Jahrgang 
27-52 (1862)
Seite
715
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Nr. 45.] Dritte

ſeine Wohnung zurück, um Anſtalten zur Bewirthung der höhern Officiere zu treffen, wenn ſie, wie allgemein feſt⸗ ſtand, ſiegreich mit den Truppen zurückgekehrt ſein würden. Bin ich auch nicht im Stande, für die im Benehmen des Präſidenten Madiſon damals gerügten Einzelheiten einzu⸗ ſtehen, ſo bleibt doch gewiß, daß ein großes Tractament wirklich vorbereitet war, welches, ſtatt durch die Anweſen⸗ heit der ſiegreichen amerikaniſchen Officiere verherrlicht zu werden, dem weniger zarten Gaumen eines Detachements engliſcher Soldaten einen herrlichen Genuß gewährte.

Als die Abtheilung, welche zur Zerſtörung der Präſi⸗ dentenwohnung eutſandt war, Herrn Madiſon's elegantes Speiſezimmer betrat, fand ſie eine glänzende Tafel gedeckt zu vierzig Couverts. Zahlreiche Weinſorten in ſchim⸗ mernden Kryſtallflaſchen ſtanden zum Kühlen auf dem Büffet. Silberne Schüſſelhalter, mit Tellern und Eßge⸗ ſchirren beſetzt, ſtanden ueben dem hohen Marmorkamine. Meſſer, Gabeln und ſilberne Löffel lagen bereit zum augenblicklichen Gebrauch. Kurz, Alles war vorgerichtet zur Bewirthung einer vornehmen Geſellſchaft. Während in dieſer Weiſe das Speiſezimmer einen ſehr reſpectabeln Anblick darbot, war das Anſehen, welches die Küche ge⸗ währte, dem erſtern vollkommen entſprechend. Da drehten Spieße gewichtige Fleiſchſtücke aller Art am brennenden Feuer; Töpfe, Bratpfannen und anderes Küchengeſchirr ſtanden mit ihrem duftenden Inhalt auf den Roſten; alle übrigen zu einem ebenſo auserwählten als ſubſtanziellen Mahle nöthigen Erforderniſſe befanden ſich in jeuem wohl⸗ geordneten Zuſtande, aus dem deutlich erſichtlich war, daß die Küche erſt kürzlich in großer Eile verlaſſen worden war.

Man kann ſich leicht denken, daß alle dieſe ſchönen Vorbereitungen von einer Abtheilung hungriger Soldaten nicht mit gleichgültigem Auge betrachtet wurden. Ein elegantes Mittagsmahl, obgleich die Speiſen ſich durch Zu⸗ ſall faſt ſämmtlich in einem etwas übergahren Zuſtande be⸗

fanden, bot ihnen, die ſie faſt Alle ſeit längerer Zeit

Folge. 715 an eine ſo luxuriöſe Mahlzeit nicht mehr gewöhnt waren, einen zu verlockenden Aublick, als daß ſie demſelben nach den überſtandenen Gefahren und Miühſeligkeiten hätten lange widerſtehen können.

Sie trugen ſorgſam die duftenden Gerichte auf die ſauber gedeckte Tafel und ſetzten ſich ohne Beobachtung großer Förmlichkeit daran nieder; ihre vergnüglichen Ge⸗ ſichter würden jedoch einer Geſellſchaft Aldermen bei einem Lord⸗Mayor⸗Schmauſe in London nicht ganz zur Unehre gereicht haben. Nachdem die Soldaten ihren Appetit in aller Gemüthlichkeit geſtillt und ohne große Umſtände den Weinſorten reichlich zugeſprochen hatten, beendigten ſie das Feſt damit, daß ſie den Feuerbrand in das Haus warfen, welches ſie in ſo liberaler Weiſe bewirthet hatte.

Lange Jahre iſt den Einwohnern von Waſhington dieſe Schreckensnacht unvergeßlich geblieben. Die Ver⸗ wirrung, die Angſt, von denen alle Stände, jedes Alter und Geſchlecht wie gelähmt waren, hatte hauptſächlich ihren Grund darin, daß ſie, ſtündlich die Aukunft eines ſtarken amerikaniſchen Hülfscorps erwartend, dafür die Englander plötzlich in den Straßen erblickten. Flucht! war natürlich der erſte Gedanke bei dem Anblick der heranſtürmenden Feinde. In wenigen Augenblicken waren die Straßen zum Erdrücken angefüllt mit Soldaten und Senatoren, mit Männern, Frauen und Kindern, mit Pferden und Wagen, hoch beladen mit der werthvollſten Habe. Alles drängte gegen eine hölzerne Brücke, welche über den Potomac führte.

