Jahrgang 
27-52 (1862)
Seite
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Zwiſchen den Diamantaugen Elſie's und den großen, runden Augen der alten Negerin wurde da ein Blick ge⸗ wechſelt, der ebenſoviel ſagte, wie viele Worte.

XVI.

Der Herbſt nahte ſeinem Ende; der Winter ſollte kommen und Elſie ihre Streifzüge verbieten. Die alte Sophie wunderte ſich daher nicht, daß Elſie drei Tage hin⸗ tereinander auf denBerg ging, um ihren Träumereien nachzuhängen.

Ohne ſich den innern Kampf, den ihre Gebieterin zu beſtehen hatte, zu erklären, ſagte Sophie zu ſich ſelbſt:

Sie will lieben. Sie kann es noch nicht. Aber ſie wird es doch, trotz Allem.

Indeß wußte ſie nicht, ob ſie ſich darüber freuen ſollte, weder für Elſie ſelbſt, noch für denſchönen Herrn aus der Schule. So nannte ſie Bernhard Langdon.

Waswollte ſie von dieſer beinahe unmöglichen Liebe hof⸗ fen? Selbſt wenn er ſie heirathete, was konnte ſie daraus von der Zukunft erwarten?

Am vierten Tage flocht Elſie mit beſonderer Sorgfalt ihr dichtes, glänzendes Haar und befeſtigte nun ſelber einen goldnen Pfeil; dann ging ſie zum Frühſtück hinab, in einem Anzuge, welcher auf wunderbare Weiſe die ſeltene Schönheit zeigte, mit der der Himmel ſie begabt hatte. Der verhängnißvolle Paroxysmus war vorüber, oder we⸗ nigſtens hatte die Leidenſchaft eine neue Phaſe erreicht. Ihr Vater, der die drei vergangenen Tage von der größten Beſorgniß ergriffen geweſen war, fühlte ſich erleichtert, als er ſie ſo geſchmückt ſah, ſo offenbar neu belebt durch irgend eine Hoffnung.

Zu der gewohnten Stunde ging ſie nach dem Juſtitut, wo ihr Wiedererſcheinen ein ſichtliches Aufſehen machte. Mit dem Scharfſinn, der den jungen Mädchen eigen iſt, erriethen die Gefährtinnen Elſie's den verborgenen Grund dieſer glänzenden Toilette. Ihre Nebenbuhlerin mit den

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Diamantaugen hatte wahrſcheinlich im Sturm das Herz und die Hand des ſchönen Lehrers erobert; aber war ſie wirklich das Weſen, deſſen er bedurfte? Konnte er mit ihr glücklich ſein? Das fragten ſich die Aelteſten, d. h. die Eiferſüchtigſten in leiſem Geflüſter, indem ſie ihre Bücher und ihre Hefte auszutauſchen ſchienen.

Elſie zeigte indeß nicht den Stolz und das ſtrenge Ge⸗ ſicht, welches ihr ſo viel Feindinnen gewonnen hatte. Sie ſah ruhig, aber träumeriſch aus. Mit zerſtreuter Hand blätterte ſie in ihren Büchern, ohne viel auf das zu achten, was rings um ſie her vorging. Das war nichts Außer⸗ gewöhnliches, denn man gewährte ihr ſtets die Freiheit, nach ihrer Lanne zu lernen oder auch gar nicht.

Der Unterricht war beendet, die jungen Mädchen ver⸗ ließen den Saal Eine nach der Andern. Elſie, die bis zuletzt geblieben war, ging mit einem Buch in der Hand auf Bernhard Langdon zu, als hätte ſie eine Frage an ihn zu richten, eine Schwierigkeit durch ihn aufzuklären.

Würden Sie mich heute wohl nach Hauſe begleiten? fragte ſie ihn mit einer ſo leiſen Stimme, daß er ihre Worte kaum zu verſtehen vermochte.

Etwas aufgeregt durch dieſe unerwartete Bitte und einen peinlichen Auftritt vorausſehend, konnte Bernhard gleichwohl nur eine Antwort geben, und er erklärte, daß er ſehr glücklich ſein würde, Miß Venner zur Begleitung zu dienen. Sie gingen alſo miteinander nach dem Land⸗ hauſe der Dudley's.

