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Nr. 52.] Dritte wenige Worte der Liebe, der Angſt, der Sorge, und doch auch des patriotiſchen Enthuſiasmus, zugleich die innigſte Bitte, in jeder Gefahr ihrer zu gedenken.
Er preßte die lieben Zeilen der theuren Hand an ſeine Lippen und an ſein Herz. Alle jubelten und riefen:„Ein Hoch dem braven deutſchen Mädchen, das den Geliebten ſich aus Lützow's Schaar erwählte!“
Sie ſaßen noch lange wohlgemuth beim wärmenden Feuer, bis ein ſüßer, wenn gleich kurzer Schlummer ſie in Siegesträume wiegte.
VIII.
Der heiße Schlachttag nahte. Schon der frühe Mor gen ſetzte alle Truppen des vereinten deutſchen Heeres in Bewegung. Die Märſche begannen, die Colonnen con⸗ centrirten ſich; Ordres flogen hin und her. Aber der Plan der Feldherrn war für die Tapfern noch ein Geheimniß; man vermuthete bald dies, bald jenes, doch vertrauensvoll ſchlugen alle Herzen; mit einer gewiſſen Sicherheit gingen nun ſchon, nach erlebten ſchönen Waffenthaten, die deut ſchen Truppen in die nahende Schlacht.
General Walmoden rückte mit dem Hauptheere durch das von Gebüſch durchſchnittene Terrain der Göhrde; laugſam und vorſichtig hewegte ſich der Zug. Marſch und Stellung wurden ziemlich verdeckt ausgeführt. Er erwar⸗ tete den Angriff des tapfern feindlichen Generals und hatte einen Hinterhalt angeordnet, der ihm in die Flanken fallen ſollte. Aber General Pechereux, der nur ein kleines Corps commandirte und über Stärke und Abſichten ſeiner Gegner ungewiß war, blieb unerſchütterlich feſt in ſeiner gewonnenen Stellung bei Oberndorf ſtehen und beobachtete die gegenſeitigen Dispoſitionen.
Schon war der Tag über die Mitte vorgeſchritten, und längere Zögerung konnte Nachtheil bringen. Da faßte Walmoden den Entſchluß, ſelbſt zum Angriff zu ſchreiten. Adjutanten ſprengten aus ſeinem Hauptquartier, allen
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Führern die nöthigen Befehle zu briugen; die dumpfe Er⸗ wartung löſte ſich in muthige Bewegung auf; hoch ſchlu gen alle Herzen der kampfluſtigen Jugend.
Der Plan aber war, daß die Haupteolonne gegen den Feind zum Angriff vorrücke, und Oberſt Pfurl mit einer Seitencolonne den Feind bei Oberndorf in der Flanke und im Rücken angreifen ſolle. Tettenborn aber beſetzte die Lüneburger Straße und näherte ſich dem Feinde, den ſeine Koſaken umſchwärmten.
Es kam der Befehl, die feindlichen Plänkler, die noch einen Theil des Waldes und das Jagdſchloß vertheidigten und vordrangen, zurückzuwerfen und herauszutreiben. Die Jäger Lützow's waren dazu beſtimmt, und die beſten Schützen wurden aus den Compagnien herausgezogen, um den franzöſiſchen Scharfſchützen raſch und kräſtig zu Leibe zu gehen.
Auch Heinrich war unter ihnen, und ein lebhaftes Treiben begann; die Führer ordneten die Freiwilligen, die in kleinen Trupps hin und herſchritten, und gaben ſchnell das Commando zum Angriff. Die Cameraden drückten ſich die Hände, begrüßten ſich freudig, und die Horner ertönten dann zum muthigen Vorwärts.
