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daß ſie die Vorhänge feſt zugezogen hatte. Auf den Fuß⸗ ſpitzen ſchlich er zu ihrer Thür und hörte nicht das geringſte Geräuſch.
Elſie lag in der That am Boden, von ucbeſchreib⸗ lichen Leiden ergriffen. Man konnte kaum ſagen, daß ſie dachte. 4
Dieſe ſchmerzhafte Betäubung währte beinahe eine
halbe Stunde, dann ſpraug ſie plötzlich auf, ließ einen
Blick rings umhergleiten und näherte ſich ihrem Kamin, der mit Reliefs geſchmückt war, der heiligen Schrift darſtellten. Eines der Bilder ſtellte die Verſuchung durch die Schlange dar. Elſie zog aus ihrem Haar eine lange ſtarke Nadel, ſteckte ſie unter einen Theil dieſer Verzierung, hob denſelben in die Höhe und zeigte ſo eine kleine ganz verborgene Vertiefung, in welcher ein bleiernes Käſtchen ſtand. Sie öffnete dieſes Käſtchen, welches einige Fingerſpitzen eines feinen weißen Pulvers enthielt, und ſchüttete den Juhalt in ein Papier, welches ſie ſorgfältig faltete.
Dick, der ſich nicht damit begnügte, zu horchen, hatte Alles geſehen.
„Diablo!“ dachte er,„wir beginnen ein ernſtes Spiel um Leben und Tod.— Nun wohl, es ſei! Da ſie ihn ſo ſehr liebt, muß ich mich ſeiner entledigen, das iſt klar.“
Am Abend aß er ſehr wenig und beklagte ſich über heftiges Kopfweh. Als ſeine Couſine ihm theilnahmsvoll eine Taſſe Kaffee reichte, wies er ſie mit großer Artigkeit zurück. Er verſicherte, dieſes Mittel, welches vielleicht für Andere heilſamer ſein möchte, würde ſeine Migräne nur ſteigern..
In eben dieſem Augenblicke fällte er in's geheim ſei⸗ nen Urtheilsſpruch über Bernhard Langdon. Wie ſollte der Verurtheilte enden?— Durch einen Selbſtmord.— Durch welche Art?— Durch Erhängung.— Wann ſollte das Urtheil vollzogen werden?— An eben dieſem Abend.
Dritte Folge.
welche Gegenſtände aus Am Ende des Ganges nahm er den
Die Gerechtigkeit Richard Venner's war, wie man
ſieht, ſehr ſchuell.
Wegen ſeines abſcheulichen Kopfſchmerzes zog er ſich
früher zurück. Man hörte ihn lärmend die Thür ſeines Zimmers verſchließen. Allein einige Augenblicke darauf wurde ſie ohne das geringſte Geräuſch wieder geöffnet, denn er hatte die Angeln ſorgfältig eingeölt. Diſf verließ das Haus mit den Stiefeln in der Hand und in einem Anzug, der vom Kopf bis zu den Füßen ganz dunkel war. Weg über eine Seiten⸗ treppe, ging nach dem Stall, ſattelte ſeinen Muſtang, ver⸗ ſah ſich mit einem feſten Laſſo und ritt davon.
Ungefähr um dieſelbe Zeit trat Bernhard Langdon, getreu einer Gewohnheit, die er unlängſt angenommen hatte, um den Zuſtand ſeiner Nerven zu verbeſſern, ſeinen Abendſpaziergang an. Als er nach ſeinem Zimmer hin⸗ aufging, um ſeine Handſchuhe und ſeinen Hut zu holen, ſah er die Thür des Salons offen ſtehen. Helene Darley hatte ſich darin bei der Arbeit verſpätet. Sie erbebte, als
Bernhard eintrat, um ihr die Hand zu drücken und ihr im Vorübergehen gute Nacht zu ſagen.
„Gehen Sie aus?“ fragte ſie ihn.
