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Nr. 41.
Der alte Arzt, der regungslos daſtand, betrachtete ſie, wie ſie keuchend auf dem Felle des wilden Thieres lag und
ſo, aus einiger Entfernung geſehen, dieſem ſelbſt glich, wenn es ſich niederduckt auf die Erde, um ſich mit einem
Sprunge auf ſeine Beute zu ſtürzen. Nach einigen Augen⸗ blicken ſank der Kopf des erſchöpften jungen Mädchens auf ihren gebogenen Arm, und ihre glänzenden Augen ſchloſſen ſich.— Sie ſchlief. Der Doctor betrachtete ſie noch einige Minuten mit ſtrenger und ernſter Rührung, dann legte er die Hand auf die Stirn, als ob dieſer Anblick ihm irgend eine entfernte Erinnerung zurückrief.
„Arme Catalina!“ rief er aus.
Kein anderes Wort kam aus ſeinem Munde. Er hatte begriffen, daß für dieſen Tag ſein Beſuch läſtig ſein würde. Er kehrte daher wieder um, ohne ſich gezeigt zu haben, beſtieg ſeinen Wagen und verſchwand wie in einem Traume.
V.
Der Doctor war, wie erwähnt, ein Pferdekenner. Er freute ſich daher über die Begegnung, die er hatte, als er nach Hauſe fuhr.
Auf einem ſchwarzen Renner, deſſen Mähne und Schweif nie die Beſchimpfung des Eiſens erfahren hatten, kam ein junger Mann, den Kopf mit einem breitrandigen Sombrero bedeckt, vorn übergeneigt, auf einem hohen Sattel, ausgerüſtet mit ungeheuren Sporen, in geſtrecktem Galopp daher. Es war unmöglich, ſich zu täuſchen: das war ein unerſchrockener Gaucho, der den Muſtang oder das Pferd der Pampas ritt.
Der Doctor ſah ſcharf hin und erkannte im Vorüber⸗ reiten den glänzenden kleinen Schelm, welchen die Leute des Landes einſt den„kleinen Venner“ nannten.
Es war in der That Richard Venner, der Vetter und Kindheitsgenoſſe der ſchönen Elſie. Es war eben jener Dick, deſſen Abweſenheit ſie ſo unbefangen beklagte, weil
Dritte
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ſie ſeit ſeiner Entfernung keinen einzigen Menſchen zu verabſcheuen hätte.
Sie waren miteinander aufgewachſen, beſeelt vielleicht, ohne es zu wiſſen, mit den mindeſt herzlichen Gefühlen, Beide ſchön und von unbezähmbarem Ungeſtüm, Beide ſpielend und kämpfend miteinander wie zwei junge Leo⸗ parden, nicht ohne Anmuth, nicht ohne Gefahr.
Als Sohn einer Buenos⸗Ayrerin war Richard Ven⸗ ner, als ſein Vater, der Capitain, ſeinen Handelsangele⸗ genheiten nachgehend, ihn vorläufig bei dem Vater Elſie's unterbrachte, ſchon ein junger Gaucho. Noch ehe er gehen konnte, bildete er ſich ein, ſich im Sattel halten zu können, und die Lämmer des väterlichen Pachthofes hatten ſchon früh Bekanntſchaft mit ſeinem Miniaturlaſſo gemacht.
Die Gewohnheit, das Pferd zu beſteigen, macht den Menſchen despotiſch. Kein Tyrann iſt vollſtändig, wenn er nicht ein guter Reiter iſt. Der Held des Alterthums und der Bezähmer der Roſſe waren nur eine Perſon.
Elſie hatte mit dieſem halbwilden Vetter zu kämpfen. Im Ganzen war ſie wilder als er, und wenn die alte Sophie als Vermittlerin eintreten mußte, ſo geſchah es, um Maſter Dick Klugheit zu rathen und den furchtbaren Ungeſtüm der Miß Elſie zu mäßigen.
Infolge beinahe ganz übereinſtimmender Neigun⸗ gen und Inſtincte, Beide von Liebe zu heftigen Bewegun⸗ gen und Körperübungen ergriffen, das Pferd, den Tanz, gefährliche Erkletterungen der Baumgipfel,— verließen ſie ſich aus eben dieſem Grunde kaum und liebten ſich deßhalb nicht mehr.
Dudley Venner erkanute, daß es nicht möglich ſei, dieſe„Zigeunerſchaft zu Zweien“ zu verlängern, die auf die Dauer entweder zu giftigem Haſſe oder zu einer raſen⸗ den Liebe führen mußte. Aber würde Elſie nicht in der Einſamkeit hinſchwinden, welche die Entfernung Dick' für ſie ſchuf?
