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Nr. 52.]
Stuttgart in die Ständeverſammlung und von dieſer bald darauf zum Beiſitzer des weiteren Ausſchuſſes gewählt, nachdem er einen ihm zugedachten Platz im engeren Aus⸗ ſchuſſe abgelehnt hatte. Im Jahre 1830 ernannte man ihn, nachdem er mittlerweile ſeine juriſtiſche Praxis gang aufgegeben, zum außerordentlichen Profeſſor der deutſchen Sprache in Tübingen; doch legte er die Profeſſur bereits drei Jahre nachher wieder nieder, als man ihm beim aber⸗ maligen Beginn des Landtages keinen Urlaub ertheilen wollte. In der Kammer gehörte er mit felſenfeſter Treue und zugleich mit der Hartnäckigkeit, die dem Schwaben eigen iſt, zur Partei der„Altrechtler“, bis er im Jahre 1839 endlich auf ſeine Wiedererwählung Verzicht leiſtete. Seitdem lebte er in gelehrter Muße und ſtiller Zurückge— zogenheit, aus der er nur noch einmal vorübergehend in die Oeffentlichkeit trat, als ihn 1848 der Wahlbezirk Tübin⸗ gen zum Parlamente nach Frankfurt entſandte. Hier ſchloß er, treu ſeinen alten Grundſätzen, ſich der gemäßigten Lin⸗ ken an, doch war dieſe Stellung immer mehr eine paſſive; er erhöhte durch ſeinen Namen und ſeinen frotz der Jahre noch äußerſt regſamen und empfänglichen Geiſt das An⸗ ſehen der großdeutſchen Partei, wenn er auch im Reden und Handeln weniger herausfordernd auftrat. Galt es in der Paulskirche ein einiges Deutſchland zu ſchaffen, ſo konnte ein Uhland, deſſen Poeſie in den Dramen„Herzog Ernſt von Schwaben“ und„Ludwig der Baier“ die alte deutſche Rechtlichkeit, Keuſchheit, Reinheit und Treue be⸗ ſungen, nicht anders als auch hier gleichſam zu den Alt⸗ rechtlern gehören, die ſich ein modernes Klein⸗Deutſchland nicht denken, eine germaniſche Gemeenſamkeit nicht ohne Oeſterreichs Zugehörigkeit denken konnten. Ließ ſich der alte Kaiſerglanz Germaniens nicht wieder heraufbeſchwö⸗ reu, ſo galt es Grundrechte für das Volk zu finden, zu denen ſich alle Stammesbrüder bekennen konnten. An den Beruf der deutſchen Nationalverſammlung, für Deutſch⸗ land ein politiſches Geſetzbuch aufzuſtellen, glaubte Uhland
Dritte Folge.
ſo feſt, daß er, ſelbſt als die Miſſion der Verſammlung in Frankfurt zu Ende war, mit den Trümmern derſelben noch nach Stuttgart überſiedelte und, als ſie auch dort geſprengt wurde, faſt ein Opfer unter den Hufen württembergiſcher Reiter geworden wäre.
Ueber das Auftreten Uhland's im deutſchen Parlament haben wir die Stimme Heinrich Laube's zu hören:„In der Paulskirche hörte man oft die Klage, daß Uhland durch ſeine öffentliche Erſcheinung beim Parlamente die ſchöne Illuſion zerſtört habe, welche man vom Dichter Uhland gehegt. Für mich hat er ſie eher erhöht. Daß er ein röthliches, unbehagliches Antlitz hat, was thut denn das einer Illuſion, die den Poeten doch nicht zum Frauenzim⸗ mer machen will? Daß er ſtandhaft links geſtimmt, das iſt ja einem Lyriker angemeſſen. Der Lyriker hat ſeine Kraft darin, daß er die Stärke der Dinge empfindet und den Umkreis derſelben dahin geſtellt ſein läßt. Unbeirrt von den Einwendungen und Beſchränkungen der Proſa geht er ſeinen ſchmalen Fußpfad und ſieht und hört nur, was in den ſchmalen Rahmen eines lyriſchen Gedichtes paßt. Ein guter Politiker wird er freilich nicht ſein, aber in einer Nationalverſammlung mag es auch ſchlechte Poli⸗ tiker geben, wenn ihre lyriſche Bahn von patriotiſchem Drange vorgezeichnet und ſo ſtreng wie einfach innegehal⸗ ten wird. Das war bei Uhland der Fall. Er ſtimmte conſequent mit der Linken, ſo weit ſie nicht unpatriotiſch war und nicht parteiiſche Exceſſe beging. Er ging eines feſten, einfachen Schrittes. Erwäge man doch, daß ein Dichter ſeiner Art aus einem kleinen ſüddeutſchen Staate ein Deutſchland vor ſich hat, welches von den factiſchen Verhältniſſen deutſcher Mächte nichts weiß, nichts wiſſen mag, nichts wiſſen kann. Wenn er ſich die Wiſſenſchaft von einem großen Oeſterreich und Preußen und einem kleinen Deutſchland einprägen ſollte, ſo müßte er ſich ſeinen poetiſchen Inhalt zerſetzen oder zerſtören. Das Gefühl ſeiner Kraft beruht eben darin, daß er ſich nicht irre machen
Aus der Natur.
