III. Juhag
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und ſcharf, we ie Thaten dieſe achwelt bewahrt, bedrohte Ham bald hierhin, ge und der⸗ gefürchtet ge⸗ zugefügt; und zug Leipzig zu go ſelbſt durch nichtet.— Vertrag, beſtimmten n, man V p
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Abthellungen fferſtillſtands⸗ rlicer, gerechter „die ſich unver⸗ eß und nur die hauch von deut ar von Dresden ſmar in Lützows
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die würtembergſchen Reiter waren es, die die Schandthat
und den verrätheriſchen Ueberfall ausführen mußten.
Kaum entkam Lützow auf flüchtigem Roß mit den beſten
Reitern und unter vielen Gefahren nach der Elbe, die
braven Jäger wurden meiſt niedergemetzelt oder gefangen.
Dieſe ehrloſe That geſchah im Bivouac bei Kitzen unfern
Großgörſchen, zwei Meilen von Leipzig, und ſie erregte
die höchſte Indignation der ganzen Welt. Selbſt die Franzoſen mußten ſich gegen die bittere Anklage der Hin⸗
terliſt und des Verraths entſchuldigen, und ſie entblödeten
ſich nicht, die Schuld auf die Würtemberger zu ſchieben.
Wir wiſſen aber, daß dieſe nur zur Ausführung gebraucht
wurden, und daß gewiß vielen ehrlichen Schwaben das Herz blutete; wir wiſſen aber auch, daß ihr General Nor⸗
mann ein Franzoſenknecht war, der ſeine Leute mit Liſt und Erbitterung zu der ehrloſen Schandthat gegen deutſche Brüder trieb.
Nur Wenigen von der tapfern blühenden Schaar war es gelungen, ſich glücklich über die Elbe zu retten. So ent⸗ kam auch der edle Körner und mit ihm unſer Heinrich. Beide, leicht verwundet, flüchteten in die nahen Wälder, wo ſie ſich verbargen und dann deutſche Herzen fanden, die durch Liſt und Verkleidung es bewirkten, daß ſie mildthä⸗ tige Pflege und Heilung ihrer Wunden fanden.
Aengſtlich und peinigend waren die Zuſtände während des Waffenſtillſtandes; Ungewißheit der Zukunft drückte die Gemüther, mit langem Harren und Hoffen blickte man auf die Conferenzeu, die zu Prag den Frieden herbeiführen ſollten, einen Frieden, der nur die ſchönſten Hoffnungen deutſcher Herzen täuſchen und vereiteln konnte. Aber mit Freude ſah man auch die kräftigen Rüſtungen auf der gan⸗ zen Linie der verbündeten Heere, den Ernſt, mit dem trotz aller Unterhandlungen ein Rieſeukampf vorbereitet wurde. Und endlich erſchallte die frohe Nachricht, daß auch Oeſter⸗ reich dem Waffenbund beigetreten, daß der Waffenſtillſtand gekündigt und die Kriegsfackel von einem Ende der Welt
Dritte
Folge.
bis zum andern wieder entzündet ſei und in hellen Flam⸗ men lodere. Friſche Blüthen der Hoffnung entfalteten ſich in allen Herzen; überall wehte ein guter Geiſt, Muth und Vaterlandsliebe erwachten in friſcher verjüngter Kraft, und Kampfluſt wie Rachedurſt ſammelte auch wieder eine Schaar muthiger Jünglinge unter den Fahnen Lützow's, deſſen Freicorps in friſchem Glanz und Thatendrang ſein Banner entfaltete.
Nun waren die dumpfen Tage der Waffenruhe und der bänglichen Sorge vorüber. Alle Fahnen wehten in den unabſehbaren Reihen entflammter Kriegsheere; Hörner ſchmetterten, Trompeten lockten. Der Feldzugsplan war entworfen, und alle Mitkämpfer und Heerführer eilten auf ihre Poſten. So hatte ſich auch Lützow's Schahr in dop⸗ pelter Stärke erneut und den gefallenen Cameraden ſchwere Rache gelobt. Sie wurde der Nordarmee zuge— theilt und namentlich dem Corps beigegeben, das unter dem tapfern Walmoden gegen den Peiniger Hamburgs, den kaltherzigen Marſchall Davouſt, operirte. Und ſo hatte auch Heinrich, geheilt von ſeinen Wunden und beſeelt von friſchem Lebensmuth, ſich wieder zu den alten Fahnen ge⸗ wendet, die ihn jetzt der lieben Heimath genähert und ihm Gelegenheit gegeben hatten, die theure Geliebte und ihre guten Eltern wieder zu ſehen und ihnen ſeine Schickſale zu erzählen, die ich im Obigen nur in der Kürze andeuten konnte.
III.
