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Yr. 52.)
Dritte Folge.
zu erheben, zu mahnen, zu führen. An dieſem Abend iſt ſeiner Reiſe in die Heimath zurückgekehrt und betrieb ſeit
Ludwig Uhland geſtorben; ſein Tod erfüllt die ganze Na⸗ tion mit Trauer, die ganze, denn an dieſer Leiche, in An⸗ erkennung der Reinheit und des Edelſiunes dieſes Mannes ſind alle Parteien einig und alle betrauern mit gleichem Schmerz den glühenden Patrioten und den patriotiſchen Dichter. Und wenn Deutſchland eben jetzt wieder ſeinem Schiller gehuldigt, ſo wird künftig kaum mehr ein 10. November gefeiert werden, an dem man nicht des maheliegenden Uhland'ſchen Todestages gedenken wird und des Sängers, deſſen Lieder alle unſere Feſte ſchmücken, deſſen Gedichte für Freiheit und für das gute Recht in
manchem guten Kampf die Streitenden geſtärkt, des Vater⸗
landsfreundes, deſſen Stimme, immer von reinſter und hochherzigſter Geſinnung geleitet, allenthalben mehr noch gewogen und erwogen als gezählt ward.
Indem wir verſuchen, unſern Leſern ein Lebensbild dieſes herrlichen Mannes zu geben, folgen wir mehreren Quellen, derenwerſchiedene Richtungen— obwohl ſie in ſeiner Bewunderung übereinſtimmen— doch für die Un— parteilichkeit der Geſammtſchilderung bürgen.
Lorck’s„Männer der Zeit“ ſagen von Uhland:
Er ward am 26. April 1787 als Sohn eines Theo⸗ logen in Tübingen geboren. Seiune Vaterſtadt gab ihm ſeine Schul⸗ und Univerſitätsbildung; er ſtudirte ſeit 1805 die Rechte, ward Doctor derſelben und Advocat. Nur ſelten verließ er ſein engeres Vaterland. Eine Reiſe nach Paris hatte gelehrte Zwecke; er verkehrte viel auf der k. Bibliothek und unter den dort vorhandenen bibliogra⸗ phiſchen Schätzen. Seine früheſten Gedichte ſtammen aus dem Jahre 1804; vor die Oeffentlichkeit aber wagte er ſich als Poet zuerſt 1806 und 1807, indem er ſich an Seckendorff's„Muſenalmanach“, ſowie dann auch 1812 am„poetiſchen Almanach“, 1815 am„deutſchen Dichter⸗ wald“ betheiligte. Doch mittlerweile war er ſchon von
dem Ende des Jahres 1812 die juridiſche Praxis in Stuttgart; daneben betheiligte er ſich auch eine Zeitlang an den Arbeiten im Bureau des Juſtizminiſteriums, ent⸗ ſagte jedoch dem Staatsdienſte bald nachher. Die patrio⸗ tiſchen Bewegungen der Jahre 1812 bis 1815 griffen tief ein in ſein Denken und Thun, wenngleich er nicht in ac— tiver Weiſe daran Theil nahm.
Aus dieſer Periode ſeines Lebens berichtet Varnhagen in ſeinen„Denkwürdigkeiten“(alſo in einem Buche, das Varnhagen ſelbſt der Oeffentlichkeit übergeben, das nicht als Rohmaterial, als unbearbeiteter Gedankenſtoff in die Welt geſchleudert wurde) vom Jahre 1808, da er in Tü⸗ bingen ſtudirte:
„Hier hat ſich Juſtinus Kerner ſehr an mich angeſchloſ⸗ ſen, und auch Ludwig Uhland hab' ich nun erſt recht kennen gelernt. Zwei liebe, herrliche Menſchen, reich begabt mit innerem Leben und äußerem Talent. Von Uhland brachte mir Kerner ein ganzes Päckchen handſchriftlicher Gedichte. Da tauchte mir wirklich die Seele in friſche Dichtungs⸗ fluth! Seine Lieder ſind Goethiſch; das heißt aber nicht Goethe'n uachgeahmt, ſondern in gleichem Werthe mit deſſen Liedern: ebenſo wahr und rein, ſo friſch und ſüß! Er behilft ſich nie mit Worten und Redensarten; nur das Gefühl ſpricht und die Anſchauung, daher iſt ſein Aus⸗ druck immer echt. Die Natur, die ihn umgibt, die Vor⸗ zeit, deren Suge er verhallen hört, bezeichnen den Kreis
ſeiner Dichtung, aber ſein Geiſt iſt doch aus unſerer Zeit,