Die dadurch verurſachte Unordnung war über alle Be⸗ ſchreibung; das Gedränge der jammernden Flüchtlinge auf der Brücke war ſo groß, daß jeden Augenblick deren Ein⸗ brechen zu befürchten war. Sobald der Präſident Madi⸗ ſon, welcher unter den Fliehenden der Erſte war, ſicher das jenſeitige Ufer erreicht hatte, gab er den Befehl zum Ab⸗ tragen der Brücke. Sobald dieſem Folge geleiſtet war, ſah ſich ein großer Theil der Einwohner genöthigt in die

reich in eine Republik umgewandelt worden ſei, mußte er dieſe vollbrachte Thatſache in ſeinem Tagesbefehle vom 29. Februar melden.

Trotz ſeines ſchönen Benehmens in den Angelegenheiten Rouens, vielleicht ſogar in Folge deſſelben, wurde der General de Caſtellane durch das Decret vom 17. April 1848 mit vielen andern Officieren des activen Dienſtes enthoben und zur Dispo⸗ nübilität geſtellt. Sobald als das Geſetz vom 30. Auguſt 1849 jenes Decret, das ihn entfernte, aufgeboben hatte, trat er wieder in den activen Dienſt ein.

Im Jahre 1850 wurde dem Grafen de Caſtellane das Ober⸗ commando in Lyon anvertraut, und er fand ſich dort bald in eine eben ſo ſchwierige Lage verſetzt, wie die war, aus der ihn ſeine Energie in Rouen gezogen hatte. Der Staatsſtreich vom 2. Dec. 1851 hatte im ſüdlichen Frankreich einen großen Wiederhall ge⸗ habt. Der General wußte die Aufrechthaltung der Ordnung und des öffentlichen Friedens durch die Feſtigkeit ſeiner Haltung zu ſichern. Im Jahre 1851 zum Nange eines franzöſiſchen Mar⸗ ſchalls erhoben, befehligte er ſeit zwölf Jahren das in Lyon ſtehende Armeecorps, von welchem Poſten der Tod ihn plötzlich abberufen hat. Während dieſer zwölf Jahre verſtand er, ſich die eiebe und Achtung Aller zu gewinnen, die ihn näher kannten. Einige glaubten ihm die Strenge zum Vorwurf machen zu kön⸗ ſen, die er in den kleinſten Einzelnheiten des Dienſtes und der nilitäriſchen Disciplin zeigte. Dieſe vielleicht übertriebene Strenge, die in manchen Fällen für die davon Betroffenen ſicher höchſt empfindlich war, hatte doch auch für das ihm untergebene Armeecorps ihren unbeſtreitbaren Nutzen. Bei dem Marſchall niſprang ſie nur aus einem tiefen und unerſchütterlichen Gefühl

ſeiner Pflicht. Gerade dieſer Strenge, die mit einem großen Wohlwollen verbunden war, verdankte der Marſchall den Einfluß, den er auf die ſeinem Commando anvertrauten Truppen auszu⸗ üben verſtand.

Wenn wir ſchließlich noch eine Anekdote erwähnen, die jetzt nach dem Tode des Marſchalls von Neuem auftaucht, ſo geſchieht das nur, um zu erklären, daß wir derſelben keinen Glauben ſchen⸗ ken. Man erzählt nämlich, am 2. März 1855 habe der Telegraph dem Marſchall die Depeſche überbracht:L'Empereur est mort. Der Marſchall habe geglaubt, der Kaiſer der Franzoſen ſei ge⸗ ſtorben, und ſei ſogleich zu dem Präfecten geeilt, um ihm den Vor⸗ ſchlag zu machen, ſofort Heinrich V. als König zu proclamiren. Es habe dem Präfecten Mühe gekoſtet, ihn zu beſtimmen, damit wenigſtens ſo lange zu warten, bis nähere Nachrichten eingelaufen ſeien, die auch nicht lange auf ſich hätten warten laſſen und aus denen es ſich ergeben, daß der Kaiſer Nicolaus von Rußland ge⸗ ſtorben ſei.

Wir ſchenken, wie geſagt, dieſer Anekdote keinen Glauben. Während des Krimkrieges ſprachen alle franzöſiſchen Blätter nur von einem Czar, nie von einem Empereur de Russie, und höchſt wahrſcheinlich würde daher der Telegraph berichtet haben: Le Czar est mort, was jedes Mißverſtändniß unmöglich gemacht haben würde. Ein weit wichtigerer Grund für uns, die Anekdote für erfunden zu halten, liegt aber in dem Umſtande, daß er den Poſten als Befehlshaber der Armee in Lyon bis zu ſeinem Tode behalten hat. Hätte ſich jener Vorfall wirklich ereignet, ſo wäre er dem Kaiſer der Franzoſen nicht unbekannt geblieben, und die ganz na⸗ türliche Folge wäre geweſen, daß der von ihm zum Marſchall und Befehlshaber der Armee in Lyon ernannte Graf Caſtellane, der