„Hurrah, vorwärts!“ tönte es von allen Seiten; die Büchſen knallten, immer weiter drangen die kleinen Co lonnen, und ſuchten in einem Kreiſe die Feinde zu um gehen und ſich dann wieder zu nähern. Heinrich erhob eben ſeine Büchſe, die er friſch geladen hatte, da ſchritt ein junger Jäger in einiger Entfernung raſch vor ihm vor über, der ihm ein Neuling ſchien. Sein ſchüchterner Blick ſchweifte herüber, aber ſchnell wandte ex wieder den Kopf und ſchloß ſich an ein anderes Häuflein vordringender Jäger an. Aus dem dunkeln Auge hatte eine wunderbare Aehnlichkeit zu ihm geſprochen, eine unſichere Ahnung hatte ihn ergriffen; er wollte ſich ihm nähern, aber Jeuer verſchwand zwiſchen den Bäumen, und er bemerkte nun⸗ plötzlich den jungen Fritz, der unweit von ihm auch mit
Der Beſchwörer rief wiederum ſeinen Schutzheiligen Sidna Eiſer an, packte dann eine Schlange im Nacken und ſetzte ſeinen Drehtanz fort. Nachher öffnete er mit einem Stabe den Rachen, damit wir die Hackenzähne, aus denen ein weißlicher, öliger Saft herauskam, ſehen könnten. Nun bot er der Leffa ſeinen Arm dar, und ſie ſchlug gierig ihre Zähne in denſelben hinein, während der Mann, immer forttanzend, ſich in häßlichen Zuckungen drehte und dabei unaufhörlich ſeinen Schutzpatron anrief. Die Schlange biß inzwiſchen immer zu, bis der Eiſowy glaubte, daß es genug ſei. Dann warf er ſie bei Seite und zeigte uns das vom Arme herabrinnende Blut. Er brachte den Mund an die Wunde, drückte ſie mit den Zähnen zuſammen und fing wieder an zu tanzen, aber jetzt nach einem noch weit raſcheren Takte. Endlich war er ermü⸗ det und hörte auf.
Ich hielt das Ganze für ein Gaukelſpiel, meinte, er habe vorher das Gift aus den Zähnen entfernt, und fragte, ob ich die Schlange anfaſſen dürfe.
„Biſt Du ein Eiſowy?“ fragte der Mann aus Sus,„und haſt Du feſten Glauben zu der Macht unſers Heiligen? Du ſagſt Nein. Wenn die Schlange Dich beißt, ſo iſt Deine letzte Stunde gekommen. Gebt mir jetzt ein Huhn oder irgend ein anderes Thier; ich will Dir beweiſen, daß ich die Wahrheit ſage, und Du wirſt Dir dann die Luſt vergehen laſſen, eine Leffa anzu⸗ rühren.“
Ich ließ ein Huhn herbelbringen. Der Beſchwörer nahm eine ſeiner Schlangen, die auch ohne langes Zögern nach der Henne biß, welihe man ſofort auf die Erde legte. Sie ſprang auf, drehte ſich etwa eine Minute unter Zuckungen rund um, ſchwankte hin und her und fiel todt zu Boden. Daß ich nach einer ſolchen Probe
keine Luſt verſpürte, eine Leffa anzufaſſen, wird. man mir gern glauben.
Der Eiſowy legte dieſe Schlangen wieder in den Korb und zog andere Arten hervor, welche in der Umgegend von Mogador vorkommen, namentlich eine Bu⸗menfahk, d. h. Vater der An⸗ ſchwellung, deren Biß zwar giftig iſt, aber doch nicht den Tod verurſacht. Mit dieſen Thieren ſpielte er eine Zeitlang, und ſie biſſen in ſeinen nackten Körper hinein, daß das Blut an dem immer forttanzenden Manne herablief. Ein wahres Kraftſtück führte er uns vor, als er den Schwanz einer Schlange mit den Zähnen packte und an ihm herumkaute, während die andern ſich um ihn herumringelten. Jene erſtere wand ſich vor Schmerz und biß den Eiſowy in Hals und Arme; aber das ließ er ſich nicht im Min deſten anfechten, ſondern kaute ſo lange, bis er das Thier bis im die Nähe des Kopfes zermalmt hatte; dann ſpie er aus. Ich habe nie etwas Widerlicheres geſehen.(Dieſes Schlangenfreſſen der Eiſowy's wird auch von Naxciſſe Cotte beſtätigt, der 1857 im ma rokkaniſchen Küſtenlande verweilte. Er ſah, daß ſie einen leben digen Eſel zerriſſen und gläſerne Flaſchen zerkauten.)
Auf meinen Ausflügen im Lande ſind mir oftmals Eiſowy’s begegnet, und immer habe ich gefunden, daß ſie mit Scorpionen und anderem giftigen Gezücht hantirten, ohne daß ſie Schmerz oder Schaden davon erlitten. Während ich in Tandſchehr mich aufhielt, machte ſich ein junger Maure über einen Eiſowy luſtig und erklärte ihn für einen Betrüger. Er war ſo tollkühn, eine Leffa anzugreifen, wurde ſofort gebiſſen und war bald nachher eine Leiche. 4 Die Eiſowy's bilden eine zahlreiche Secte, und man findet ſie in allen Städten der weſtlichen Berberei. In gewiſſer Be⸗


