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uns berechnen laſſen würde. Dazu kommen Hülfsmittel, die das Terrain bietet: gewaltige, höchſt dramatiſche Con⸗ traſte, maleriſche Staffagen und die abenteuerlichen Ver⸗ hältniſſe einer Halbeultur, welche kraftvollen Perſönlich⸗ keiten die ungenirteſte Action gewährt. Unumwundene Freiheit und ſpaniſch geſchnürte Tyrannei wohnen in pittoresker Eintracht nebeneinander. Endlich geben Klima unnd landesübliche Auffaſſung der Sinnlichkeit jenen Frei⸗ Ibrief, welchen ihr die Poeſie an und für ſich nicht ſchreiben könnte.
Dieſe Vortheile eines ſehr fruchtbaren Bodeus hat Bibra zu ſeinen Eriunerungen und Erzählungen vorge⸗ funden, und er iſt eben nicht ſcrupulös in Benutzung und Geſtaltung des Materials geweſen. So entſtanden durch⸗ aus keine Kunſtgebilde, ſondern ſehr naturaliſtiſch und leicht zuſammengebaute Geſchichten, in denen oft die eigent⸗ liche Compoſition nur die flüchtige Staffage im ethnogra⸗ phiſchen Gemälde iſt. Danueben macht ſich im Vortrag ein nach Pikanterie haſchender Ton geltend, der ein wenig zu einer brusken, keineswegs geſchmackvollen Manier geworden iſt und ſchwache Verſuche macht, den guten Ernſt der Lite⸗ ratur ironiſch aus der Cavalierperſpective zu betrachten. Fügen Sie noch manche Unwahrſcheinlichkeiten in der Motivirung hinzu, und Sie haben die meiſten Schatten⸗ ſeiten des Autors erwähnt.
Daneben hat Bibra aber ein auffallendes Talent zu ſtoffreicher Erfindung im romantiſchen, meiſt abenteuer⸗ lichen Gewande; er verſteht es, für das große Publicum ſpannende Situationen aufzufinden, und feſſelt daneben auch den engern Kreis der Gebildeten durch die angenehm unterrichtende Art, wie er dabei die Landesſitten und Ge⸗ bräuche kurz, faßlich und unterhaltend darſtellt.
Seine Schilderungen haben eine große Friſche und Lebendigkeit; es ſind niemals künſtleriſch durchgearbeitete Gemälde, wohl aber keck gemalte Veduten, die entweder aus der Wirklichkeit oder der regen Phantaſie als Spie⸗ gelbilder aufgefangen ſind. Daſſelbe findet bei den Menſchencharakteren ſehr häufig ſtatt. Die Figuren des Autors ſind auf dieſelbe Weiſe en gros hingezeichnet, wenig pſychologiſch entwickelt, aber effectvoll in den allgemeinen
mriſſen ihres Deukens und ihrer Action würden ſie oft
für einen Dichter einen fruchtbaren Stoff darbieten. Vor Allem aber beſitzt der Erzähler einen mitten in einer ge⸗ wiſſen Forcirtheit doch geſund gebliebenen Humor und Witz und ſeine Darſtellungen ſind daher anregend, elaſtiſch und friſch.
Verfolgen wir, um zum Theil das Geſagte zu erläu⸗ tern, den Anfang einer ſehr feſſelnden Geſchichte:„Ein Sträfling auf der Norfolksinſel“.
„Ich hatte in Lima,“ ſagt der Verfaſſer,„längere Zeit, das heißt was man auf Reiſen eben längere Zeit nenut, Umgang mit einem Irländer, den ich aufänglich für einen Engländer gehalten hatte. Ohne Zweifel rührte dies da⸗ ler, weil ich nicht, wie mehrere meiner Freunde, mit einem
ſe außerordentlichen Sprachſinne ausgeſtattet bin, welcher mich nach drei ausgeſprochenen eugliſchen Worten mit der größten Sicherheit errathen läßt, auf welcher Quadrat⸗ neile jener britiſchen Inſel der Sprecher das Licht der Welt blickt hat... Ich hatte des Morgens mit meinem
Dritte Folge.
bei dieſer Gelegenheit hatte er mir die Eröffnung gemacht, daß er ein Irländer ſei.