Der Hund der grönländer.
Ueber dieſes nützliche Hausthür jener Polarbewohner, wel⸗ ches aber keinesweges im Hauſe, ſondern in einzelnen Rudeln, ſelbſt bei 20 Grad Kälte, im Freien ſein Lager hat, bringt das Ausland einen intereſſanten Bericht, welchem wir nur einige ſol⸗ cher Charakterzüge entnehmen wollen, die ſich bei unſerm einheimi⸗
ſchen Hunde nicht vorfinden.
Das Merkwürdigſte in den grönländiſchen Hundeſtaaten, ſagt der anonyme Verfaſſer, iſt jedenfalls die Würde des Bas, zu
der ſich in jeder Koppel der ſtärkſte aufwirft. Der Bas könnte wirklich als eine Reminiſcenz aus der romantiſchſten Zeit des
Mittelalters gelten; er iſt Herr der ganzen Koppel, er übt Ge⸗
rechtigkeit, ſtraft die Faulen, liebkoſt die ſo ihm gefallen, beißt ge⸗ legentlich einen ſeiner Unterthanen todt, ohne daß einer zu muck⸗ ſen wagte. Gerathen zwei Hunde wegen eines Knochens in Streit, dann nimmt er dieſen Zankapfel für ſich in Anſpruch, mit⸗ unter jedoch weiſt er ihn einer der ſtreitenden Parteien zu; bricht zwiſchen zwei Koppeln wegen Gebietsverietzung oder aus andern Urſachen ein Conflict aus, bei dem ſtets Haare und Ohren ge⸗ laſſen werden, dann weicht diejenige, deren Bas überwunden iſt, wenn ſie auch der Zahl und dem guten Willen nach ſtärker iſt als die andere mit dem ſiegreichen Herrn. Wird der Bas alt, dann ſucht einer der jüngern Hunde ihn vom Throne zu ſtoßen und ſich die Macht anzueignen, zuvor aber hat er mit dem alten Herrn einen Kampf auf Leben und Tod zu beſtehen; unterliegt er, dann wird er ohne Gnade todtgebiſſen, tout comme chez nous; ſiegt er, dann wagt keiner ſich ſeiner Macht zu widerſetzen. Die ganze
Koppel ſtellt ſich in Parade auf, und jeder einzelne geht bei dem neuen Herrn vorbei, wirft ſich vor ihm nieder, wälzt ſich, wedelt mit dem Schweif und gibt durch dieſe und andere Zeichen ſeine Unterwürfigkeit und Hundebildung zu erkennen. Wenn der alte Bas im Kampfe nicht ſchon die Todeswunde davon getragen hat, überlebt er ſeinen Fall doch nicht lange, ſein Stolz iſt gebrochen und er ſchließt mit der Welt ab; ſtill und in ſich gekehrt kriecht er in irgend einen Winkel, ſchließt ſich von jedem Koppelverbande aus, iſt durch nichts zu bewegen, eine Arbeit zu thun; und zur
Ehre des Uſurpators ſei es geſagt, er macht keinen Verſuch, ſeine Autorität auf den Geſtürzten auszudehnen, von dem die ehema⸗ ligen Unterthanen nicht die mindeſte Notiz mehr nehmen. Kann vor ſolchem Edelmuthe der Menſch zurückbleiben? Nein, auch der rohe Grönländer weiß die Gefühle eines Exbas zu würdigen, er läßt ihn ruhig leben, bis er verhungert, ohne ihn je in den Schlit⸗ ten zu ſpannen.
Das Schlittenziehen, die wichtigſte Beſchäftigung der Hunde, verdient wohl eine nähere Beſchreibung. Der ſehr einfache Schlitten beſteht nur aus zwei Bretern von 4—6 Fuß Länge und einem halben Fuß Breite, die nebeneinander gelegt und durch 6—8 darübergelegte Querhölzer zuſammengehalten werden. Da⸗ mit dieſes Fuhrwerk einige Biegſamkéit hat, werden die Querhöl⸗ zer nicht angenagelt, ſondern nur mit Riemen feſtgebunden; auf denſelben liegt als Sitz ein Rennthier⸗ oder Bärenfell, und hin⸗ ten am Schlitten ſind zwei bewegliche Stangen von 4 Fuß Länge, mit denen an gefährlichen Stellen das Fuhrwerk geſteuert wird. Die Hunde werden, jeder an einen beſondern Riemen, neben ein⸗ ander vor den Schlitten geſpannt; ihre Zahl beträgt 4—14. Beim Rennen halten ſie einen Abſtand von 8—10 Schritt von


