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Nr. 48.]
Dann lebte ſie fort wie bisher und veränderte ſich nur ſehr wenig. Doch wurden dabei die Schläge ihres Herzens täglich ſchwächer.
Der Doctor konnte ſich mit ſeiner ganzen Praxis keine Rechenſchaft von dieſem langſamen Hinſcheiden der Le⸗ benskraft geben, noch daſſelbe durch irgend ein Mittel hemmen.
„Sorgen Sie dafür,“ ſagte er,„daß ſie keine Mus kelanſtrengung mache. Die geringſte heftige Bewegung kann bei einer ſo geſchwächten Perſon augenblicklich die Schläge des Herzens zum Stocken bringen, und wenn das ihrige ſtehen bleibt, wird es nie wieder ſchlagen.“
Helene wachte mit religiöſer Sorgfalt über die ſtrenge Befolgung dieſes Gebots. Höchſtens geſtattete ſie Elſie, den Arm zu erheben und einige Worte zu flüſtern.
Einen Augenblick entmuthigt durch die drohenden Vor⸗ ausſetzungen des Doctors, gewann Dudley Venner gleich⸗ wohl ein Hoffen wieder.
Eines Abends kam er, wachen.
Nie hatte er mit ſo zärtlicher Hingebung von vergan genen Diugen und beſonders von jener Mutter, die ſie nicht gekannt, zu ihr geſprochen; er unterhielt ſie auch von der Zukunft mit einer— ſcheinbaren Zuverſicht, von den Plänen und Hoffnungen und entriß dadurch der jungen Kranken zuweilen ein leiſes Lächeln, aber ſie antwortete unmittelbar auf keinen der Pläne, durch welche er die Hoffnung bei ihr zu erwecken trachtete.
Endlich mußte man ſich trennen.
„Gute Nacht, mein liebes Kind,“ ſagte er, indem er ſich zu ihr niederbückte, um mit ſeinen Lippen die weichen Waugen ſeiner Tochter zu berühren.
Elſie erhob ſich mit einer raſchen Anſtrengung, ſhlung ihm die Arme um den Hals, küßte ihn ſelbſt und rief:
„Lebe wohl, Vater!“
um bei ſeiner Tochter zu
Dritte Folge.
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Dieſe Bewegung war zu plötzlich geweſen, als daß er ſie zu hindern vermochte. Jetzt war es zu ſpät. Die arme Elſie löſte ſich von der Umſchlingung und ſank herab; ihr Kopf fiel zurück auf das Kiſſen, ein langer Athemzug ent rang ſich ihren Lippen.
„Sie wird ohnmächtig!“ ſagte Helene.
Sophie ſtand ſchon neben dem Bette.
„Sie iſt todt!— Elſie iſt todt!“ rief ſie mit einem herzzerreißenden Schrei.
An dieſem Abend erweckte die Todtenglocke die Auf merkſamkeit der Bewohner von Rockland. An manchem Heerde ſtockte bei dem Klange der Glocke das Geplauder.
Eins,— zwei,— drei,— vier. Noch konnte es ein Kind ſein, das man im Sterben wußte. Fünf, ſechs, ſieben.— Nein, das Kind war es nicht, denn es hatte kaum ſein ſechſtes Jahr erreicht.— Acht, neun,
zehn— und ſo fort bis achtzehn Schläge ertönt waren.
„Elſie iſt todt!“ wiederholten da hundert und aber hun dert Stimmen in der kleknen Stadt.
Dudley Venner betete und flehte Gott um Verzeihung, wenn er in irgend Etwas ſeine Pflichten gegen ſein un glückliches Kind vernachläſſigt haben ſollte. Er dankte dem Schöpfer zugleich dafür, daß er ihm und ihr an den letzten Tagen einer dem Unglück gewidmeten Exiſtenz einige Herzensergüſſe gewährt hatte, die ihrem frühern Leben ver⸗ ſagt geweſen waren.
Sophie blieb Tag und Nacht neben der Todten ſitzen, die ſie allein wahrhaft geliebt hatte. Ihr Schmerz ſprach ſich von Zeit zu Zeit durch tiefe Seufzer aus, die ſich zu jenen Klageliedern geſtalteten, wie die afrikaniſchen Berg bewohner ſie ſingen, wenn ſie ihre heimathlichen Dörfer in Flammen aufgehen ſehen.