ſein Gemüth umfaßt die ganze Bildung derſelben, und ſo iſt er der Auffaſſung und Wirkung nach durchaus modern. Seine gedrungene Kürze macht mich zuweilen aufjauchzen. Vaterlands⸗ und Freiheitsliebe durchſtrömen ihn, und auch dies macht ihn mir werth. Umgang hab' ich nicht viel mit ihm, und nur durch Kerner's Vermittlung, denn er iſt der verſchloſſenſte, hartnäckigſte Schweiger, der mir noch vor⸗ gekommen. Keine Verlegenheit, keine Angſt wirkt auf ihn,
Trinkerphyſiognomien, in Lumpen gehüllt, aber häufig mit Or⸗ dens⸗Inſignien oder der Schnalle im Knopfloch; da ſieht man alte Frauen theils mit Särgen, theils mit Sargdeckeln gehen: ſie ſammeln für das Begräbniß, und wieder andere alte Weiber, die für Bräute Heirathsgut erbetteln; ferner bemerkt man Bauern, die um milde Beiträge zum Ankauf eines neuen Pferdes bitten, weil das frühere ihnen abhanden gekommen; Soldaten, welche wegen eines zerbrochenen Laternenglaſes die Wohlthätigkeit bean⸗ ſpruchen. Da gehen von oben bis unten in ſchwarze Gewänder eingeknöpfte Moͤnche und Nonnen umber, die zum Bau von Ca⸗ pellen, Bauern und Weiber, die für den Neubau von Kirchen ſam⸗ meln, und alle weiſen Spaxpbüchſen, Teller, in Altartücher einge⸗ wickelte Bücher u. ſ. w. vor. Dort wandern Pilger und Pilge⸗ rinnen auf und ab, welche für die Reiſe zum Grabe des Herrn, nach Solowezki⸗Monaſtyr, zum heiligen Tichon ꝛc. ſammeln.
Bei der Moskauſchen Kaufmannſchaft iſt dieſe Pſeudo⸗
Wohlthätigkeit in dem Grade entwickelt, daß an Heuchler und Schwärmer, zu Kirchenkronleuchtern von 100 Pud und Glocken von 1000 Pud Gewicht eine Menge Geld verſchleudert wird, und alles dies geſchieht entweder aus Heuchelei oder aus kraſſem Aber⸗ glauben, ohne Vernunft und ohne chriſtliche Liebe. Die Kauf⸗ leute treiben ihren Scherz mit den Bettlern, deren viele dem Go⸗ ſtinnoi⸗Dwor zur Zielſcheibe allen möglichen Spottes dienen: der Eine kräht wie ein Hahn, ein Anderer bellt wie ein Hund, ein Dritter unterbält durch Witzeleien.
So bittet z. B. ein wegen Trunkſucht fortgejagter Conduc⸗ teur in folgender Weiſe um eine milde Gabe:„Geben Sie einem Capitain, einem Vertheidiger des Vaterlandes, der in ſieben Schlachten gekämpft und bei dem ſiegreichen ruſſiſchen Heere
commandirte, gütigſt zu einem Stoof, daß er ſich verjünge, und zu einer Kaſſuſchka, daß es ihm gelinge.“
Ein ſeines Amtes entſetzter Diakon bittet:„Einem ehemali⸗ gen Moskauſchen Diakon zur Erwärmung ſeines Leibes und zur Stärkung ſeines Geiſtes“
Auch gibt es Wohlthäter, die täglich jedem ſie Anbettelnden ohne Ausnahme eine halbe Kopeke ſchenken, weil ſie vor dem Sterben ſchrecklich in Angſt ſind und des Glaubens leben, daß, falls die Bettler zu Gebeten für ſie veranlaßt werden, ſie dadurch dem Tode entgehen; ja mancher verdoppelt die Gabe, damit das Gebet des Armen nur um ſo wirkſamer für ihn ſei, falls ihn Krankheit befällt.
So werden viel Tauſend Individuen von Jugend auf zum Müßiggang und zur Liederlichkeit herangezogen und allexdings nur durch die ſogenannte Groſchenbarmherzigkeit, welche Geber und Nehmer in gleichem Grade fördern. Wenn wir annehmen, daß jeder Bettler mindeſtens 25 Kopeken im Durchſchnitt täglich ſam⸗ melt, ſo gibt Moskau im Geiſte des Groſchen⸗Wohlthuns minde⸗ ſtens 3,600,000 Rubel jährlich hin, um bloß Müßiggang und Völlerei zu culriviren. 9.
Zur Länder⸗ und Völkerkunde. Die Erſinder der Cigarren.
Von ihnen gibt uns die Zeitſchrift für Länder⸗ und Völker⸗ kunde eine intereſſante Notiz. Der Tabak iſt ein ſpecifiſch⸗amerikaniſches Erzeugniß, welches


