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Literariſche Briefe von Otto Banck.
Ein Aufenthalt bei dem Groß⸗Scherif von Mekka. Von Charles Didier. Aus dem Franzöſiſchen von Helene Lobedan. Leipzig, Verlag von Bernhard Schlicke. 1862.
Sie haben oft genug die Bemerkung gemacht, daß es nicht ſowohl der Hang zum Fremden, als eine große ſich um Alles bekümmernde Culturbildung, eine Weltmiſſion der Intelligenz ſei, welche uns Deutſche veraulaßt, der auswärtigen Literatur eine ſo rege Betrachtung zu ſchenken. In der That iſt dieſe Neigung eine nothwendige Thätig⸗ keit, wenn es darauf ankommt, unter den Nachbarvölkern den Höhepunkt geiſtiger Umſchau zu behaupten, welcher dem germaniſchen Geiſt nun einmal in der Geſchichte der Menſchenentwickelung übertragen iſt.
Das ſchöne Geſchlecht an ihrer Spitze, leſen unſere Landsleute mit großer Unbefangenheit die Bücher, welche franzöſiſche, engliſche, amerikaniſche, ſpaniſche und italie⸗ niſche Autoren nicht etwa für unſere, ſondern für die Intereſſen und den Ideenkreis ihrer eigenen Nationen ge⸗ ſchrieben haben. Es fällt dem deutſchen Publicum dabei gar nicht ein, ſolche Productionen mit der Befangenheit und denjenigen Vorurtheilen zu betrachten, welche der Patriotismus gewöhnlich als eine nützliche Scheuklappe der Beſchränktheit mit ſich bringt.
Es iſt nur ſchade, daß Mode und Speculation dieſe Umſchau auf dem Parnaß der Erde ein wenig einſeitig
machen.
Die Ueberſetzungswuth, welche die damit behafteten Patienten ganz auf die Leihbibliothek als Nahrungsquelle anweiſt, wirft ſich nämlich zunächſt und ganz parallel mit
der ſtets dominirenden ſchlechteren Geſchmacksrichtung auf
ſeichte und abenteuerliche Romane, auf flache Novellen und, wenn es ſein kann, auf ſolche Memoiren, die durch Lasci⸗ vitäten einen pikanten haut-gout erhalten haben. Dage⸗ gen dauert es oft ungeheuer lange, ehe wir mit wirklich tüchtigen Büchern des Auslandes bekannt werden. Ich bin weit entferut, darunter ſolche Werke zu meinen, die mit wiſſenſchaftlicher Gediegenheit zugleich jenes Joch der An⸗ ſpannung verbinden, welches den Leſer ermüdet. Im Gegentheil, ich verſtehe darunter jene friſchen Geiſteserzeug⸗ niſſe, die auf einer realen Grundlage der geſunden Beob⸗ achtung, des wirklichen Erlebniſſes, der lebendigen Erfah⸗ rung den Bau einer anmuthigen literariſchen Darſtellung errichten, und uns mehr und Dauernderes geben, als bloße Illuſionen einer übermüthigen oder ruhelos angeſtachelten Phantaſie.
Zu dieſem Genre gehören viele Werke des tüchtigen, mehr deutſch als franzöſiſch denkenden Charles Didier, und gerade ſeine Reiſe in Arabien zählt für uns zu jenen No⸗ bitäten der ausländiſchen Literatur, die trotz ihrer intereſ⸗ ſanten Figürlichkeit und Neuheit des Stoffes zu ſpät im zeutſchen Leſerkreiſe Eingang finden. Während es oft ſo ſehr nöthig iſt, aus ſittlichen und äſthetiſchen Gründen Tanzöſiſchen Schriften entgegenzuwirken, hat man es wohl doppelt Urſache, ſolche, die eine wohlthätige Geiſtesnahrung bieten, dem Gebildeten zu empfehlen.
