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Nr. 44.]
treffen dennoch: die Blume lag zwiſchen den Blättern vom vierten Buche der Aeneide und gerade dem Verſe gegen⸗ über:
Incipit effari, mediaque in voce resistit.
Bernhard lachte, und indem er ſich an jene Art von Orakel erinnerte, die man einſt sortes virgilianae nannte, ſchloß er das Buch und öffnete es dann, vom Zu⸗ fall geleitet, um zu wiſſen, welche Antwort es geben würde.
„Pahl wirklich?“ rief er verwundert aus.
Es war die Epiſode des Laokoon.
Einem eigenthümlichen Reize folgend, las er ſie von einem Ende bis zum andern wieder durch, und warf dann das Buch von ſich, als fürchtete er, es wäre mit dem fei⸗ nen Gifte getränkt, an dem einſt mehr als ein Fürſt ſtarb.
Dies kleine Ereigniß hatte keine Folgen. Nur ging Elſie immer häufiger nach dem„Berg“ luſtwandeln.
Dick ließ ſich eines Tages einfallen, ihr dahin zu fol⸗ gen; aber obgleich er immer hundert Schritt hinter ihr geblieben war, bemerkte Elſie ihn. Das junge Mädchen kehrte augenblicklich um, und, an Dick vorübergehend, ohne ein Wort an ihn zu richten, ſchleuderte ſie ihm einen jener Blicke zu, welche die Wunde, die der Doctor einſt geheilt hatte, neu zu öffnen ſchien. Dann ging ſie nach ihrem Zimmer, und er konnte ſie während des übrigen Theils des Tages nicht beſtimmen, daſſelbe wieder zu verlaſſen.
Der Abeud war ſchön, und der Mond beleuchtete hell die Landſchaft. Plötzlich erblickte Dick, der an dem Fenſter ſaß und nach der Seite des„Berges“ ſah, zwiſchen den Gebüſchen auf dem Zickzack des Fußpfades eine graue Ge⸗ ſtalt hingleiten. Er errieth, wer die ſein könnte, und drückte die Hand auf das Herz, welches, beiläufig geſagt, auf eigenthümliche Weiſe pochte. An was dachte er? Nie hatte er dies geſagt, ſo viel ich weiß; aber die Ueberlegung kam, er trat zurück, d. h. er legte ſich ruhig zu Bette, feſt
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entſchloſſen, das Geheimniß, welches er erforſcht hatte, für ſich zu bewahren.
Er wünſchte ſich am nächſten Tage Glück dazu, denn Elſie, deren ſonderbaren Spaziergang im Mondſchein Nie⸗ mand argwöhnte, machte ihrem glücklichen Vetter ein viel freundlicheres Geſicht.
Bernhard Langdon hatte einige Tage darauf einen eigenthümlichen Einfall. Die Alpenblume, die er in ſei⸗ nem Virgil gefunden hatte, fiel ihm mehrmals wieder ein, und er nahm ſich vor, zu wiſſen, wo ſie wuchs. Indein er einerſeits die Bücher und andererſeits die Leute des Landes zu Rathe zog, erfuhr er, daß ſie, gleich dem Edelweiß der Schweizerberge, nur durch gewiſſe Bedingungen auf den ſteilſten Gipfeln zu finden ſei. Der„Berg“ hatte derglei chen ſteile Gipfel, aber nur auf ſeinem öſtlichen Felſen⸗ theile.
„Nun wohl!“ ſagte er zu ſich ſelbſt,„man ſoll nicht ſagen können, daß ich vor dieſem furchtbaren Berge zurück gebebt ſei. Ich müßte es wirklich ſonderbar finden, wäre ich ängſtlicher, als ein gewiſſes Mädchen. Ich beabſich⸗ tige, ihr ihr Geſchenk in natura zurückzugeben, und in der That weiß ich auch nicht, wie ich es anders ſollte.“
An einem Sonnabend, an einem ſchönen warmen Nachmittage, begann er ſeine Entdeckungsreiſe. Im Grunde waren es nicht bloß die Blumen des„Berges“, die ihn ſo anlockten; der Gedanke, ſeiner umherſchweifenden Schüle⸗ rin zu begegnen, wenigſtens eine Spur von ihr zu ent⸗ decken und ſo das Geheimniß der Wanderungen zu erfor⸗ ſchen, über welche ſo viel geſchwatzt wurde, ſpielte mit bei dem Eifer, mit welchem er ſich auf den Weg machte.