Ich habe keinen Freund, ſagte Elſie, plötzlich das Schweigen brechend, welches bisher Beide bewahrt hatten. Niemand liebt mich, ausgenommen eine gute, alte Frau, die mich ſeit meiner Kindheit nie verließ. Und ich kann Niemand lieben. Man behauptet, wie Sie wohl wiſſen, daß mein Blick die eigenthümliche Macht beſitze, die Men⸗ ſchen zu zwingen, zu mir zu kommen und ſtets bringt er ſie dabei um ihr Bewußtſein. Wollen Sie mir wohl in

die Augen ſehen?

her man denn auch bald davon abſah. Dagegen erhielt ſich der Gebrauch ſteinerner Kugeln neben den eiſernen noch lange. In der Schlacht vor Piacenza 1447 hatte Herzog Sforza drei Bom⸗ barden, aus denen er in 24 Stunden 60 Steinkugeln warf und in 30 Tagen zwei Thürme und eine Mauer einſchoß. Das gibt einen ſehr deutlichen Begriff von der Langſamkeit und Schwerfälligkeit des damaligen Geſchützes, aber auch zugleich der damaligen Kriege. Noch im Jahre 1553 ſchoß man mit ſteinernen Kugeln. Das erſte Geſchütz von Bronze wurde 1418 gegoſſen, und in Tou⸗ louſe in Frankreich zeigt man heute noch ein 1438 gegoſſenes un⸗ geheures Kanonenrohr.

Auch der Transport der Kanonen unterlag vielen Verände⸗ ungen. Anfangs fuhr man dieſelben auf langen ſchweren Wagen, heren Bäume jedoch über den Rädern lagen, wodurch wenigſtens has Umwenden etwas erleichtert wurde, wie ſich im dreißigjährigen Kriege, namentlich im Jahre 1622 in einer Schlacht des Mark⸗ grafen Georg Friedrich von Baden⸗Durlach und des ſpaniſchen Feldherrn Spinola, ſehr vortheilhaft bewies. Auf Feſtungswäl⸗ en legte man die Kanonenröhre auf zwei Walzen. Zu noch meh⸗ ſerer Erleichterung des Transports erſann und bediente man ſich ſald darauf der Lafetten, die aber auch erſt mit der Zeit die jetzige Gefährlichkeit erhielten, und erſparte dadurch die beſondern, gleich ſchwerfälligen Richtemaſchinen.

Die ungeheure Brauchbarkeit der Feuerwaffen, namentlich des groben Geſchützes, leuchtete nur zu bald ein, daher man un⸗ gusgeſetzt auf deren Verbeſſerung ſann und deren leichteren Ge⸗ Arauch einſtudirte und einubte. Bereits zu Ende des 15. Jahrh. batte man eigene Artillerieſchulen. Doch verwendete man die ſo

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nannt, anfangs nur in kleinen Truppen, höchſtens in Compagnien.

Erſt im Jahre 1695 hatten die Franzoſen ein ganzes Artillerie⸗ Regiment, daneben aber König Ludwig XIV. auch noch zwei be⸗ ſondere Bombardiercorps. Unter ſeinem Nachfolger, Ludwig XV., gelang es 1740 jedoch erſt, dieſes kleine Artilleriecorps vollſtändig zu organiſiren.

Wir entnahmen in gedrängter Kürze dieſe Daten einer klei⸗ nen Flugſchriftder Wehrſtand, welche von ihrem ungenannten Verfaſſer ſowohl dem Bürger als dem Militär zur Verſtändigung gewidmet iſt. 6.

Zur Culturgeſchichte. Der Raffee ein Mittel zur Verlängerung des menſchlichen

Lebens.

Es iſt Vieles für und gegen den Kaffee geſchrieben worden. Als der türkiſche Geſandte in Paris vor zweihundert Jahren zum erſten Male die aſiatiſche Kaffeebohne und die Art, wie man ſich derſelben im Orient bediene, zeigte, trat ihm ſofort ein Heer von Tadlern und Gegnern gegenüber. Dieſe erſten Feinde wurden jedoch von dem Aroma und den wohlthätigen Wirkungen des Kaffees bald beſiegt; ſie ſtellten ihre Angriffe ein und begnügten ſich damit, ſich ganz im Stillen ihre Taſſe Kaffee recht wohl ſchmecken zu laſſen. Madame Sevigné that den bekannten Aus⸗ ſpruch:Racine wird vorübergehen, wie der Kaffee! doch Beide zählen noch jetzt weit mehr Verehrer als die Dame, welche jene Worte ſagte. Bei dieſemlangſamen Gift, wie man dieſes Ge⸗ tränk anfangs zu benennen beliebte, erreichte Voltaire ein Alter