.
Die auffallend ehrenvolle Aufnahme des Freigelaſſenen von Seiten der Kleopatra reizte die Eiferſucht des Antonius, der den Zweck der Sendung ahnte, und er ließ in ſeinem Zorn den Thyrſus geißeln.
Um jeden Verdacht darnieder zu halten, bewies Kleopa⸗ tra dem Antonius eine ungewöhnliche Hingebung und ver⸗ ſtärkte die Beweiſe ihrer Liebe auf's Höchſte. Während ſie ihren eigenen Geburtstag ohne irgend eine Feſtlichkeit vorü⸗ bergehen ließ, feierte ſie den des Antonius mit einem unge⸗ wöhnlichen Gepränge. Faſt alle perſönlichen Anhänger des Triumvir lud ſie ein und machte ihnen die reichſten Ge⸗ ſchenke.
Für den Augenblick verzögerte ſich noch die Gefahr einer feindlichen Landung, da Octavian durch häufige Briefe des Agrippa zurückgerufen wurde nach Rom zur Löſung ſchwieriger Geſchäfte.
Im folgenden Jahre aber, 30 v. Chr., zog er durch Syrien nach Aegypten, begleitet von ſeiner Flotte. Raſch wurde Peluſium erobert, und es ging das Gerücht, daß der Befehlshaber Seleucus auf den Betrieb der Kleopatra die Stadt dem Feinde übergeben habe.
Als die Ankunft des Octavian in wenig Tagen zu er⸗ warten ſtand, verbarg Kleopatra ihre Schätze, Gold, Silber, Edelſteine, Perlen, Ebenholz, Elfenbein, in herrlichen hohen, neben dem Tempel der Iſis gelegenen feſten Gebäuden und ließ neben dieſen Schätzen brennbare Stoffe in großer Menge anhäufen.
Die Aufgabe der Botſchafter des Octavian war nun wieder die, in der Kleopatra die Hoffnung aufrecht zu erhal— ten, daß der Königin und ihren Kindern wenigſtens Aegypten erhalten bliebe. Dem Octavian, der ſeinen Truppen uner⸗ meßliche Belohnungen verſprochen hatte, lag Alles daran, ſich der Schätze hnigin zu bemächtigen. Kleopatra durfte deßhalb unter keiner Bedingung an ihrer Rettung verzweifeln, denn ſonſt ſtand zu fürchten, daß ſie ihre Schätze und ſich ſelbſt vernichten würde.
In der Nacht vor dem Tode des Antonius laſtete dumpfe Schwüle und ängſtliche Spannung ſchwer auf den zagenden Gemüthern der Einwohner der Alexanderſtadt.
Plötzlich erklangen melodiſche Töne der verſchiedenſten Inſtrumente in den Straßen, jubelnden, bacchantiſchen Lärm und die kecken Sprünge der Satyrn glaubte man zu hören; durch die lautloſe Stille hallten deutlich vernehmbar die nach dem Takte abgemeſſenen Schritte eines gewaltigen Zuges, und mächtiger wurden die mit dem weithin klingenden Schalle gellender Pfeifen, wirbelnder Cymbeln und lieblicher Flöten untermiſchten Evoe⸗Rufe. Da plötzlich in dem Augenblicke, als
der Chor durch das den Feinden zugewandte Thor zog, ver⸗ klang Muſik und Gejauchze.
Zeichendeuter legten die Erſcheinung dahin aus, daß Bacchus der Gott, dem Antonius ſich gleich geſtellt, die Stadt ihrem Schickſal überlaſſe und daß die freie Heiterkeit dem Ernſte römiſchen Weſens weichen müſſe.
In dem letzten Treffen, welches Antonius in der Nähe Alexandrias wagte, verließ ihn eine Truppenabtheilung nach der andern, bis er endlich unter dem Rufe, er werde von der