Mahagonifarbe verliehen. Das arme Dingl es hat nicht mehr Fagon wie ein Polſter. Sie ſtellt in der Regel ſo viel mit ſich an, daß ſie im Alter von 20 Jahren durchaus einer Matrone gleicht, in Folge ihrer ſchrumpflichen, wie durch Aetzmittel und Stiche giftgetränkter Nadeln verbrannten Haut.
Das poſſirliche, unproportionirte Perſönchen watſchelt im Gemach ihres neuen Herrn und Gebieters in prächtigen, möglichſt weiten Hoſen einher, deren ſie ſich vieler Paare zugleich bedient, und ſich nicht weniger viel mit dem Umfang ihrer Beine weiß, als das engliſche Mädchen mit dem ihrer Crinoline. Sie trägt ein ſcheinendes geſticktes Mieder mit kurzen Aermeln, und ein hübſches Vorhemdchen aus dünnem weißem, mit Goldfäden geſticktem Sei⸗ denſtoffe; Arme, Füße wie Bruſt ſind unbedeckt. Alles Geſchmeide, Goldmünzen und Flitterwerk, deſſen ſie nur irgend habhaft wer⸗ den kann, hängt ſie ſich an; ganz beſonderes Gefallen findet ſie an Perlen und Diamanten; im Betreff jedoch der Schönheit oder des Werthes derſelben iſt ſie nicht allzu wähleriſch. Ein Diamant i*ſt ihr Diamant, möge er nun einen Bruch oder einen Riß haben; eine Perle eine Perle, Form und Farbe laſſen ſie unbekümmert. Hübſch mag ſie ſein, doch Eleganz geht ihr durchaus ab. Sie iſt im höchſten Grade ungebildet, ſo unerzogen wie unwiſſend, doch weiß ſie ſich überzdie Maßen vortrefflich in blumenreichen Reden über Roſen und Nachtigallen zu ergehen, untermengt mit unerhör⸗ ten weitſchweifigen Witzſpielen und Schwänken. Man vermißt in ihrer Unterhaltung Zartgefühl und Sittſamkeit. Zu den er⸗
ſten ſie nach ihrer Heirath Beſuchenden wird aller Wahrſcheinlich⸗
keit nach ihr Vater zählen, ihr zu klagen, wie öde und freudlos es daheim ſei, ſeit ſie das Haus verlaſſen, in dem ihre Mutter nach⸗ gerade alt und kalt werde. Dieſe rührende Aufforderung verfehlt
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nicht die Wirkung, und das erſte Geld, welches ihrem Manne ab⸗ zuſchmeicheln ihr gelingt, verwendet ſie dazu, es ihrem Vater zu geben.
Unſern nördlichen Begriffen nach ſcheint Perſien durchwe toll zu ſein. So wird ein Straßenbettler durch die Darlegung, daß er daheim fünf Weiber und ſoeben eine ſechste gefreit hat, das größte Anrecht an die Mildthätigkeit ſeiner Mitmenſchen begründet glauben. Dinge einen zerlumpten ausgehungerten Kerl,— für
die erſten in deinem Dienſte zuſammengeſcharrten Tomans wird ein nagelneues Weib erſtanden werden. Der älteſten oder erſten Frau liegt indeß in der Regel der Haushalt und das Regiment ob. Sie vertheilt ſelbſt die Mundvorräthe unter die Uebrigen, denen ſie durchaus Reſpectsperſon iſt und die fie in gehöriger Entfernung zu halten weiß. Die abſonderlichen Bedingungen, von denen die Heirathen zum Theil begleitet ſind, vermehrt zweifelsohne deren Zahl. Bei Abſchließung eines Heirathscontracts wird ſelten eine
lebenslängliche Dauer deſſelben beabſichtigt. Dergleichen Ehen werden namentlich durch die Molla's befördert, welche fette Spor⸗ teln davon ernten.
In der That iſt es ſelbſt bei den in Perſien wohnhaften Chri⸗ ſten gebräuchlich, Frauenzimmer auf kurze Zeit zu heirathen. So theilte mir ein Bekannter mit, daß er vor einigen Jahren das in der Nähe von Teheran gelegene Dorf Yannek in der Abſicht be⸗ ſuchte, eine derartige Heirath abzuſchließen.
Derſelbe lagerte mit ſeinem Begleiter unter einem Baume, in aller Gemächlichkeit Kaleons ſchmauchend, während die Dorfmäd⸗ chen unter Commando des Prieſters Revue paſſirten. Nach ge⸗ troffener. Wahl ward der Miethcontract in gehöriger Form abge⸗