So viele Perſonen baten darum, Elſie noch einmal 7
es Euch anſieht, meine Herren! Hochrothe Schuhe mit goldenen Schnallen lenken den Blick auf den zierlichen Fuß— das aufge⸗ ſöürzte Oberkleid iſt mit hellfarbigen Blumen durchwirkt— das Interkleid zart geſtreift, das Schnürmieder willl platzen und das faltige Hemd am Halſe nicht gehorchen. Das Geſicht iſt„inter⸗ eſſant blaß“ und das Auge von Liebesſehnen matt;— in einem Körbchen und in der einen Hand hält ſie helle Blumen.— Wer ſollte da nicht an den Wonnemonat denken? Wie ſchade, daß dieſe Maja nur aus Porzellan iſt!— Auch für die Damen iſt ge⸗ ſergt. 2 etrachtet doch den reizenden Gärtner! Schwarze Pchuhe mit hellrothen Abſätzen und ſilbernen Schnallen— ſchneeweiße Strümpfe— hellgelbe kurze Beinkleider mit rothen, großen Blumen— lange, kleingeblümte ſeidene Weſte— halboff⸗ ner Buſen— erbſengrüner ſeidener Rock mit roſafarbnem Futter und ditto Aufſchlägen— ſchöner Kopf mit blaſſem, magerem Ge⸗ ſicht und ſchmachtenden Augen. Sein Haar iſt fein gepudert und der Zopf in ein roſa Seidenband gebunden!— Seht, es tritt uch der Sommer leibhaftig entgegen,— er hat auf der Bruſt,
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iden Figuren iſt ein runder Spiegel mit einem Blumen⸗ anze aus Porzellan eingerahmt, deſſen beide Enden Engel hal⸗ tr. Ich machte mir beim Anblicke dieſer beiden Kunſtwerke dgenthümliche Gedanken. Wie die Holländer in der Kunſt zu u an der Natur hängen, ſo entfernen ſich die Franzoſen im Aben und in der Kunſt ungebührlich weit von der Natur und Lahrheit des Lebens. Dieſes Gärtnerpaar iſt ſo unwahr als ſur möglich; ein maskirter Prinz, eine maskirte Hofdame— Mauren zu einer Komödie, wie man ſie in Trianon ausgeführt 1 ſifen mag.
der Hand und in einem Körbchen helle Sommerblumen.— inter be
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Seht, hier ſind Hunderte von koſtbaren Uhren. Die hier zu 400 Franken gehört zu den geringſten. Die dort mit dem Kranze von Diamanten koſtet 2000 Franken. Seht, eben nimmt ſie ein Herr, der mit einer jungen ſchönen Dame in ſchwarzem Atlas kleide an uns vorübergegangen iſt. Sie gefällt der Dame, das ſeh' ich; ſie nimmt ſie in die weiche Hand, hält ſie auf das ſchwarz ſeidne Gewand an den Gürtel und ſieht mit dem verführeriſchſten Lächeln um den roſigen Mund dem feinen Herrn in’s Geſicht, und — die Uhr wird gekauft. Die ſchöne Dame drückt ſeinen Arm am ihren weichen Arm, und— er iſt reich belohnt.
„Ich kenne dieſen Herrn ganz gut,“ ſagte ein Arbeiter, der an einer Säule lehnte und Brod aß, in deutſcher Sprache zu mir, als das Paar fortgegangen war,„er iſt ein Deutſcher, der im vorigen Jahre im Vaterlande Bankerott gemacht hat und jetzt als Privatier in Paris lebt.“
„Iſt dieſe junge Dame ſeine Frau?“
„O bewahre! Ich kenne ſie auch; es haben ihr hier ſchon mehrere Herren theure Ühren gekauft ſie iſt eine Vogelſtellerin und beſonders im Fange deutſcher Gimpel geſchickt. Die Frau dieſes Herrn lebt mit ihren Kindern in M.. und es ſoll ihn nicht gut gehen. Sehen Sie dort bei dem Bijouterieladen das Maͤdchen, das ſich Hals⸗ und Handgeſchmeide von falſchen Edel⸗ ſteinen für drei Franken ausſucht?“
„Ja, ich ſehe ſie wohl, ſie ſieht ſo blaß und leidend aus,“
„Die iſt auch eine Deutſche,“ ſagte der Mann,„ſie kommt öfter dieſes Weges; ſie kam nach Paris, um als Kindermädchen zu dienen— wurde verführt und lebt jetzt in einem Hauſe mit großer Nummer. Sie können ſie Abends mit rothen Wangen im Seidenkleide an der Ecke der Rue Richelieu ſehen.“