An einem ſchönen Herbſtnachmittage, wo die warme Sonne die kalten Morgeunnebel endlich glücklich beſiegt hatte, ſaß Heinrich mit der geliebten Freundin traulich in der Geisblattlaube des kleinen Gartens. Es war ſo an⸗ muthig, ſo ſtill, ſo friedlich, und man ahnte nicht, welche Wetter ſich brauſend hinter dem Walde erhoben. Der Förſter und ſein Sohn waren wieder hinausgewandert, der Eine gen Dahlenberg, der Andere gen Danneberg, um
Eigene Haushaltung zu führen iſt bei jungen Ehepaaren in Amerika nicht gebräuchlich, und es gibt verſchiedene Gründe, warum es ſo iſt. Die Männer haben keine feſte Beſchäftigung, wie bei uns Wenn ein junger Ehemann in Salem, will ich ſagen, als Advocat nicht fortkommt, ſo macht er vielleicht in Thermopylä als Schuh⸗ macher gute Geſchäfte. Dem Jefferſon B. Johnſon mißlingt ſeine Speculation im Holzhandel zu Eleutheria, da er aber hört, daß man in Big Mud Creek einen Baptiſten⸗Prediger ſucht, ſo bricht er mit ſeiner Frau und ſeinen drei Kindern dahin auf. Aminadab Wiggs übernimmt eine Stelle als Commis in einem Dampfſchiffs⸗ bureau am Pongowongafluſſe, er tritt ſeine Stelle aber mit der Ueberzeugung an, daß er nach einem halben Jahre ſein Brod an⸗ derswo verdient. Unter ſolchen Umſtänden iſt ſchon eine ſtarke Garderobe eine Laſt, und Mobiliar würde ſo unpaſſend ſein als eine Heerde Elephanten. Ferner heirathen junge Leute, ohne daß ſie bereits die Mittel hätten, ihr Leben zu beginnen. Sie ſind ſchon zufrieden, wenn ſie hoffen können, ſie würden dieſe Mittel einſt erlangen. Sie machen ſich dadurch keineswegs einer Unvor⸗ ſichtigkeit und Unklugheit ſchuldig. Es iſt die herkömmliche Landes⸗ ſitte, und wenn der Mann nur irgend etwas gelernt hat, findet er ſicherlich auch Verwendung dafür und Beſchäftigung. Aber er muß von dem Ertrage dieſer Beſchäftigung leben und kann nur von Woche zu Woche, von Tag zu Tag bezahlen. Als dritten Grund glaube ich anführen zu können, daß die Lebensweiſe in dieſen Hö⸗ fels den Leuten zuſagt, welche ſie beſuchen. Sie iſt ganz nach ihrem Geſchmacke. Sie fühlen ſich in dieſen Hötels glücklich oder doch zufrieden und wünſchen ſich die Sorge eigener Haushaltung gar nicht. Den beiden erſten Gründen, die ich angeführt habe, kann ich zuſtimmen, weil ſie aus der Nothwendigkeit genommen ſind; auch!
finde ich es ganz in der Ordnung, daß junge Leute unter ſolchen Umſtänden heirathen. Was dagegen die Geſchmacksſache betrifft, ſo begreife ich ſie nicht. Man kann ſich nichts Verlaſſeneres denken, als eine kürzlich verheirathete junge Frau in einem amerikaniſchen Hötel.
Das ſind denn die Gäſte, welche man für jene zweihundert Schlafzimmer erwartet. Die zufällig ankommenden Reiſenden ſind nur zufällige Zugaben, und ſie machen im Allgemeinen nicht die Hauptſtütze des Hauſes aus. Die Bequemlichkeiten für Reiſende, welche dieſe Hôtels gewähren, ſchaffen und vermehren übrigens wiederum das Reiſen. Die Leute kommen, weil ſie wiſſen, daß ſie zu mäßigem Preiſe dort ein Bett finden und zwar in einer Weiſe, die ihnen zuſagt. Bei uns in England und in ganz Europa zieht man Erkundigungen ein, bevor man eine etwas ungewöhnliche Reiſe unternimmt, ob man auf derſelben auch Obdach und Nah⸗ rung finde. In den Vereinigten Staaten ſind ſolche Erkundigun⸗ gen ganz unnöthig. Ein großes Hötel verſteht ſich überall von ſelbſt, und deßhalb reiſen die Leute. Jedermann reiſt in den Ver⸗ einigten Staaten. Die Eiſenbahnen und die Höôtels haben die Leute ſo unter einander gerüttelt, daß ein Mann, ja eine Frau, die noch nicht auf einer Reiſe waren, für eine Seltenheit gelten. Wir in Europa glauben, die Reiſenden veranlaßten die Erbauung von Straßen, und wo viele Gäſte erſchienen, entſtünden Gaſt⸗ häuſer; es iſt gerade das Umgekehrte richtig. Ich möchte faſt glau⸗ ben, daß wir Cannibalen würden, wenn man nur anfinge, Männer⸗ ſchenkel und Frauenarme hier und da zum Verkaufe auszuhängen.
Nach dieſer Art und mit ſolchen Abſichten werden Hötels ge⸗ baut. Die erſten Erforderniſſe ſind Größe und ein impoſantes Aeußere. Alles muß in großem Maßſtabe angelegt ſein. Ein im⸗