Sein Ausgangspunkt war die weſtliche Ecke des von Dudley Venner bewohnten Gebäudes, und ſein Entſchluß ſtand feſt, bis zu der Höhle hinaufzuſteigen, von der man ſo viel Lärm ſchlug. Der Beweis iſt, daß er ſtarke hoch⸗ ſchaftige Stiefel angezogen und ſich mit einem Stock be⸗ waffnet hatte, der am Ende in einer eiſernen Gabel aus⸗
treffen werde. Derſelbe that ihr kund, daß ihr Gemahl begnadigt werden ſolle. Er habe ſich in's Badehaus zu verfügen, woſelbſt ein Ehrenkleid ſeiner warte und ihm all ſeine vorigen Würden wieder verliehen werden ſollten. Die Gemahlin ſuchte nicht den Gatten am Fortgehn zu verhindern. Als Letzterer ſich im Bade befand, trat der oberſte Mörder zu ihm beran, der Emir jedoch war ein kräftiger Mann, ſo daß jenen Furcht überkam, vielleicht auch ſtrafte ihn ſein Gewiſſen, denn er verdankte Amt und Glücksgüter dem geſtürzten Miniſter— vor allem indeß erſtaunt man in Per⸗ ſien ob der despotiſchen Gewalt des Königs und ob dem blinden Gehorſam, mit dem ſeinen grauſamſten Befehlen Folge geleiſtet wird. Da dem Emir die Art ſeines Todes überlaſſen blieb, ſo wählte er Gift, und da es nicht raſch genug wirkte, wurden Adern an ſeinen Armen und Lenden geöffnet. Sobald er todt war, gab man ſeine ſchöne Witwe ſeinem Nachfolger zum Weibe. Doch ſie ſoll untröſtlich geweſen ſein, und niemals vergaß ſie den Mann ihrer Liebe, den zu retten ſie Alles aufgeboten.
Mögen auch manche dieſer Einzelheiten aus dem Auslande etwas auf die Spitze geſtellt ſein, wie es ſo manchmal zu gehen pflegt in„All tbe Year Round“, ſo werfen ſie doch ſtets ein intereſſantes Licht auf das häusliche Leben der Orientalinnen.
9.
Zur Länder⸗ und Völkerkunde. Die goldfelder in Britiſch Columbia.
Der Timescorreſpondent in San Francisco gibt in einem Schreiben vom 9. Auguſt c. einen ſummariſchen Bericht über das, was er aus verſchiedenen öffentlichen und Privatquellen über die Operationen in Cariboo von der Mitte Juni's bis zum 18. Juli erfahren hat.
Am 14. Juni berichtete der Goldcommiſſär von Ort und Stelle dem Gouverneur, am Williams Creek, einem der reich⸗ ſten Goldlager im vorigen Jahr, habe die Cunningham's⸗Com⸗ pany während der letzten dreißig Tage durchſchnittlich jeden Tag für 3000 Dollars Gold gewonnen. In dem dieſer Geſellſchaft ge⸗ hörigen Tunnel rechn et man durchſchnittlich auf den Ertrag von 35 Unzen Gold(die Unze= 4£) von der Pfanne. Der Ertrag in dieſem Creek iſt zuweilen ganz unglaublich, und der Preis der reichen Claims beträgt jetzt das Dreifache gegen vorigen Winter.
Die Herren Steel u. Comp. gewannen drei Wochen lang aus ihren Claims durchſchnittlich täglich 200 Unzen Gold.
Ein Goldgräber ſchreibt unter dem 17. Juni, derſelbe Claim, von dem der Goldcommiſſär geſprochen, habe in einem Tage 17 ½˖ Pfd. Gold geliefert, und die Schätzung ſeines Reichthums ſei ſo geſtiegen, daß man einen Antheil von 100 Fuß Länge nicht unter 35,000 bis 40,000 Dollars kaufen könne. Gegen den 27. Juni lieferte die Arbeit von 16 Menſchen aus demſelben Claim täglich für 1000 bis 3000 Dollars Gold. Außer dieſem Claim erwähnt derſelbe Correſpondent noch die Claims von Adams, Greer, Abbot, Griffin und den Corniſh⸗Tunnel, und er ſagt da⸗


