Jahrgang 
27-52 (1862)
Seite
717
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Nr. 45.] 2a en Grauſen erre⸗ fallende Gewit

hatte die

Armee die Hälfte ihrer Mannſchaft, die Generäle Paken⸗ ham und Gibbs, die ſich in Spanien mit höchſtem Ruhm bedeckt, nebſt einer großen Anzahl hoher Stabsofficiere verloren hatte, ſah ſie ſich mit Hinterlaſſung eines beträcht⸗ lichen Artillerieparks gezwungen auf die Schiffe zurückzukeh⸗ ren. Es war der letzte Verſuch. Seit der Schlappe, welche die

Briten bei New⸗Orleaus erlitten, gaben ſie es auf in den Vereinigten Staaten Eroberungen zu machen, die von da ab den Ruf erlangt, daß ſie in ihrer Vereinigung un⸗ beſiegbar waren!

ie Körge erhaft beſchien

Jgeeignet Leben dem ſiegreichen Anſtrengungen, if vollem Rück ch nach wenigen

zu einer neuen

Ba⸗ timore, wo

Gedichte von Friedrich Dannemann.

Am Abend.

Die Nachtigall lockt in den Zweigen,

en läuten die Glocken zur Ruh'! Die Wipfel im Abendwind neigen Scch flüſternd einander zu.

n.Gott, Dir gle ich Frau und verſchied

der erwachende und die ſchnelle ge. Sie verſuh⸗ſ ick noch ar. Fh. die Tapferkel ſterung der f

Und leiſe durch dunkele Bäume Schweben die Geiſter der Nacht Und weben mir duftige Träume Aus funkelnder Sternenpracht.

Nun ſchlafen die dunkelen Stunden, Begraben ſcheint jeder Schmerz, Und nimmer gedenkt ſeiner Wunden Das thörichte, träumende Herz.

ren 11

für die Freihen

. en die engliſche

Folge. 717

Heimkehr.

Du ſtilles Thal mit deinen Blumengründen, Mit deinen Quellen, die durch Grün ſich winden, Zu dir kehr' ich, ein müder Wandrer, wieder Mit wehmuthvollem Gruße meiner Lieder.

O, laß mich hier in deinen duft'gen Gründen Den Märchentraum der Jugend wiederfinden! Laß mich den Weiſen deiner Sänger lauſchen,

Am Frieden deiner Wälder mich berauſchen!

Heiß' neuen Leuz aus ſel'gem Blick mir ſprießen. Noch einmal laß ſein zaubriſch Wehn mich grüßen, Dann wird das Eis von meinem Herzen ſpringen, Und wie die Lerche will ich jubelnd ſingen!

Erinnerung.

Deine Augen, mild wie Sterne, Seh' ich leuchten für und für, Und aus weiter Ferne ſenden Ihren frommen Gruß ſie mir.

Unter ihrem ſanften Schimmer Schließen meine Blicke ſich,

Und im Traum mein ſelig Denken Webt ein ſtill Gebet für Dich!

1 hei conyli ren. Dieſe

halbe Geltung haben, nur eine halbe Schlußfolgerung geſtatten, denn Polen hat gar keine verantwortliche Gegenwart, weil ihm von der Diplomatengeſchichte keine verantwortliche Vergangenheit geſtattet worden iſt.

Als einen Beitrag zur Aufklärung über die Frage, wo der ößere Theil der Schuld lag, überlaſſen wir es dem Gebilde⸗ en, dieſen Band voll hiſtoriſcher Specialitäten und Charakter⸗ züge durchzuleſen, eine Arbeit, welche ihm der Verfaſſer durch eine Einkleidung in ein romanartiges Gewand erleichtert hat. O. B.

nüͤſſn i k und die 4 ſchung mh⸗

Kaufmänniſche Carrieren, Wahrheit und Dichtung.

Von Guſtav Höcker. Dresden, Rudolph Kuntze. 1862. Der Verfaſſer bezeichnet ſeine Darſtellungen als Begebenhei⸗ inaus dem Geſchäftsleben. In der That hat er ſich bemüht, die praktiſche Seite des Lebens darin nach Möglichkeit abzuſpiegeln. Dieſer Ausſpruch berechtigt indeß nicht dazu, in dieſen Er⸗ hhlungen eine tiefeingreifende Charakteriſtik der täglichen Wirk⸗

nit biſts⸗ lſchkeit zu ſuchen. Eine ſehr flüchtig ſchablonirte Manier, die ſich , marhältniſſe darchgehend in ihnen vorfindet, hebt dergleichen ſchon von vorn⸗ föge, berein auf. Wohl aber iſt der Verfaſſer darauf ausgegangen, durch Sha⸗ anen leichten Vortragston einer ſehr zahlreichen Romanleſerclaſſe mundgerecht zu werden. Auch hat er auf Komik und Erheiterun⸗ gin verſchiedener Art hingearbeitet und ſich in einer Zeit, wo der Witz theuer und der gute Humor beinahe unbezahlbar geworden ſſ, mit demjenigen beholfen, was für beſcheidenere Preiſe errun⸗ zen werden kann. O. B.

Miseellen.

Worte für Welt und Haus.

Weniger ſchmerzlich iſt es für eine Frau, ihr einziges Kind verloren, als nie eins geboren zu haben.

Weibliche Arbeit erfordert im Grunde wenig Ueberlegung und wenig Wiſſenſchaft, darum will die Frau gern Alles raſch gethan ſehen, auch das Werk der Männer.

Frauen lieben keine Gewalt, aben dulden noch weniger Schwäche; darum ertragen ſie lieber Härte, als einen nachgiebi⸗ gen Sinn. 9.

Wer einer Frau nachgibt, weil ſie Recht hat, wird ihr auch bald nachgeben müſſen, weil ſie Recht haben möchte.

Es ſind arme Frauen⸗ und auch Mutterherzen, welche ihrem Manne die Liebe abziehen, die ſie ihrem Kinde ſchenken. Und doch findet dieſer ökonomiſche Haushalt des Gemüths ſo oft ſtatt.

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