„Sie wiſſen wohl, daß ich ſeit einiger Zeit Abends um dieſe Stunde—“
„Ja, das iſt wahr.— Aber weßhalb wollen Sie heute ausgehen?“
„Und weßhalb nicht?“
„Ich weiß nicht,— ich habe finſtere Gedanken.— Es ſcheint mir, als bedrohe mich ein Unglück.“
„Haben Ihre Ahnungen Sie noch nie betrogen?“
„Im Gegentheil, ſehr oft. Noch im vergangenen
Herbſt glaubte ich das Frühjahr nicht wieder zu er⸗ blicken.“
„Und dennoch blühen die Blumen wieder für Sie. Sie ſehen wohl, daß ich meinen Spaziergang machen kann.“
laufen ſie quer über die Ebene, ohne ein ſcheinbares Ziel im Auge zu haben, während ſie die ſeltſamſten Sprünge und Courbetten machen, wobei ſie ihren vorragenden Kopf zwiſchen den Vorder⸗ ſchenkeln halten. Dieſe Luftſprünge und eigenthümlichen Sitten des Gnu in einem ganz geſchloſſenen Park dienen ſehr zur Belu⸗ ſtigung der Beſucher.
In einer ganz kleinen Entfernung geſehen, haben dieſe Thiere eine große Aehnlichkeit mit dem Löwen; dieſe Aehnlichkeit ver⸗ mehrt ſich noch dadurch in einem ſehr hohen Grade, daß ſie, wie der wilde weiße Ur, den man ehemals in den Wäldern Caledo⸗ niens fand, jubam densam ac demissam instar leonis tragen, das heißt, daß ſie eine dichte und lockige Mähne haben, wie die des ſtolzen Löwen iſt.
Das Gnu ſcheint den Alten bekannt geweſen zu ſein, die es 1 Plinius ſagt, dieſes Thier halte ſeinen Kopf ſtets gegen die Erde geneigt, um nicht das menſchliche Ge⸗ ſchlecht zu zerſtören, denn alle diejenigen, welche in die Augen jeſſelben ſähen, müßten ſogleich ſterben. Das Gnu iſt in der That würdig, die Idee des Meduſenhauptes eingeflößt zu haben. C.
„ Theater. Aus Dresdens theatratiſcher Vorzeit.
Ein großes für Laien ſchwer zugängliches Werk über die Ge⸗ ſchichte der Muſik und des Theaters am Hofe der Kurfürſten von Sachſen und Könige von Polen iſt auch für größere Leſerkreiſe über das pomphafte eigenthümliche Bühnentreiben jener alten luxuriöſen Tage der abſoluten Ver⸗
ſchwendung und verſchwendenden Abſolutie untermiſcht. Wir ſtellen bier die Schilderung von einigen jener Feſtlichkeiten zuſam⸗ men, welche gefeiert wurden, nachdem der Kurprinz mit Maria Joſepha, der älteſten Tochter Joſeph's I., vermählt war und am 2. September 1719 ſeinen Einzug in Dresden gehalten hatte. 4
Das neue oder große Opernhaus, wie es nach ſeiner Eröff⸗ nung am 3. September 1719 genannt wurde, und welches noch vielen Leſern vor ſeinem Brand 1849 erinnerlich ſein wird, erſchien wegen ſeiner glatten Wände und ſeiner durch die Zwin⸗ ger⸗ und Kloſtergebäude eingezwängten Lage dem erſten Blicke nicht übermäßig groß, doch nahm daſſelbe ungefähr 7500 ◻Ellen Raum ein, ſo daß es die jetzige Kreuzkirche um etwa 500 Ellen
Flächenraum übertraf. Das Haus bildete in ſeiner Grundfigur
ein Oblongum und war unſtreitig, namentlich was die Bühne anbelangt, eines der größten Theater Europas. Es war 122 Ellen lang und 50 Ellen breit, die Scene ſelbſt 75 Ellen lang und 40 Ellen breit, ungefähr 3000 ◻Gllen groß. Der Zu⸗ ſchauerraum, die herrſchaftlichen Logen abgerechnet, faßte 1800 bis 2000 Menſchen. Aeußerlich hatte es gar keine Verzierungen, doch war es dauerhaft erbaut. An der Seite nach dem Stadt⸗ graben, jetzt Anlagen vor dem Thurmhauſe, befand ſich ein Anbau, welcher einige Salons für den König und die Ankleide⸗ zimmer für die darſtellenden Künſtler im untern Theile enthielt; darüber lag in verſchiedenen Abtheilungen die Garderobe⸗ und Requiſitenkammer und noch höher im 3. Stock die Wohnung des Opernhausaufſehers und Theaterarchitekten, ſowie des Theater⸗ und Inventionsſchneiders. Vom innern Raume nahm die Bühne die bei weitem größere öſtliche Hälfte des Ganzen ein, alſo von den beiden Sälen, die ſich ſpäter durch Ueberbauung des alten
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