Jahrgang 
27-52 (1862)
Seite
798
Einzelbild herunterladen

licherweiſe konnte ſich College R. erſchrecklich erboſen, di j ¹ wenn die Opern Wagner's über die Werke Halévy's geſetzt Gedichte von Friedrich Dannemann. wurden.

Was haſt Du denn von Wagner gehört? fragte ich Seußer. ihn bei Gelegenheit eines ſolchen Streites.

Ich? Alles! den Waſſerträger und Zampa.

Und von Halévy?

Templer und Jüdin, und die Hugenotten.

Es war derſelbe Freund, der im Geſpräch mit einem jungen Bildhauer dieſem das große Geheimniß verrieth,

Arm und verkannt im Leben ſiechen, Gleich dem Wurme im Staube kriechen Und den Stolz in der Bruſt zu tragen, Armes Herz, welche Qual zu entſagen! Unerreichbar in dunkler Ferne

Leuchten der Liebe ſelige Sterne,

Rauch ſei unbedingt der Erſte geweſen, welcher in ſeiner 4

Kunſt auf dasReelle zurückgegriffen und dieſes zu ver Hrven hrinden aiedet ie fen!

klären gewußt habe. Auch eine ſchöne Gegend! Ai, undeimhewile Nacht verſuncken Hoffen! Im Verkehr unter ſich wird den Rangelaſſen der All meiner Leebe ſonnige Funken

reſpectiven Häuſer gebührend Rechnung getragen, mehr als Und in des Herzeus ſtummen Gebeten

man von vem ewig luſtig⸗ungenirten Völkchen, welches ge⸗ Der Hoffnung letztes Amen zertreten!

gen jeden Fremden das Gefieder gewaltig zu ſträuben ver⸗ ſteht, erwarten ſollte. Diegroßen Herren ſind, je nach Charakterverſchiedenheit, bald leutſelig, herablaſſend, ver⸗ ſchmähen nicht mit dem minder Glücklichen ihr Glas Bier

zu trinken, bald ſind ſiegroßartig und ſchließen ſich ſtolz Ideal. ab. Eine gewiſſe Claſſe liebt es, jedenCollegen in der

weiten Perſon der Mehrheit mitIhr anzureden, das Im Traume der Jugend ein herrliches Bild klingt nach etwas und bahnt den Weg zum vertraulichen Schwebt leuchtend vor unſern Blicken,

Du, welches ſchließlich an einem glücklichverweinten An ihm unſre lechzende Sehnſucht ſich ſtillt, Abende beſiegelt wird. Nun braucht man ſich gegenſeitig Wir beten es an mit Entzücken.

kein Blatt mehr vor den Mund zu nehmen,Du neutra⸗ Im goldenen Lichte der Poeſie

liſirt manche Beleidigung, denn wenn ich ſage:Du Eſel, Hebt es die roſigen Schwingen,

ſo macht ſich das ungleich gemüthlicher, alsSie Eſel, Doch nimmer vermag unſre Phantaſie

ich hacke damit ſozuſagen dem Eſel die langen Ohren ab. Das zaubrriſche feſt zu umſchlingen;

Auf dieſe Weiſe umgehe ich manche Injurienklage, Und während wir mühen uns Tag und Nacht,

behauptete Freund Müller, von dem ich unten noch erzäh⸗ Das Urbild des Lebens zu finden,

len werde, und aus dieſem Grunde trank er entſetzlich viele Sehn wir die leuchtende Farbenpracht

Brüderſchaften.(Schluß folgt..) Allmählich verblaſſen, verſchwinden.

Literariſche Briefe von Otto Banck.

Pierre und Pierrette. Von Louiſe Swanton⸗ gutes Urtheil, ſo wie es auch gänzlich vorbei iſt mit der Belloc. Leipzig, bei Karl Wilfferodt. Roſa. Von Macht des Doctor⸗ und Profeſſortitels. Der auf Talenl, Kenntniſſe und Charaktertüchtigkeit baſirte Ruf ertheilt

ffentlicher Geltung. irkt erfreulich und ſchmeichelhaft für einen ſer Akademie einer iſ dem Erfolg bei der gebildeten Elite

Preſſenſé, beides überſetzt von F. E. Drechsler. Leipzig, bei Karl Wilfferodt. 1862.. heutzutage die einzig gültigen Grade ö Sie wiſſen, daßPierre und Pierrette eine von der Aber es wi franzöſiſchen Akademie gekrönte Preisſchrift iſt. An und privilegirten Areopag, wie die Pari für ſich haben dergleichen literariſche Krönungen kein be⸗ ſeine Meinungen mit ſonderes Gewicht mehr beim Publicum, wie denn über- der Mitwelt zuſammentreffen zu ſehn. haupt jede Art einer vom Staate beſtellten Kritik mehr Dergleichen iſt den franzöſiſchen und mehr in der Oeffentlichkeit an Kraft verloren hat, genannten novelliſtiſchen D wenn ſie nicht durch den Werth ihrer Argumente das zum Theil ungünſtige Vorurtheil aufhebt, welches man leicht fünfte, diesmal auch ſehr lesbar und gewan gegen ſie hegt. Wir leben in einer Zeit der Oeffentlichkeit, ſche übertragene Auflage ſich verbreitet hat. wo ſich jeder Einzelne, jede Partei, ja jedes Inſtitut, ſei es Eiine abſichtliche moraliſche Tendenz leuchtet zw privat oder officiell, ſeine Geltung ſelbſt erſt geiſtig erobern bei allen Wendungen dieſer kleinen Geſ muß. Es iſt vorbei mit dem Monopol für Klugheit und fahren des Herumſtreichens in großen Städten; a

Preisrichtern bei der arſtellung der Louiſe Swanton⸗

Belloc begegnet, indem ihr Werkchen bereits durch eine dt ins Deut⸗

ar durch

chichte von den Ge⸗ ber dieſe

uner ferti Veri Auve deren thiere auf kehre Glüc oft a über einf und ihren auch men zieh ſein zu frei ung

ſchen dem und welch

bſiſ

man,

len! hieri in un helfe G daß terho rakten welch Rech bezie und Ehre für( die dern Ja ſ und Ror acht