Jahrgang 
27-52 (1862)
Seite
805
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Nr. 51.

ausſchickte, um über den Marſch und die Stellung des feindlichen Corps genauere Kunde zu erhalten. General V Tettenborn befehligte die Avantgarde, zu der unſere Jäger gehörten, und die bis hieher in die Nähe von Dannenberg vorgerückt war, um weitere Ordre zu erhalten.

Heinrich bezeigte ſeine Ueberraſchung und Freude, als er dieſe nähere Kunde von den Cameraden gehört hatte, und Alle lobten und beglückwünſchten ihn, daß er auf den erſten Wink ſogleich wieder die Fahne ſeines Corps aufge⸗ ſucht und den Cameraden ſich angeſchloſſen habe. Jener war lebhaft bewegt, und der Jubel, die Freude, die Hoff⸗ nrung, die in den Augen der jungen Jäger glänzte, weckte auch in ihm von Neuem die ſtürmiſchen Gefühle der Kampf⸗ und Thatenluſt; da nahte ſich plötzlich Hufſchlag, weitende Jäger und Koſaken ſprengten vom Walde her ihnen entgegen, die neuer Zuruf, neues Grüßen empfing. Sie hatten eine nächtliche Recognoscirung vorgenommen zund brachten die Kunde, daß der Feind ſich gegen die Göhrde wende, und das Schloß ſchon von Scharfſchützen beſetzt ſei. An Reitern ſcheine dort großer Mangel, die Aufſtellung aber unzweifelhaft, und ſie wollten ſogleich die Nachrichten in das Hauptquartier bringen. Einen erfriſchenden Trunk ließen ſie ſich aber erſt gefallen, und ſprengten dann davon.

Das Vorrücken nach der Göhrde hatte unſern Heinrich in eine etwas nachdenkliche Stimmung verſetzt, und er hätte lieber an jedem andern Orte ſich mit dem Feinde gemeſſen, als hier, wo die düſtere Sorge für ſeine Geliebte ſich ſtö⸗ wend ſeiner Kampfluſt entgegenſetzte. Aus feinen Gedan⸗ ken riß ihn aber eine neue Scene. Es folgte noch ein Jä⸗ ger, der ſeinem Zuge nachritt, aber zuvörderſt auf die Verſammelten zulenkte, ſie grüßte und ihnen zurief:Ich komme etwas ſpäter an, denn ich habe hier einen jungen Freiwilligen, der durchaus nicht von mir laſſen will. Her⸗ vor, Burſche; zeige Dich den Cameraden!

Heinrich maß den hinter dem Pferde des Reiters her⸗

Dritte Folge.

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vortretenden jungen Rekruten und rief:Um Gotteswil⸗ len, Fritz, was machſt Du für Streiche! Biſt Du Deinem Vater weggelaufen?

Alle ſahen mit Wohlgefallen auf die jugendliche Ge⸗ ſtalt des Burſchen, der nun Jenem voll Freude um den Hals fiel mit den Worten:Sei nicht bös, lieber Heinrich, und nimm mich brüderlich auf. Sieh, meine ſichere Büchſe habe ich mitgebracht.

Wiſſen es denn Deine Eltern? frug Jener.Rede ſchnell, was haſt Du angefangen?

Sieh nur, erwiderte Fritz,die Feinde waren ſchon ganz nahe zur Göhrde gerückt; das entflammte mein Blut; Du kennſt mich ja. Ich machte Anſtalt, unſer Haus zu befeſtigen, lud alle unſere Gewehre und gedachte Manchem auf den Pelz zu brennen, der uns anzugreifen wagen würde.

Tollkopf! rief Heinrich,das waren ja dumme Streiche, die nur Unglück über Euch brachten.

So meinte der Vater auch, verſetzte Jener.Ich aber verſicherte ihm, daß mich Zorn und Hitze auf jeden Fall überwältigen werde; er ſolle daher erlauben, daß ich zu unſerm Heinrich in's Lager gehe, und dann möge er nach ſeiner Klugheit und Vorſicht handeln, wie er wolle.

Was antwortete er Dir denn?

Mir ſauſt's im Kopfe, ſprach er.Mach' was Du willſt! Unglück erleben wir doch. Ich aber nahm meine Büchſe und eilte hinaus, wo ich dieſen braven Jäger er⸗ reichte und nun auch Dich, mein beſter Heinrich!

Ein prächtiger Burſch! riefen die jungen Soldaten; das gibt einen guten Jäger. Schade, daß er nicht ein paar Jahre älter iſt.

