dang 4
r mit dieſer hied genom⸗
rner? rief iſe der Ca⸗
c noch nicht ier vorleſen. on im Kopfe
— Ausführlich der Geſammt⸗ kein genügen den wit doc tan die Ver altenntniß ge
Verſtändlit 4 brigen lu en übrige
9. B.
Greffswah
Nr. 47.]
„O ſeliges Umfangen! Ich harre mit Verlangen, Du Bräut'gam, hole mich, Mein Kränzchen bleibt für dich.“ Hurrah!
Was klirrſt du in der Scheide? Du helle Eiſenfreude, So wild, ſo ſchlachtenfroh? Mein Schwert, was klirrſt du ſo? Hurrah!
„Was klirr' ich in der Scheide? Ich ſehne mich zum Streite, Recht wild und ſchlachtenfroh, Drum, Reiter, klirr' ich ſo.“ Hurrah!
Bleib' doch im engen Stübchen, Was willſt du hier, mein Liebchen? Bleib' ſtill im Kämmerlein, Bleib', bald hol' ich dich ein. Hurrah!
„Laß mich nicht lange warten! O ſchöner Liebesgarten, Voll Röslein blutigroth Und aufgeblühtem Tod.“ Hurrah!
So komm' denn aus der Scheide, Du Reiters Augenweide. Heraus, mein Schwert, heraus! Führ' dich ins Vaterhaus. Hurrah!
„Ach, herrlich iſt's im Freien! In luft'’gen Hochzeitreihen, Wie glänzt im Sonnenſtrahl So bräutlich hell der Strahl!“ Hurrah!
Wohl auf, ihr kecken Streiter, Wohl auf, ihr deutſchen Reiter!
9 Dritte Folge.
Wird euch das Herz nicht warm, Nehmt's Liebchen in den Arm. Hurrah!
Erſt that es an der Linken Nur ganz verſtohlen blinken; Doch an die rechte traut Gott ſichtbarlich die Braut. Hurrah!
Drum drückt den liebeheißen Bräutlichen Mund von Eiſen
An eure Lippen feſt.
Fluch, wer die Braut verläßt!
Hurrah!
Nun laßt das Liebchen ſingen,
Daß helle Funken ſpringen! Der Hochzeitmorgen graut.— Hurrah, du Eiſenbraut! Hurrah!
„Brav, Camerad!“ riefen die Freunde dem Dichter
zu,„das Lied läßt ſich hören und iſt ganz für die Lützower
gemacht!“ Und auch des ernſten Lützow's Auge ruhte
wohlgefällig auf dem begeiſterten Angeſichte ſeines Adju⸗
tanten, dem Muth und Kampfluſt aus den dunkeln Augen ſprühten.
In dieſem Augenblicke wurde das Zeichen gegeben, daß der erwartete Wagentransport nahe ſei, und die Lützower rüſteten ſich und ſaßen auf.
Mit jubelndem„Hurrah“ und„drauf und dran!“ brach Lützow's wilde Jagd aus dem Gehölze und flog auf die überraſchten Feinde, welche nur kurzen Widerſtand lei⸗
ſteten, die Wagen im Stiche ließen und ſich entweder erga⸗
ben oder in ein nahe gelegenes Gehölz,„die Tannen“,
flüchteten, um von da aus ihren Rückzug zu machen. Die Koſaken hatten ihnen dieſen Weg abſchneiden ſollen, waren aber in die Irre gerathen und nicht rechtzeitig aus ihrem Hinterhalte hervorgebrochen.
Daß des fröhlichen Gewimmels Nirgendwo ein Ende ſei.
Wie die Vöglein alle ſingen!
Das heißt ſie die Freude thun,. Wie die Lämmer fröhlich ſpringen! Freude läßt ſie nimmer ruhn!
Das iſt ungefähr die ſehr harmloſe Färbung, welche als ein ſanftes Lilla träumeriſcher Empfindung dieſe„Blumenſträuße“, die viel Sinnpflanzen enthalten, charakteriſirt. Durch großen⸗ theils echte Reime wird den Verſen auch noch ein gewiſſer Werth der Correctheit verliehen. O. B.
Miseellen. Mannigſaltiges. Als die berühmte Sängerin Fodor, eine Ruſſin von Geburt, in Hamburg zur Zeit der franzöſiſchen Kriege engagirt war, fand um ihretwillen von Seiten der franzöſiſchen Beſatzung ein Aus⸗ ſall auf die Belagerer ſtatt. Einſt flog bei einer Aufführung eine Kanonenkugel durch das Dach des Theaters; doch daraus machte ſcch die Fodor nichts, wogegen ihr aber endlich, da ſich die Be⸗ lagerung in die Länge zog und die Kühe ſämmtlich geſchlachtet varen, der Mangel an Milch ſehr läſtig wurde. Ohne Milch war
die Fodor kaum fähig zu ſingen, denn ſie hatte ſich ſo daran ge⸗
wöhnt, während der Zwiſchenacte in der Aufführung Milch zu rrinken, daß es ihr außerordentlich ſchwer fiel, ſie zu entbehren.
—
Als die franzöſiſche Beſatzung hörte, in welcher peinlichen Ver⸗ legenheit ſich ihre Lieblingsſängerin befand, beſchloß ſie galant, dieſem Mangel abzuhelfen. In der nächſten Nacht wurde ein Aus⸗ fall gemacht und eine Kuh im Triumph zurückgebracht, welche man über der Bühne im Malerzimmer unterbrachte und ſo oft melkte, als Madame Fodor durſtig war..
Ein ſchlagendes Zeugniß, daß der Deutſche im Dienſte der Wiſſenſchaft und Humanität nicht nur Geld und Gut, ſondern auch opferwillig das Leben hingibt, ſtellt eine in Alexander Zieg⸗ ler's„Deutſchen Nationalunternehmungen“ erſchienene Todten⸗ liſte deutſcher Afrikareiſenden dieſes Jahrhunderts auf. Friedrich Hornemann aus Ahlfeld verſcholl 1800 im Sudan; Röntjen wurde 1809 auf dem Wege nach Timbuktu ermordet; Johann Ludwig Burkhardt ſtarb 1817 zu Kairo, der Naturforſcher Kum⸗ mer ſchon 1816 am Rio Robagga; Dr. Hemprich und Profeſſor Louis Liman ans Berlin fanden 1820 ihren Tod in Afrika; eben⸗ ſo der Naturforſcher Dr. Vogel aus Bonn im Beginn der vier⸗ ziger Jahre; Dr. Overweg aus Hamburg ſtarb in Kukaua am Tſchadſee 1852; Dr. Reitz 1853 in Abyſſinien; Dr. Schönlein ſtarb in Liberia; Provicar Knoblecher endete in Neapel, holte ſich aber ſein Leiden im Sudan; von Neimanns ſtarb 1858 in Kairo; Dr. Vierthaler fand ſeinen Tod in Afrika, und Albert Roſcher aus Hamburg ward am 19. März 1860 unfern der Nyandſcha ge⸗ tödtet. Frhr. v. Barnim endete am 12. Juli 1860 zu Roſeres am blauen Nil, und über das Schickſal unſeres Dr. Eduard Vogel erwarten wir die Aufklärung, die wahrſcheinlicher Weiſe eine gleich
traurige Gewißheit ſein wird. 6.
———
——
b