Aber am Abend deſſelben Tages machte er mir eine andere Mittheilung, welche mich ungleich mehr überraſchte, als die erſte. Er ſchien merkwürdig mittheilſam geworden zu ſein, nachdem er einmal ſicher war, nicht länger für einen Engländer gehalten zu werden. Da wir ſpät gefrüh— ſtückt hatten, ſo beſchloſſen wir, verhältnißmäßig noch ſpä⸗ ter zu Mittag zu eſſen, das heißt etwa des Abends um 9 Uhr, und füllten die Zeit vom Frühſtück bis zum Mit⸗ tageſſen mit einem Ritt in das Amancaesgebirge aus, wo⸗ ſelbſt man die ſchönſten Ausſichten von der Welt und die trefflichſten Gelegenheiten hat, den Hals zu brechen.
Wir hatten von verſchiedenen Plateaux aus die erſte⸗ ren genoſſen, waren den letztern geſchickt ausgewichen, und da der Tag bereits ſtark ſich zu neigen begann, ſo dachten wir an den Heimweg und ließen eben unſere Pferde eine ſteile Schlucht hinabſteigen, welche uns bald aus dem Be⸗ reiche des Waldes zu bringen verſprach.
Plötzlich drehte ſich mein Freund nach mir hin, denn die Schlucht war ſo breit, daß wir bequem nebeneinander reiten konnten, und ſagte:
„Ich wette, Sie wiſſen nicht, mit wem Sie da allein im Walde reiten.“
Da ich wußte, daß er Bob Kendy hieß, ſo war es un⸗ bedingt ein wenig einfältig von mir, daß ich ganz verwun⸗ dert zur Antwort gab:
„Nein, das weiß ich nicht!“
„Ich will es Ihnen ſagen,“ verſetzte Bob Kendy ſehr ruhig:„Sie reiten mit einem Straßenräuber und Mörder.“
„Sonſt nichts?“ fragte ich jetzt, denn ich war nur am Anfang ein wenig verblüfft.
„Nein, aber genirt Sie das nicht?“
„Nicht im Mindeſten!“
„Gut. Wenn ich aber Miene machte, meine Kunſt an Ihnen auszuüben, was würden Sie thun?“
Ich hatte faſt immer ein paar kleine gezogene Piſtolen mit Elfenbeinſchäften in der Taſche, welche auf’s Haar wie jene des Herrn Doctor Blaſius ausſahen.
Da Bob mir zur Linken ritt, zielte ich über meine den Zügel führende Hand weg mit einer dieſer Piſtolen, viel⸗ leicht auf Handbreite, nach dem Schädel meines Freundes und ſagte mit äußerſt verbindlichem Tone:
„Ich würde Ihnen bei der erſten verdächtigen Bewe⸗ gung das rechte Auge ausſchießen.“
„Warum gerade das rechte?“
„Ich müßte ja erſt auf die andere Seite reiten; das rechte ſteht mir aber zur Hand.“ Er ſchien erſt jetzt mein Maxnöver genauer beobachtet zu haben.
„Zum Teufel,“ ſagte er,„die Piſtole iſt ja geſpannt, und Sie haben den Finger am Drücker.“
„Ja,“ erwiderte ich,„es iſt eigentlich unangenehm, daß die Dinger faſt ein wenig zu leicht losgehen.“
„God dam, ſo thun Sie's weg,“ rief jetzt Bob offen⸗ bar erſchrocken;„wenn Ihr Pferd ſtolpert, ſo ſchießen Sie mich ja durch den Kopf.“
„Es iſt mit Rehpoſten geladen,“ ſagte ich höflich,„und
ſes würde alſo kaum ein Verdacht auf mich fallen, da das
Areunde in der goldenen Kugel zu Lima gefrühſtückt, und Kaliber meiner Piſtolen ein viel größeres iſt. Ich würde,
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