Nicht ſchade, erwiderte Jener;ich ſchieße mit Je⸗ dem um die Wette. Hurrah, da fliegt eine Elſter aus dem Buſch, ſie zieht über uns hin; was gilt's, ich jage ihr eine Kugel, durch den Leib?

Zwei meiner Enkel ſtarben an Krankheit. Wie ſollte ich den Gram ſtillen, den dieſes Ereigniß meinem Herzen verur⸗ ſachte? Ich beſchloß auf die Kopfjagd zu gehen. Ich ſandte hundert meines Stammes den Rejang hinauf, und ich ſelbſt ging mit ſiebzig nach Bintulu. Dort kam der Orang Kaya Pamancha zu mir und ſagte:Du biſt im Begriff einige meiner Leute zu tödten.

Nein, ich bin's nicht, antwortete ich.

Gut, entgegnete er,da iſt ein Stamm Punanen, die nahe bei Bukit Lambir leben, und die mir für Waaren ſchuldig ſind, welche ſie eine Zeitlang gehabt haben. Sie verkaufen ihren Kam⸗ Pher und ihr Wachs an Andere, nicht an mich. Geh und greif ſie an; ſie ſind nur dreißig Männliche. Allein vergiß mich nicht, wenn ihr die Weiber und Kinder theilt. 14 2

Ich ſandte alſo meinen Bruder ab, der ein tapferer Mann iſt, und er brach in einem Canoe mit drei Mann auf. Nach langem Suchen kam er in ihre Nachbarſchaft und hörte ſie in den Wäl⸗ ſern ſchwatzen. Er verbarg daher ſein Canoe und ging in jener Racht bis ganz nahe an ihr Dorf hinan. Er zog dann ſeine Klei⸗ der aus und ließ ſein Schwert und Alles an einem alten Baum, hefeſtigte eine Schnur an den Stumpf und kroch wie ein Schwein auf allen Vieren nach dem Hauſe, ließ aber allmählich die Schnur binter ſich zurückz dieſe ſollte ſein Führer ſein bei der Rückkehr zu ſeinen Kleidern. Er fand, daß das Haus groß war. Dann kroch er zurück an den Platz, von wo er aufgebrochen. Nicht befriedigt

4 oon dieſer Beſichtigung, beſchloß er, dazubleiben und den Platz

eei Tage in Augenſchein zu nehmen. Bei Tagesanbruch verbarg er ſich in einen hohlen Baum und wartete, bis alle Punanen ſich auf die Jagd begeben hatten; dann ging er kühn auf das Haus

zu und zählte die Anzahl der Thüren, d. h. der Familien, die, wie er fand, ſich auf vierzig beliefen. Hierauf kehrte er zu ſeinen Gefährten zurück, und ſie alle zogen zuſammen ab nach Bintulu.

Als ich mit ihm zuſammentraf, fragte ich: was er Neues bringe? Da dies öffentlich geſchah, ſo antwortete mein jüngerer Bruder:

Antah(nichts Beſonderes); allein ſogleich nahm er mich bei Seite und erzählte mir Alles, was er geſehen. Noch in der⸗ ſelbigen Nacht brach ich mit meiner ganzen Abtheilung auf. Als wir den Eingang in den Lambirfluß erreichten, erhob ſich ein gro⸗ ßer Alligator an die Oberfläche und blieb bei unſern Booten den ganzen Tag. Dies war eine gute Vorbedeutung, und ich redete das Thier folgendermaßen an:

O Großvater, gib uns gutes Glück, und wir wollen Dir für eine Mahlzeit ſorgen. Wir waren alle in der heiterſten Stimmung, als der Vorbedeutungsvogel von der rechten Seite nach der linken flog, ſchreiend:Trik, trik! und ſogleich flog auch ein zweiter von der Linken zur Rechten, mit dem Rufe:Trik, trik! Dieſes doppelte Kreuzen war ein ſehr ſchlechtes Vorzeichen und verkündete ein Gefecht und viel Kampf. Ich ſagte alſo zu meinen Gefährten:Laßt uns auf drei Tage zu unſern Booten zurückkehren; dies iſt ein ſehr ſchlechtes Vorzeichen.

Allein ſie lachten mich aus und ſagten:Du fängſt an Dich zu fürchten.

Sehr wohl, antwortete ich,gehen wir weiter; ich will nicht der Einzige ſein, der ſtirbt.

Auf dies hin näherten wir uns dem Hauſe, und bei Anbruch des Tages fingen wir an, unſere Siligis(hölzerne Wurfſpieße) durch die Rindenmauern zu ſchleudern. Dieſen Angriff beant⸗