Didier, der aus wohlgegründetem Mißmuth über eu—
ropäiſche und franzöſiſche Staatsverhältniſſe eine Reiſe nach dem Orient gemacht und ſich den Winter auf ange⸗ nehme Weiſe in Kairo aufgehalten hatte, reiſte von dort aus in Begleitung eines Engländers nach dem Sinai und von dort über Djedda nach Taif, wo der Groß⸗Scherif ſeinen Hof hielt.
Er ſtellt uns nun dieſe Wanderung mit all ihren Ein⸗ zelheiten und merkwürdigen Eindrücken in höchſt unterhal⸗ tender Weiſe dar, die dadurch hohen Werth gewinnt, daß Per als Reiſender ſeine Phantaſie zu Hauſe ließ und nur mit der unbefangenſten Anſchauung die Dinge ſo ſchil⸗ derte, wie er ſie ſah und fühlte, und nicht ſo, wie ſie hätten ſein können. Dieſe Wahrheitsliebe iſt ſelten geworden, man kann ſie allerdings aber da am ſchwerſten walten laſſen, wo das Seltſame und Feſſelnde, was freilich eigent⸗ lich keiner Uebertreibung bedarf, doch ſo ſehr zur Romantik auffordert.
Didier's Werke markiren ſich durch eine ſehr objective Beſchreibung des Gegenſtändlichen und durch eine ruhige Mäßigung in Vortrag und Styl. Die alberne Brillanz der Effecthaſcherei iſt ihm fremd. Zu den ſchönſten Ein⸗ zelheiten ſeines Buches gehört ſein Beſuch auf dem Sinai, ein ſeltenes Kleinod in der Reiſeliteratur, woraus wir unſern Leſern den Kernpunkt als ein Bruchſtück mit⸗ theilen.
Wenn ſich in ſolchen Schilderungen der feine Blick des Autors für Naturwunder und hiſtoriſche Landſchaftscharak⸗ tere offenbart, ſo zeigt er auch eine ſcharfe Beobachtung des Menſchentreibens und ſagt viel Aufklärendes über Geiſt, Sitten und Bräuche im Orient. So z. B. über die Lage der Sclaven in Arabien.
„Eines Tages,“ ſagt Didier,„ſah ich in Djedda von meinem Fenſter eine aus Süden kommende Barke in die Rhede einlaufen und durch mein Fernrohr glaubte ich dar⸗ auf eine menſchliche Ladung zu entdecken. Man ſagte mir auch, daß ſie in der That eine Ladung Sclaveu beiderlei Geſchlechts aus Maſſaua gebracht habe, und daß ſich unter den Frauen eine faſt ganz weiße Abyſſinierin befinde. Ich war begierig ſie zu ſehen, aber ſie war ſchon verkauft. Die weißen Sclavinnen ſind heutzutage ſehr ſelten auf den Märkten des Orients, und nur in Conſtantinopel trifft man deren von Zeit zu Zeit, weil nur in dieſer Stadt Geld genug iſt, um ſie zu kaufen. Eine ſolche Grille zu befrie⸗ digen koſtet zwanzig- bis dreißigtauſend Franken, und ſo ſind, wie man ſieht, dergleichen Kleinode nicht für jede Börſe zu erſchwingen. Der Hochmuth dieſer Frauen iſt übrigens unerträglich. Denn da ſie ſich für hohe und mächtige Herren beſtimmt wiſſen, hegen ſie für alle übrigen Sterblichen eine unbegrenzte Verachtung. Wehe dem ein⸗
fachen Privatmanne, der ſich die Laune, eine weiße Sclavin zu beſitzen, geſtatten wollte! Nur zu ſchnell würde er es bereuen und müßte bald eine ſo widerſpenſtige Waare nach dem Bazar zurückſchicken.— Die anderu Sclaven aus Maſſaua waren Mädchen und Knaben im Alter von vier bis acht Jahren, außer einer Abyſſinierin von dreizehn, die aber wie eine Europäerin von fünfundzwanzig erwachſen, und die nächſt ihrer faſt weißen Landsmänniu die Perle


